domenica 31 agosto 2008

"Nazis auf der Flucht": Buchvorstellung

(LPA) Zahlreiche NS-Größen haben nach dem Zweiten Weltkrieg versucht, nach Übersee zu entkommen. Wie diese Flucht abgelaufen ist, hat Gerald Steinacher, Historiker am Südtiroler Landesarchiv, nachgezeichnet und dabei auch die "Rattenlinie" unter die Lupe genommen. Sein Buch "Nazis auf der Flucht" wird am 17. September vorgestellt.
Josef Mengele, Adolf Eichmann, Erich Priebke und viele weitere NS-Kriegsverbrecher haben nach dem Zusammenbruch des nationalsozialistischen Regimes versucht, sich aus Europa abzusetzen. Nicht wenige davon haben für ihre Flucht die von den US-Geheimdiensten als "Rattenlinie" bezeichnete Route über Südtirol nach Rom oder Genua gewählt.
Steinacher zeichnet in seinem Buch "Nazis auf der Flucht" die Fluchtwege von NS-Tätern im Detail nach, hinterfragt die Beteiligung von Exponenten der katholischen, aber auch der evangelischen Kirche sowie humanitärer Organisationen und beschreibt Netzwerke und Seilschaften, auf die ehemalige Nationalsozialisten und Faschisten auf ihrer Flucht zurückgreifen konnten.


Vorgestellt wird Steinachers Habilitationsschrift "Nazis auf der Flucht", die im Studienverlag erschienen ist,
am kommenden Mittwoch, 17. September,
um 17.30 Uhr
am Südtiroler Landesarchiv im Ansitz Rottenbuch,
Armando-Diaz-Straße 8, Bozen,

vom Autor selbst sowie vom Innsbrucker Professor Rolf Steininger im Beisein von Landesrätin Kasslatter Mur, Leo Andergassen, dem Direktor der Landesabteilung Denkmalpflege, sowie Christine Roilo, Direktorin des Südtiroler Landesarchivs.

mercoledì 20 agosto 2008

repressione politica in sicilia

Tratto dalla "Repubblica" del 20.08.08:

Sedicenne tolto alla madre perché milita in Rifondazione
di GIOVANNA CASADIO

Gli dicono che somiglia a Scamarcio, l'attore. A sedici anni, fa piacere. Ma ha promesso che oggi si taglia i capelli arruffati e magari non lo bollano più come comunista. Circolo Tienanmen, tessera dei Giovani comunisti, trovata dal padre, fotocopiata dai servizi sociali, allegata all'ordinanza del Tribunale di Catania, prima sezione civile, per dimostrare nella causa di affido che la madre non sa badare all'educazione del ragazzo il quale ha "la tessera d'iscrizione a un gruppo di estremisti". Quindi, M. P. - che preferisce non essere citato con il suo nome, visto che lui, ragazzo esuberante, lo conoscono un po' tutti a Catania - è stato di fatto accusato di essere comunista rifondarolo, uno che frequenta "luoghi di ritrovo giovanili dove è diffuso l'uso di sostanze alcoliche e psicotrope", dove cioè c'è il sospetto che si bevano birre e si fumino spinelli. Nel giudizio degli assistenti sociali, le cose stanno pure peggio perché i comunisti sono "estremisti, il segretario del circolo è un maggiorenne che pare abbia provveduto a convincere all'iscrizione e all'attivismo altri ragazzi", tra cui l'amico del cuore del sedicenne, anche lui una testa matta che lo trascina nella vita "senza regole". Non è l'unica ragione, ovvio, per far pendere la bilancia della contesa sull'affido dalla parte paterna, ma la militanza comunista è stata la goccia che ha fatto traboccare il vaso. M. P. è stato tolto alla madre e ora assegnato al padre, insieme al fratello più piccolo. Tra un uomo e una donna, dopo una travagliata separazione, la resa dei conti si scarica spesso sui figli. Cose che succedono, non dovrebbero. La ragione, si sa, non sta mai da una parte sola. Però a Catania, ora ci si è messa di mezzo la politica. Mai infatti i comunisti, rifondaroli o del Pdci, si erano sentiti citati in un tribunale come pericolosi, estremisti, prova provata e sintomo di devianza giovanile. "Fino a ieri si chiamava militanza, e Rifondazione era il partito del presidente della Camera, Fausto Bertinotti; la sinistra comunista aveva due ministri nel governo Prodi", si sfoga Orazio Licandro, responsabile dell'organizzazione del Pdci. Nel partito di Diliberto hanno suonato l'allarme: comincia così la caccia alle streghe, usando in una storia delicata e complessa di affido familiare lo spauracchio dei comunisti, "è l'anticamera della messa al bando, siamo ormai extraparlamentari e anche pericolosi. Non è fascismo? Poco ci manca". Elencati nel dossier del tribunale infatti ci sono la tessera, con il costo dell'adesione, il faccione di Che Guevara e la fede nella rivoluzione riassunta nella frase "No soy un libertador, los libertadores existen, son los pueblos quienes se liberan".


