giovedì 13 giugno 2013

Stellungnahme: Jugendgewalt ist kein "Ausländerproblem"

Gemeinsame Stellungnahme verschiedener Organisationen, Vereinen und Gruppen aus Südtirol zur "Dolomiten"-Kampagne "Stoppt die Gewalt"

Mit Sorge verfolgen wir, welche Wellen die “Dolomiten”-Kampagne gegen “Jugendgewalt” geschlagen hat: In den Kommentarbereichen von Online-Medien und Facebook manifestieren sich Rassismus und Ausländerfeindlichkeit in ihrer übelsten Form. Daran ist die “Dolomiten”-Redaktion durch Wortwahl und Darstellung der Ereignisse maßgeblich mitverantwortlich: Insbesondere die beiden Artikel “Sie schlagen zu, bis Blut fließt” und “Raffiniert provozieren, um zu streiten” legen nahe, dass es sich bei den gewalttätigen Übergriffen um ein “Ausländerproblem” handelt. Aus diesem Grund wollen wir festhalten:
  1. Gewalt ist grundsätzlich zu verurteilen. Sie muss durch Prävention weitestgehend verhindert werden und ist mit rechtsstaatlichen Mitteln zu ahnden. Der Arbeitsbedarf für Politik und Sozialverbände besteht vor allem darin, jungen Menschen Perspektiven zu bieten und ein friedliches Zusammenleben zu ermöglichen – unabhängig von ihrer Herkunft.
  2. Die Darstellung des Problems durch die “Dolomiten” ist jedoch irreführend. Wir, die wir unter anderem auch viel mit Jugendlichen und ihren Problemen zu tun haben, betrachten die Gefahr der Jugendgewalt als ein wichtiges Problem. Es stellt sich insgesamt aber nicht so drastisch dar, wie die “Dolomiten”-Artikel unterstellen, wenn sie schreiben: “Seit Monaten ziehen Banden von Jugendlichen schlägernd durch Südtirol.” Wir teilen die Einschätzung der Polizei, dass es sich um keinen allgemeinen Trend handelt.
  3. Die Fokussierung auf “Albaner-Banden” verschleiert die Ursachen ebenso wie effektive Lösungsansätze. Die Artikel legen nahe, dass es sich bei den Tätern der “Gewaltserie” um sogenannte “Albaner-Banden” handelt: “die Mitglieder kommen meist aus Albanien oder anderen Balkanstaaten” und “Probleme mit Albaner-Banden haben die Diskotheken nach wie vor”, heißt es dort. Dass der gewalttätige Übergriff mit der Herkunft der Jugendlichen (bzw. ihrer Eltern) in Verbindung steht, ist nicht belegt. Zudem sind, wie internationale Studien zeigen, Beziehungsprobleme, Bildung und sozialer Status bei Jugendgewalt die primären Faktoren, und nicht die Herkunft. Durch eine solche Kulturalisierung sozialer Probleme und die einseitige Darstellung als Sicherheitsproblem, das durch die Polizei gelöst werden muss, wird einer effektiven und nachhaltigen Lösung der Konflikte der Weg versperrt.
  4. Der rassistische Unterton der “Dolomiten”-Kampagne wirkt im Angesicht der erstarkenden Ausländerfeindlichkeit in Südtirol wie Öl im Feuer. Die Artikel bedienen sich rassistisch gefärbter Bilder von kriminellen, gewalttätigen und rückständigen “Balkanländern” und insbesondere AlbanerInnen, die die Ausländerfeindlichkeit in Südtirol auf ein neues Niveau hebt. Die tendenziöse Berichterstattung und die Pauschalurteile, die täglich in den „Dolomiten“ und der „Alto Adige“ zu lesen sind, sind nichts anderes als strukturelle Gewalt auf Kosten besonders schwacher Bevölkerungsschichten. Medien und JournalistInnen haben eine besondere Verantwortung bei der Darstellung von sozialen Missständen und sollten ihre Rolle, aus welchen Gründen auch immer, nicht leichtfertig aufgeben.
In diesem Sinne fordern wir die Verantwortlichen zu einer Richtigstellung, zu mehr Besonnenheit — und alle kritisch eingestellten SüdtirolerInnen dazu auf, vor allem im persönlichen Umfeld Stellung zu beziehen und der Hetze in sozialen Netzwerken entschieden entgegenzutreten.

Unterzeichnet von 
Integration Rock, Rock the Lahn, Brennerbasisdemokratie, Südtiroler HochschülerInnenschaft, Antifa Meran, OstWestClub, Miracle Hill Festival, Shanti Powa, Zigori Media, Ghosttown Festival Prad, Gleeman Members, Jumpout Openair Eppan, Jokerface, Brigata GialloRossa

9 commenti:

  1. Ist denn das zu fassen, jetzt verteidigt Ihr auch noch diese Schlägerbanden, wenns ein paar Einheimische wären die auch noch eine patriotische Einstellung hätten würdet ihr wohl kaum so reagieren.Ihr wisst doch ganz genau dass es so ist, macht doch einfach die Augen auf und hört auf euch selbst zu belügen...
    Da Ihr ja immer nur in Gruppen auf dem Weg seit, kennt Ihr wahrscheinlich dieses Problem nicht, geht doch nur mal alleine in solchen "Vierteln" durch die Strassen!!! Aber dazu braucht es ja Mut...

