venerdì 3 ottobre 2014

"Gegen Rassismus!" - Banner-Aktion in Meran

Mehrere Meraner haben in einer nächtlichen Banner-Aktion ein deutliches Statement gegen Medienhetze und Rassismus abgegeben. Heute sollte nämlich die umstrittene Anti-Gewalt-Demonstration stattfinden.
Einer Mitorganisator, der sich den "Führer" herbeiwünscht; Neofaschisten, die ihre Teilnahme ankündigen; Rassisten, die im Internet fleißig mitkommentieren - die Demonstration "gegen (Ausländer-)Gewalt" drohte, zu einem Auflauf von Kellernazis und Trollfaschisten zu werden.
Dies zeigt, wie nicht nur die Gewaltepisode der vergangenen Tage, sondern der gesamte Diskurs über Einwanderung von rechtsradikalen Kräften als Einfallstor benutzt wird, um ihre menschenverachtende Ideologie zu verbreiten. Aber auch etablierte Rechtsparteien sehen sich im Aufwind und nutzen das Thema für ihre Zwecke: Durch die Gleichsetzung von Einwanderung und Kriminalität propagieren sie eine Asylpolitik, die nur aus Mauern und Handschellen besteht.
Nachdem einige kritische Berichte auf salto.bz und in der Tageszeitung erschienen sind, der Gemeinderat David Augscheller einen Dringlichkeitsantrag im Gemeinderat eingereicht hat und AntifaschistInnen im Internet auf die hetzerischen Beiträge reagierten, wurde es der Organisatorin zu heiß - die Demonstration wurde abgesagt. Dass, wie sich herausstellte, der Haupttäter ein italienischer Staatsbürger zu sein scheint, bekamen die meisten gar nicht mehr mit.
Gegen die Fälle brutaler Gewalt muss vorgegangen werden. Den rechten Kräften geht es aber nicht um die Lösung des Gewaltproblems in Meran, sondern um die Kriminalisierung von Einwanderern. Das ist ist auch vielen Stadtbewohnern bewusst: Mehrere Meraner haben nun in der Nacht von Donnerstag auf Freitag ein deutliches Zeichen gegen Rassismus gesetzt und auf die Rolle der Medien bei der verbalen Eskalation der Debatte hingewiesen. An mehreren Orten der Stadt wurden Banner und Plakate mit Sprüchen aufgehängt, die ein Ende der medialen Hetze und einen kritischeren Umgang mit der Schlagwort-Presse forderten - ein Anliegen, dem man sich nur anschließen kann. Denn Kampagnen wie "Stoppt die Gewalt" und ungefilterter Hass in den Kommentarbereichen von Nachrichtenseiten und sozialen Netzwerken erzeugen ein bedrohliches Klima. In diesem Sinne: Gegen Rassismus, in Meran und überall!
"Gegen Rechtspopulismus und Medienhetze"
"Meran|o against Racism"
"Presse hinterfragen, Medienhetze stoppen"
Plakat mit dem "Führer"-Kommentar des Mitorganisators

2 commenti:

  1. Wos fi a lächolicho haufn des seit. Gewolt votuschn und schioneredn wenn a auslända in spiel isch. Auslända sötn voschwindn wose herkem sein und in ihman lond die uagn leit mit vobrechn bereichern. Antifa? Wo isch is impressum? Scheinheiligis pack

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  2. Respekt ihr lächerlichen Antifanten! Gewalt relativieren könnt ihr scheinbar gut, wenn sie mal von einem Gesinnungsgenossen oder einem Einwanderer ausgeht. Ganz großes Kino!!!

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