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martedì 12 agosto 2008

Emergency Music Aid 2008

Music Aid for Emergency and Los Quinchos, Meran08 - und die Antifa Meran ist an allen vier Tagen (vom Donnerstag den 14. bis Sonntag den 17. August) mit einem Infostand mit dabei!

Das Festival

Ethnische Musik, Pop und Funk, Reggae, Rock und Blues sind die Zutaten für das Musik-Festivals «Music aid for Emergency» 2008 das Mitte August im Eisenbahner Freizeitzentrum in der St. Josefstrasse stattfindet. Das Ereignis gehört in Meran bereits fast zur Tradition, bekannt für viel Lifemusik im Namen der Solidarität. Auch dieses Jahr steht alles wieder bereit zur Eröffnung des Festivals.

Erklärtes Ziel des Organisationskomitees ist, möglichst viele Gelder einzunehmen, um die humanitäre Vereinigung „Emergency“ von Gino und Teresa Strada zu unterstützen. Emergency unterhält in zahlreichen Kriegsgebieten, aber letzthin auch in besonders armen Gebieten der Welt, Ambulanzen und Krankenhäuser, ausgerichtet nach westlichen Standart.
Der gesamte Erlös des Festes wird, wie voriges Jahr, zu einem Teil an das herzchirurgische Krankenhaus im Sudan gehen und zu einem anderen Teil an die Bozner Vereinigung.“Los Quinchos“, die sich in Nicaragua um die zahlreichen Straßenkinder kümmert.

An vier Abenden gibt es Life Musik im Freien. Los geht´s am Donnerstag, 14. August und abgeschlossen wird am Sonntag, 17. August, mit dem Konzert der Spolpo Blues Band.
Jeder Abend ist einem anderen Musikstil gewidmet. Es gibt einen gastronomischen Stand mit einigen Überraschungen für die Gäste zu erschwinglichen Preisen, denn auch darauf legen die Organisatoren besonderen Wert. Im Bereich des Festplatzes befinden sich Stände verschiedener Ong, es wird Body Painting (Körperbemalung) geboten und Unterhaltung für Kinder.Sonntag zu Mittag, am Rande des Musikprogramms, findet eine öffentliche Diskussion zum Thema „Nein zum Krieg“ und den verheerenden Folgen für die Bevölkerungen statt. Unter den Teilnehmern werden neben einem Verantwortlichen von Emergency auch einige Ärzte mit Erfahrungen in Kriegsgebieten anwesend sein.

Das Programm

Donnerstag, 14 August

Beginn: 18.00 Uhr: der erste Auftritt gehört den «Isole minori», eine Bozner Musikgruppe, gleich darauf wird die senegalesische Trommlergruppe «Giant by» zu hören sein.
Am ersten Abend gibt es vorwiegend ethnische Musik , der Clue wird sein: «Loa percussion trio», drei magische Schlagzeuger. Ein deutscher Rundfunk wird eigens anreisen, um sie bei diesem Auftritt zu filmen.
Christine Agostini und ihre Schülerinnen stellen ihre beidruckenden Bauchtanzkünste zur Schau. Abgerundet wird der Abend mit DJ Giovanna und DJ Sven.