    Ausserdem habe Ich selber gesehen wie Angehörige eurer sogenannten "Unterzeichnergruppen" immer wieder, solange sie mehrere sind, auf Streit aus sind.

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  2. Selbst Ich kann auf die schnelle eine Hand voll Leute aufzählen die Opfer von Ausländern wurden, also erzählt mir nicht das wären Einzelfälle....

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  3. Die Antifa verteidigt ihre Lieferanten.......
    Apropos nicht extreme Ansichten: Brigata GialloRossa spricht für sich.

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  4. Klaus Runggaldier13 giugno 2013 21:14

    Ja klar, liebe "Anonimi", die ihr nicht mal die Courage habt, euren Namen anzugeben. Nennt mir doch bitte Zahlen und Statistiken, die die Gewalttätigkeit von Personen mit Migrationshintergrund belegen. Ich kann nämlich auch schnell eine Hand voll Leute nennen, die von "Patrioten" verprügelt wurden.

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  5. Ich stimme dem Artikel im Bezug darauf, dass man die Stigmatisierung von Bevölkerungsgruppen verhindern muss zu.

    Nichtsdestotrotz, das wir in Südtirol (auch) ein Problem mit "Ausländergewalt" haben darf man wohl als Fakt sehen. Das ergibt sich mir aus persönlichen Erfahrungen und solchen aus zweiter Hand. Dies zu verschleiern sehe ich als stark fahrlässig an. Dies verhindert an den Wurzeln, wie zum Beispiel politischen Versagen bei der Integration, anzupacken.

    Die Natur dieses Artikel reduziert sich für mich damit leider auf einen Beitrag zur Vertretung der politischen Position der Antifa Meran.

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  6. Antifa, Briagata scheismichtot, Nazis, Rassisten, für mich seit ihr alles Samt nur ein lächerlicher Kindergarten, die keinen Plan haben was eigentlich abläuft. Das einzige was ihr ganzen Vereine könnt ist große "soziale" Töne im Internet verteilen. Beschäftigt euch mal in der Realität mit den Leuten die ihr immer so verteidigt, nehmt sie mal zuhause oder in eurer Nachbarschaft auf, versucht denen anstand und Bildung beizubringen. Wenn ihr das schafft bzw. praktiziert, beginnt ihr glaubwürdig zu sein. Der ganze Rest ist nur heisse Luft die in allem ein Unrecht sieht, wo gar keines ist!!

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  7. Wenn ich so manche Kommentare lese, dann wird mir Übel. Hallo Leute, was ist los mir euch????Gewalt ist ein Problem, das laufe der Menschheit immer aktuell war und auch leider nie ganz verschwinden wird. Wir können uns nur alle bemühen dies präventiv zu behandeln und auch auf den Grund/dem Motiv des Gewaltproduzierenden zu schauen. Warum ist der Mensch wohl gewalttätig? Wie sieht seine Lebensgeschichte aus? Was fehlt ihm und um Gottes willen wie schlecht muss es ihm gehen, wenn er seinen Mitmenschen nur mehr in Form von Gewalt gegenüber tritt??

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  8. Als wäre Gewalt von Südtiroler zu Südtiroler besser (die ja die letzten Jahre nicht ausblieb, Morde Schlägereien usw.).....
    Ich finde solche Stigmatisierungen wie "Ausländergewalt" schrecklich. Ob Ausländer oder nicht, wir sind alle die Selben. Keiner hat das Recht anderen jegliche Form von Gewalt zuzufügen. Und ich verstehe auch nicht wie "wir Südtiroler" die ja wir die einzige Bevölkerungsgruppe sind, die nie Gewalt ausübt( das war soeben Ironie, für die die es nicht verstanden haben ).
    Nur schwarze Schafe suchen und separieren, dies ist ein Zeichen von Schwäche.HALLO, sind wir wirklich so schwach, dass wir uns gegenseitig so aufhetzten müssen???
    Das letztere ist für die Dolomiten Herausgeber bestimmt und jene die ihre Meinung teilen.
    Unsere Bevölkerungsgruppen werden sich vermischen, eigentlich ist es ja schon geschehen. Alle müssen sich daran gewöhnen und diesen Fremdenhass ablegen (der nur als Reaktion der Angst vor neues darstellt). Sehen wir eine Multikulti-Bevölkerung als Bereicherung an, wenn wir uns dagegen wehren wird nur unnützes Blut vergossen.

    Im diesem Sinne: reicht einander die Hand und lernt mal solche "Ausländer" kennen. Ihr werdet bestimmt keine größeren Unterschiede erkennen, doch ACHTUNG ich hab gehört die sollen keinen Bauchnabel haben.

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  9. wir sind doch schon vermischt.

    Italien ist: römisch-griechisch-keltisch-iberisch-germanisch-langobardisch-slawisch ...

    bei Deutschland kommt noch was dazu.

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