sabato 6 settembre 2014

Wir haben was zu sagen! - Kommentar

"Aus aktuellem Anlass sei angemerkt, dass es immer heißt, dass man sich früher oder später an alles gewöhnt, dass der Mensch ein sogenanntes Gewohnheitstier ist und sich irgendwann mit allen möglichen Missständen abfindet. Irgendwie scheine ich, mit vielen anderen Kulturschaffenden, aber nicht zu dieser Spezies der Gewohnheitstiere zu gehören. Denn meine Wut, mein ziviler Ungehorsam und meine Erbostheit über die Borniertheit und Verschlossenheit mancher "Großkopfeten" in diesem Land wächst von Mal zu Mal und mit jeder weiteren Meldung darüber, dass wieder einmal eine der vielen alternativen und ehrenamtlichen Veranstaltungen in diesem Land mit irgendwelchen Prügeln, angsterfüllten Bürgermeistern, Sicherheitsfetischisten oder übertrieben arrogant-autoritären Polizeikräften, die schon lange das rechte Maß verloren haben, zu kämpfen haben.

Initiativen, Kulturschaffende und Musiker sowie Künstler aus der alternativen Szene gibt es in Südtirol mittlerweile fast schon wie Sand am Meer. Ich habe im Laufe der letzten 10 Jahre viele dieser engagierten und feinfühligen, kreativen und musischen Menschen kennengelernt. Die Szene ist bunt, aufregend und bietet in allen Sparten, Genres und Ausstaffierungen immer wieder Neues, Spannendes und Bereicherndes. Allein in diesem Sommer gab es über 60(!) verschiedene, kleinere und größere Musikfestivals und Open Airs zwischen Brenner und Salurn. Solche aus der Rockszene, andere die dem Punk, der Ska- oder der Reggae-Musik verfallen sind, wiederum andere, die mit grungigen oder folkigen Klängen ihr Publikum begeistern konnten, solche die der heimischen Elektronikszene ein breites Programm anbieten, jene die dem Hip-Hop neue Türen öffnen, schwierige, komplizierte, einfach gestrickte und gänzlich andere, die nur schwer einzuordnen, zu definieren sind, die lauten und harten, die ganz ruhigen und leisen, aber doch immer solche, die etwas zu sagen haben.

Allen ist gemeinsam, dass sie abseits der Feuerwehr- und Schützenfeste, abseits der Kirchtage, Dorffeste, Weinverkostungen und brauchtums- bzw. traditionsgebundenen Veranstaltungen in Südtirol eine Alternative darstellen möchten. Aber niemand, den ich in meiner kulturellen Schaffenstätigkeit kennengelernt habe, wäre jemals auf die Idee gekommen die klassischen Feste und Events in Südtirol schlecht zu reden oder diesen das Existenzrecht abzusprechen, im Gegenteil. Jedem Veranstalter und Kulturschaffenden, der Menschen zusammenbringt, um diesen dann in der Folge die Möglichkeit zu bieten gemeinsam zu feiern, sich abseits von Arbeit und sonstigen Verpflichtungen des Lebens anderweitig ausleben zu können, andere Leute zu treffen, zu lachen und zu tanzen, dem sollte ein Mindestmaß an Respekt und Anerkennung zuteil werden. Es ist nicht selbstverständlich, in monatelanger Kleinstarbeit und Vorbereitung sich für die Allgemeinheit einzusetzen und ehrenamtliche Stunde um Stunde abzudrücken, nein, es ist ein Geschenk, ein wohlwollendes Zeichen an und für eine offene und freiere Gesellschaft. All diesen Menschen gebührt ein großer Dank und dies vor allem deshalb, weil sie den Besuchern dieser Veranstaltungen und Feste die Möglichkeit der kulturellen Vielfalt und Abwechslung bieten, weil jeder frei nach Geschmack und Lust sich dort hin begeben kann, wo es ihm/ihr am besten gefällt, wo er/sie sich am wohlsten fühlt.