Freitag, 15. August

Musikmix zu Ferragosto: Um 10 fängt´s wieder an mit dem leidenschaftlichen österreichsichen Jazzduo Simon Rainer und Andreas Wallner.,
Um 18 geben die «Miss Gradenko» ihr Repertuar im Stil von Police e Cure zum Besten. Gleich danach gehört die Bühne den «Delirium tremens» mit den bekannten Melodien der 60er Jahre, um sie dann der Punkgruppe «Prima linea» von Rimini zu überlassen, die bereits 5 CD aufgenommen hat und im italienischen Sender Rai2 und auf Videomusic zu sehen waren.

Sabato 16 agosto

Am Samstag, Vormittag um 10 wird eingeladen zum Matinee mit dem Duo Rolando Biscuola und Christine Plaickner.
Abends um 18 geht es wieder los, heute ist Reggae Abend: Gleich zum Anfang Dj Cap, dann “circolo Idea”, gleich darauf «Raqs Shargi», und am späten Nachmittag die «Roots Reggae Band» aus dem Fassatal, anschließend die Meraner «Rebel Lions» und die Sterzinger Gruppe «Sisyphos».

Sonntag, 17. August

Der vierte und letzte Tag gehört dem Blues und der Rockmusik.
Um 10 lassen die «ModerN Harp Ambassador» ihre elektronoschen Harfen erklingen, um 11 findet die öffentliche Diskussion statt. Ab 18 gibt es wieder Musik: Auf die Gruppe von Ulli Biasi und Freunde «Crossroad». folgt eine jam session namens «Keine Gegenstände aus dem Fenster werfen» und das letzte Wort hat immer noch die unübertreffliche «Spolpo blues band».

Quelle: http://www.sunshine.it/index.php?option=com_content&task=view&id=9207&Itemid=158

giovedì 7 agosto 2008

Die Wahrheit über Ausländer

Die ff vom 7. August präsentierte eine Reihe von Zahlen über Ausländer in Südtirol, die ein anderes Licht auf die stark emotional geführte Debatte im Land werfen. Sie stammen vom Statistikinstitut ASTAT und der Südtiroler Landesregierung.

Gesamtbevölkerung Südtirols:
487.673 (100%)
davon Ausländer:
28.260 (5,8%)
Von diesen 5,8% sind wiederum 33% EU-Bürger, 35% Europäer (Nicht-EU-Bürger), 13% Afrikaner, 14% Asiaten und 4% Amerikaner.

Erwerbstätige in Südtirol:
227.600 (100%)
davon Ausländer:
25.200 (11%)
Gemessen am Bevölkerungsteil sind 44% der Südtiroler und 89,2% der Ausländer erwerbstätig.

Bruttoinlandsprodukt Italien
Laut einer Erhebung der Wirtschaftszeitung Il sole 24 ore tragen die 5% Ausländer in Italien überdurchschnittlich (in Zahlen: 6,1%) zum Bruttoinlandsprodukt bei.

Ausländer als Geber und Empfänger
Mehr als 200 Mio. Euro zahlen Ausländer ein (Steuern, Fürsorge- und Versicherungsbeträge; angenommen wird ein monatl. Nettoeinkommen von nur 1000 Euro).
Rund 22,4 Mio. Euro erhalten Ausländer im Zuge von Wohngeld, Beiträge Wohnbau, finanz. Sozialhilfe, Sozialdienste, Zivilinvalidenrente und Sozialvorsorge.

martedì 5 agosto 2008

Antifa trifft A.N.P.I.