Nicht alle Gemeinden und Bürgermeister Südtirols machen es den alternativen Kulturschaffenden schwer. Es gibt solche und solche. Dennoch musste man in den letzten Jahren aufgrund vieler Beobachtungen und auch aufgrund vieler eigener Erfahrungen feststellen, dass es sehr viele engagierte Menschen gibt, welche große Schwierigkeiten haben wenn es darum geht, Lizenzen und Genehmigungen für solche Veranstaltungen zu erhalten. Der Fall des Miracle Hill und die Posse mit der Polizei und dem Bürgermeister von Völs steht letztlich nur stellvertretend für all jene Festivals und Konzerte die es schon lange nicht mehr gibt, die mit Polizeiwillkür zu kämpfen haben, denen man im Dorf und auch in der Stadt zu verstehen gegeben hat, dass es den Entscheidungsträgern und Herrschenden lieber wäre, wenn es solche Veranstaltungen nicht geben würde. Dass Südtirol ein Land sei, dessen Erfolg in erster Linie auf dem Tourismus für Senioren aus dem deutschsprachigen Raum fußt und es daher nicht angebracht sei, wenn während der Hochsaison diese Geldbringer in ihrem wohlverdienten Urlaub gestört werden. Die engmaschigen Verbindungen zwischen Tourismustreibenden und Politik haben in diesem Land ein Maß erreicht, das dazu beigetragen hat, dass all jene, die nicht in diese Prozesse eingebunden sind und mit ihren Veranstaltungen letztlich zu lästigen Störenfrieden wurden, von diesen Gruppen geächtet und in ihren kreativen Impulsen beschnitten und aufgehalten worden sind.

Letztlich haben diese Drangsalierungen und die vielen Verbote auch dazu geführt, dass kreative, talentierte und motivierte junge Menschen diesem Land den Rücken gekehrt haben und in Städte und Länder ausgewandert sind, die sie mit offenen Armen empfangen haben. Dieser Vorgang nennt sich im Englischsprachigen "braindrain" und bedeutet letztlich nichts anderes als "Gehirn-Abfluss", im Sinne von Talentschwund und dadurch in unmittelbarer Folge Abwanderung der Intelligenz. Akademiker, Künster und Kulturschaffende verlassen in Scharen dieses Land und niemand scheint sich besonders daran zu stören. Denn in Südtirol gibt es eine bestimmte gesellschaftliche, konservative, dem Besitz zugetanene Bevölkerungsschicht, die entweder aus dem Tourismus oder der Landwirtschaft kommt und der nichts mehr gelegen kommt, als dass diese Menschen nie wieder nach Südtirol zurückkehren, um die bestehenden Verhältnisse auch nicht im geringsten zu gefährden.
Wenn man sich dann weiters vor Augen führt, dass ein von minderjährigen Rappern mit migrantischem Hintergrund produziertes, wenig-professionelles Musikvideo für einen größeren gesellschaftlichen Aufschrei, mitsamt den einhergehenden, bösartigen, rassistischen Beißreflexen sorgt, als wenn ein Benefizfestival, das in monatelanger Kleinstarbeit geplant wurde, eine Woche vorher mit einer äußerst fadenscheinigen Begründung abgesagt werden kann, dann kann einem schon Angst und Bange werden.
Wenn mensch daraus folgend konstatieren muss, dass sich allzu viele schon längst an diese Dinge gewöhnt haben, dann kann das Fazit bzw. die Schlussfolgerung daraus nur lauten, dass eine eintönige Verdummung, eine geistig-moralische Zurückgebliebenheit mehr denn je von bestimmten Gruppierungen dieses Landes gewünscht und gefördert wird und den kreativen und musisch veranlagten Menschen zu verstehen gegeben wird, dass sie hier in diesem auf Tradition und Brauchtum, oder soll ich sagen, Geld bedachten Land, schlicht und einfach nicht willkommen sind. Wenn man sich dieser Dinge gesamtgesellschaftlich eingedenk wird und versteht, dass man es hier mit einer subtilen, nicht sofort erkennbaren Form von Gewalt zu tun hat, dann ist es mehr denn je an der Zeit, sich an den guten alten Platon zu erinnern, der damals schon wusste: "Kultur ist der Sieg der Überzeugung über die Gewalt." Wenn sich also nur mehr mutige und überzeugte Menschen in diesem Land diesen Missständen entgegenstellen und zusammentun würden - die Chance ist noch nie größer gewesen, eine Veränderung, einen Umsturz der bestehenden kulturellen und gesellschaftlichen Verhältnisse zu erreichen."

Thomas Kobler
Mitveranstalter Rock the Lahn und Vorstandsmitglied des Ostwestclubs

lunedì 1 settembre 2014

Polizei kriminalisiert antifaschistischen Protest

Text von AktivistInnen zu den Vorfällen am Samstag in Meran
"In Meran hat die Polizei am letzten Samstag versucht, antifaschistischen Protest gegen das hetzerische Treiben der neofaschistischen Partei „Forza Nuova“ einzuschränken. Wir waren trotzdem dort.
Nach dem großen Erfolg des Flashmobs um den Infostand der Neofaschisten vor einigen Wochen hatte Forza Nuova einen weiteren Infostand angekündigt. Am vergangenen Samstag, 30. August 2014, wurde der Infostand dann am Kornplatz in Meran aufgestellt.
Es ist klar, dass in Italien im Umgang mit dem faschistischen Lager viel falsch läuft; die Gesetzesgrundlagen für die Verfolgung solcher Bewegungen sind dürftig, und bei der Anwendung sieht es noch schlechter aus. Dass legitime und legale Protestaktionen dann aber mit polizeilichen Mitteln zu Verhindern versucht werden, ist inakzeptabel und wirft ein schiefes Licht auf die Verantwortlichen.
Was ist geschehen? Die von den letzten Erfolgen offensichtlich nicht erfreute Polizei hat die AntifaschistInnen bereits im Vorfeld davor gewarnt, wieder aktiv zu werden. Ihnen wurde unter anderem mit einer Anzeige gedroht, falls sie sich auch nur in der Nähe des faschistischen Infostandes aufhielten. Alle, die sich dem Platz nähern, würden zudem einzeln abfotografiert und aufgeschrieben.
Aber damit nicht genug: Die Polizeikräfte der Digos konnten es scheinbar nicht erwarten, dass jemand diese Auflagen missachtete, und versuchten, einige der AntifaschistInnen, die sich in einer Bar in der Altstadt zusammengefunden haben um später Flugblätter zu verteilen, einzuschüchtern. Mit Foto- und Videokameras versuchte ein Polizist in Zivil aus einigen Metern Entfernung Aufnahmen von den anwesenden Personen zu machen, die sich im Außenbereich der Bar aufhielten. Zudem wurde die Aufforderung geäußert, „die Gruppe in der Bar (!) soll sich jetzt auflösen, und für die Flugblattaktion sollte keine der Gruppen aus mehr als drei Personen bestehen."
Im Klartext: Demonstrationsfreiheit ist ein Grundrecht; es ist eine Pflicht, wenn faschistische Kräfte aufmarschieren. In Meran hat die Polizei alles daran gesetzt, dies zu verhindern, hat AktivistInnen eingeschüchtert und wie Kriminelle behandelt. So sieht es aus.
Andererseits: Im Anschluss wurde eine nur im oberen Teil des Zentrums genehmigte Flugblattaktion, durchgeführt, während Forza Nuova wieder einmal allein auf weiter Flur dastand. Die rund fünf Aktivisten aus Südtirol, von denen wohlgemerkt nur zwei aus Meran sind, mussten sich Verstärkung aus Trient und Verona holen, um hier den Schein von Präsenz zu wahren. Denn Fakt ist: Es gibt Forza Nuova nicht in Meran, weder als Organisation, noch als ernstzunehmende politische Kraft. Und wir werden alles tun, dass das auch so bleibt!"
Flyer der AntifaschIstinnen
FN Gazebo am Kornplatz / Meran
Neofaschistische Verstärkung von Außerhalb

domenica 31 agosto 2014

WIR KOCHEN UNSERE SUPPE SELBST

Viel Polemik gab es in den vergangenen Tagen rund um das "Miracle Hill Festival", das nach einem Verbot in die Industriezone nach Bozen verlegt wurde. Der folgende Text, der als Flyer auf dem Festival von einigen Besuchern verteillt wurde, kritisiert die allgemeine Politik und die Verbote wenn es um alternative Veranstaltungen in Südtirol geht:


NEHMT DIE KOCHLÖFFEL IN DIE HAND 


"Dieser Text bezieht sich auf keine bestimmte Gemeinde in Südtirol und auf kein bestimmtes Festival, da sich die Politik und Handlungspraxen kaum unterscheiden und immer wiederholen. Wieder einmal hat die Politik, gemeinsam mit ihrer rechten Hand, den Ordnungshütern, zu Gunsten einer konservativen, ausgrenzenden und profitorientierten Meinung entschieden. Wenn man nicht auf der Seite der Machthaber und Reichen steht, sich nicht kommerziell vermarktet, oder zu den Kastelruther Spatzen gehört, hat man in diesem scheinheiligen, vermodernden Land schon verloren. Von Kindesbeinen an wird uns eingetrichtert den Kopf nieder zu halten, da es uns auf unserem schönen Flecken Erde doch schon so gut gehe und wir doch schon so privilegiert seien. So werden täglich künstlerische Initiativen, alternative Veranstaltungen, nicht profitorientierte Projekte, Straßenmusiker und ganz allgemein junge Menschen boykottiert bzw. ausgegrenzt, ohne dass groß Wirbel darum gemacht wird! "Wir bieten euch doch eine kommerzielle Alternative, wir bieten euch Diskotheken und asphaltierte teure Festivalgelände, gebt euch mit dem kleinen .Knochen zufrieden und haltet euren Mund!'', wird uns vermittelt. Wir haben genug! Wir wollen uns nicht mehr alles bieten lassen! Wir WOLLEN KUNST UND KULTUR FÜR ALLE! Die letzten Vorkommnisse sind für uns der Tropfen der das Fass zum überlaufen bringt. Junge Organisatoren, Kulturschaffende und interessierte Jugendliche sind von Repression, Einschüchterungen und Kriminalisierung betroffen! Das ist unser Land! Es ist genug Platz für alle da! Werdet kreativ! Organisiert euch! Nehmt euer Schickt.al selbst in die Hand! Fight for our right to be! macht freie Kunst und zeigt den Autoritäten euren bunten Finger... ähhhmmm .. EURE KOCHLÖFFEL. WIR SUEDITOLER'INNEN KOCHEN UNS UNSERE SUPPE SELBST!"


PRENDIAMO IN MANO I NOSTRI MESTOLI


"Questo testo non fa riferimento né ad un preciso Comune dell'Alto Adige né ad un determinato festival, poiché i politici con i loro "sistemi operativi" si ripetono sempre distinguendosi raramente per le proprie scelte. Ancora una volta la politica, sostenuta dai supervisori braccio destro della legge, ha scelto a favore di un'opinione pubblica conservativa, marginale e avida. Se in questa nostra Provincia ipocrita e borghese non sali sulla barca di chi ha il potere di farsi ascoltare, se non ti omologhi o se non fai parte dei Kastelruther Spatzen, hai già perso in partenza.

Fin da piccoli veniamo indottrinati ad abbassare la testa, ad accontentarci di ciò che abbiamo, poiché ciò che abbiamo è già tanto: la nostra piccola bolla di sapone nel caos, privilegiati in questo nostro angolo di paradiso. Diventa quindi sempre più difficile creare un'iniziativa alternativa come eventi musicali/artistici e progetti no-profit. Artisti di strada, come gran parte della gioventù, vengono emarginati e standardizzati, senza che ciò faccia clamore o abbia anche solo una minima risonanza. "Non preoccupatevi giovani! Comunque vi vengono offerte alternative commerciali: avete discoteche e costosi luoghi cementati dove poter organizzare i vostri eventi.”Accontentandoci degli ossicini, teniamo la bocca chiusa! Ne abbiamo abbastanza! Quello che ci viene offerto non è ciò che vogliamo!