Zwei Vertreter der Antifa Meran (Andreas Fink und Gabriel Sigmund) waren am vergangenen Montag, 4. 8. 08, in Bozen bei einem Treffen mit der A.N.P.I.
Es ist die italienische nationale Vereinigung der Partisanen: "Obbiettivi dell'ANPI sono la valorizzazione del ruolo storico svolto dalla lotta partigiana anche mediante la promozione di ricerche e testimonianze, la difesa dal vilipendio e dal revisionismo, il sostegno ideale ed etico dei "valori di libertà e democrazia" alla base della Costituzione della Repubblica italiana del 1948 nata dalla Resistenza." (wikipedia)
A.N.P.I. hat auch in Bozen einen Sitz und wirdvon Lionello Bertoldi vertreten. Ebenfalls anwesend war Lalla Lanaro Stefani, Tochter eines Partisanen und Enkelin von Girolamo Meneghini, ein zuerst nach Bozen deportierter Partisan der dann ins KZ Gusen gebracht und getötet wurde.
Nach einem grundlegenden Austausch über die Entwicklung der beiden Organisationen Antifa Meran und A.N.P.I. Bolzano (existiert seit 1945) informierten wir uns gegenseitig über zukünftige Aktionen und bekundeten unseren Willen zur näheren Zusammenarbeit.
Konkret festgelegt wurde eine Exkursion unter Leitung der A.N.P.I. zu den drei Gedenkstätten in Bozen, an denen der Gräul um das Durchgangslager Bozen erinnert werden soll. Der konkrete Termin wird noch bekannt gegeben.

Homepage der A.N.P.I.:

domenica 3 agosto 2008

La strage di Bologna

Vor 28 Jahren, am 2. August 1980, erreichte der faschistische Terror seinen Höhepunkt: Alle ore 10,25, una bomba esplose nella sala d'aspetto di seconda classe della stazione di Bologna.
Lo scoppio fu violentissimo, provocò il crollo delle strutture sovrastanti le sale d'aspetto di prima e seconda classe dove si trovavano gli uffici dell'azienda di ristorazione Cigar e di circa 30 metri di pensilina. L'esplosione investì anche il treno Ancona-Chiasso in sosta al primo binario. Il soffio arroventato prodotto da una miscela di tritolo e T4 tranciò i destini di persone provenienti da 50 città diverse italiane e straniere. Il bilancio finale fu di 85 morti e 200 feriti. (testimonianze di Biacchesi e da "Il giorno") a violenza colpì alla cieca cancellando a casaccio vite, sogni, speranze.*

Auch zwei Südtiroler waren zu den 85 Todesopfern zu zählen, für deren Gedenken ein in Brixen startender Staffellauf organisiert wurde. Eine davon war die aus St. Leonhard im Passeier stammende Hausfrau Berta Ebner.

Die Hintergründe waren lange verschleiert geblieben, auch durch bewusste Einflussnahme von politischen Funktionären. Schlussendlich wurden die zwei Neofaschisten Valerio Fioravanti und Francesca Mambro schuldig gesprochen und eingesperrt. "Die Neofaschisten (hatten) offenbar Freunde in höchsten Kreisen des Staatsapparates. So sind schon die Schuldigen der Bombenattentate in Mailand und in Brescia am Ende der 60-ger Jahre, die wahrscheinlich von Neofaschisten organisiert worden waren, nie gefunden worden. Wut und Verzweiflung klangen aus den Worten des Bologneser Bürgermeisters Renato Zangheri vor Zehntausenden von Menschen, die zur Trauerfeier für die Opfer vor dem Rathaus zusammengekommen waren. Ein regelrechter Aufruf, diesmal die Täter nicht ungestraft davonkommen zu lassen.", schreibt der Deutschlandfunk.

Nähere Infos
Seite der Angehörigen der Opfer:*
http://www.stragi.it/index.php
Artikel über die Hintergründe:
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/402451/
Artikel auf Wikipedia:

http://de.wikipedia.org/wiki/Anschlag_von_Bologna_1980