Gli ultimi eventi sono stati per noi la goccia che ha fatto traboccare il vaso, l'ennesimo sopruso. Organizzatori indipendenti, attivisti culturali e giovani interessati vengono intimoriti e criminalizzati dalla repressione, dal silenzio, dall'omertà. Questa è la nostra terra e di spazio ce n'è abbastanza per tutti!!! Cerchiamo di essere creativi, organizziamoci! Prendiamo il nostro futuro in mano. Organizziamoci!

Riprendiamoci i nostri spazi! FACCIAMO ARTE E RENDIAMOLA LIBERA, facciamo vedere il dito alle autorità! ...oops, facciamo vedere II MESTOLO alle autorità! FIGHT FOR YOUR RIGHT TO BE! ABBIAMO UN MINESTRONE DI IDEE E INIZIATIVE E LA ZUPPA CE LA CUCINIAMO DA SOLI!"


sabato 2 agosto 2014

Kreativer Protest - Forza nuova? Pagliacci!

Am heutigen Samstag den 02. August hat sich die neofaschistische Partei „Forza Nuova“ in Meran mit einer Unterschriftensammlung gegen „Immigration“ präsentiert. Einmal wieder versuchen die „Ewiggestrigen“ mit ihren plumpen Parolen und Forderungen auf Stimmenfang zu gehen. Die ausländerfeindliche und homophobe Partei versucht seit einiger Zeit wieder in Meran Fuß zu fassen.

Rund um einem „Gazebo“ in der Sparkassen-Straße versammelten sich am Vormittag an die Fünf Rechtsextreme, mit FN-Fahnen und Flyern. 

verkleidete AntifaschistInnen
Eine Gruppe von ca. 20 antifaschistischen AktivistInnen, deutscher sowie italienischer Muttersprache, hat einen spontanen Flash-Mob veranstaltet, um zu zeigen, dass in Meran kein Platz für Faschismus und Diskriminierung sei.
Mit Hüten, Perrücken, und Scherzbrillen ausgestattet gab es eine kleine „Trash-Party“ direkt vor dem Stand der Forza-Nuova. Unter den Augen der verdutzten Neofaschisten und Polizisten wurde die Situation auf absurde Weise ins lächerliche geführt. Nach einem Tanz und bei einem anschließenden Sit-In galt die ganze  Aufmerksamkeit der Passanten der verrückten Protestgruppe. Die Leute der FN störten sich an der Präsenz der Gruppe und konnten so gut wie keine Unterschriften sammeln. Alledem zum Trotz hat ein rechtsextremer Parteianhänger einen „Selfie“ von sich und den AntifaschistInnen im Hintergrund gemacht. Einer der Teilnehmer des Flashmobs erklärte, „er sei heute hierherzukommen um auf kreativer Art und Weise ein Zeichen gegen Neofaschismus zu setzen, die Faschisten würden sich hinter der demokratischen Fassade verstecken, welche aber klar erkenntlich eine rechtsextreme Ideologie ist, die von katholischer Tradition und Nationalismus geprägt ist. Auch wenn er mit der Perücke bewusst lächerlich aussieht, die richtigen Clowns seien unter dem Gazebo. Er sei für das friedliche Zusammenleben in Meran, und gegen nationalistischen Gruppen.“

Von den Passanten ignoriert, von den Antifaschisten ins lächerliche gezogen, und nach einem starken Regenschauer haben die Anhänger von Forza Nuova nach einigen Stunden mit langen Gesichtern ihre Sachen gepackt und haben sich aus dem Staub gemacht.

Meran hat ein weiteres Mal gezeigt dass es eine bunte und antifaschistische Stadt ist.



"Zugele" ums Gazebo der Faschisten

"Bexn" gegen Rechts


Quest'oggi, sabato 2 agosto, i neofascisti di Forza Nuova si sono presentati in piazza per una raccolta di firme contro l'immigrazione. Non è la prima volta che questo partito xenofobo e omofobo cerca di ritagliarsi uno spazio a Merano e anche oggi questi nostalgici relitti del passato hanno tentato di propagandare le loro idee violente e discriminatorie. Questa mattina al gazebo situato in via Cassa di Risparmio erano presenti cinque militanti con bandiere e materiale "informativo".

Una ventina di antifascisti e antifasciste, appartenenti sia al gruppo linguistico italiano che a quello tedesco, hanno dato vita ad un flash-mob spontaneo per dire a gran voce che a Merano non c'è spazio per il fascismo e la discriminazione.
Sit In
"Armati" di parrucche, cappelli e altri accessori hanno dato vita ad un piccolo "Trash-Party" e ad un sit-in di protesta proprio davanti allo stand neofascista, guadagnandosi le simpatie ed il supporto dei passanti. La presenza dei contestatori ha creato un notevole disturbo al gazebo neofascista, impedendo di fatto la raccolta delle firme. Per tutta risposta un forzanovista si è fatto un selfie con gli antifascisti come sfondo...
Uno dei partecipanti, interpellato da dei passanti, ha spiegato che: "oggi siamo qui per manifestare in modo creativo la nostra opposizione al neofascismo. Oggi i fascisti si trincerano dietro un'immagine apparentemente democratica, oltre la quale sono chiaramente riconoscibili un'ideologia di estrema destra basata sul nazionalismo e sull'estremismo cattolico. Sebbene le nostre parrucche ci facciano sembrare ridicoli, i veri pagliacci sono quelli sotto al gazebo. Noi siamo a favore di una pacifica convivenza a Merano, per questo manifestiamo contro i gruppi nazionalisti."

Schifati dai passanti, ridicolizzati dagli antifascisti e innaffiati da una generosa dose di pioggia i camerati decidono di abbandonare la piazza con diverse ore di anticipo rispetto a quanto pianificato. Ancora una volta Merano ha dimostrato la propria essenza di città aperta e antifascista.


domenica 15 giugno 2014

Fußball-WM und Faschismus

Heiß her geht es auf der Leserbrief-Seite der Dolomiten vom 13. Juni. Die Aussage des Bozner Bürgermeisters, dass es Bozen keine neofaschistische Italien Fans geben und dass alles nur normale Fanrivalität sei, wird von vielen kritisiert.
Wir meinen: Es sollte keine Fußball-WM brauchen um zu verstehen dass die Landeshauptstadt ein ernsthaftes Problem mit italienischen Rechtsextremisten hat, allen voran die Schergen von Casapound...

lunedì 19 maggio 2014

IN TRENTINO I FASCISTI ACCOLTELLANO - SOLIDARIETA' AD ANDREA

Il copione è sempre lo stesso in tutta Italia: viene inaugurata una sede fascista e, quasi per incanto, iniziano le aggressioni ai danni degli antifascisti locali. 
Il Trentino non fa eccezione. A seguito dell'apertura - per altro fortemente contestata - della sede di CPI in via Marighetto a Trento, è infatti iniziato uno stillicidio di aggressioni con cadenza quasi settimanale, in un crescendo di violenza verbale e fisica, che ha conosciuto il suo apice venerdì scorso ad Arco, quando i fascisti hanno tirato fuori le lame. A farne le spese Andrea, un antifascista, ricoverato d'urgenza al S. Chiara di Trento con il fegato perforato e altre lesioni. E' chiaro che questo episodio segna uno spartiacque inquietante: chi ha colpito puntava ad uccidere. I giornali gettano acqua sul fuoco parlando di banali risse tra ragazzi, cercando di negare l'inequivocabile sfondo politico delle aggressioni di queste settimane. Noi preferiamo parlare di violenza squadrista ai danni di compagni e compagne da sempre attivi su più fronti, dalla lotta contro il BBT a quella contro la base militare di Mattarello, una vera e propria "spina nel fianco" dell'altrimenti pacificata e sonnolenta regione. Non abbassiamo la guardia, non concediamo al fascismo, vecchio o nuovo che sia, spazi di agibilità politica.
Ad Andrea e a tutti gli antifascisti trentini vanno la nostra solidarietà ed un abbraccio fraterno.

ANTIFA MERAN

domenica 18 maggio 2014

Trentino: Violenza fascista

I FASCISTI HANNO ACCOLTELLATO UN RAGAZZO
ORA BASTA.

"Venerdì 16 maggio , verso l'una di notte, ad Arco, un fascista ha accoltellato un antifascista, che ora si trova all' ospedale Santa Chiara con il fegato perforato e varie lesioni. 
L'intenzione dei fascisti era quella di colpire gli organi vitali.
E' mancato poco che il ragazzo non morisse.
Da mesi abbiamo reso pubblico che i fascisti girano con i coltelli, e che a Trento di sono resi responsabili di diverse aggressioni. Sui muri è apparso un loro programma piuttosto esplicito: "più antifascisti bucati".
 

" L'Adige " e " Il Trentino " online parlano di un "battibecco" oppure di uno scontro tra "diverse tendenze politiche", omettendo di dire a quale aera politica appartiene l'accoltellatore.
Se l'accoltellato fosse stato un fascista i giornali avrebbero già aperto la caccia all'anarchico. 
Non si tratta di sviste, ma di una linea ben precisa, pianificata con la Questura.
I fascisti, in Trentino come in sempre più parti d'Europa, vengono spalleggiati dalle istituzioni e coperti dai giornali.
Proviamo schifo, ma non stupore.
 

Sveglia!
 

C'è bisogno di aggiungere altro? Volete aspettare il morto per mano fascista per poi lamentarvi dei "metodi violenti degli antifascisti"?
Fate finta di niente anche questa volta?"


Antifascisti e Antifasciste

http://trentoantifascista.noblogs.org/presidio-solidale-con-andrea/



LUNEDì 19 MAGGIO, ALLE ORE 17:00, SAREMO DAVANTI ALL'OSPEDALE SANTA CHIARA PER ESPRIMERE TUTTA LA NOSTRA SOLIDARIETA' AD ANDREA, E PER AFFERMARE CON FORZA UN MESSAGGIO MOLTO SEMPLICE: ORA BASTA.

Solidarietà con i compagni di Trento
Antifa Meran

venerdì 9 maggio 2014

Meran Resiste - Gruppe 25. April


Wir danken der Gruppe "Meran Resiste" für die interessanten und wichtigen Iniziativen rund um den 25. April.

giovedì 24 aprile 2014

25 April in Aktion!

Die einzelnen  Veranstaltungen am morgigen 25. April in Südtirol im Überblick:

Meran
Jugenddienst Lana-Tisens
  • 11.00: Gegen das Vergessen
Meran Resiste
  • 15.00: Antifaschistischer Stadtrundgang (Treffpunkt: Mazzini-Platz) 
  • Ein historischer Rundgang durch Meran Treffpunkt: 15:00 Uhr Mazzini Platz (Kreisverkehr bei FOS) Vom Mazziniplatz, über Freiheitsstraße, Lauben, Postbrücke bis ins Steinachviertel zum Psairer Tor; Dauer: 1 Stunde. Die dunkle Zeit des Faschismus und Nationalsozialismus hat in Meran zahlreiche Spuren hinterlassen. Straßennamen, Gedenktafeln, Stolpersteine und Denkmäler geben heute noch Auskunft über die Vorgänge und Tragödien, die sich unter der Herrschaft der Faschisten und Nazis in der Kurstadt abgespielt haben. Andere Spuren sind heute ohne das entsprechende Hintergrundwissen nicht mehr im Stadtbild sichtbar.
    Anlässlich des Tages der Befreiung werden wir uns am 25. April im Rahmen eines Stadtrundgangs auf ebendiese Spuren – die sichtbaren und die versteckten – im Meraner Stadtbild begeben. Wir tauchen dabei in eine Zeit ein, in der Meran von der Diktatur im Würgegriff gehalten wurde und Menschen aufgrund ihrer Religion, ethnischen Zugehörigkeit oder politischen Ausrichtung verfolgt, inhaftiert und in Konzentrationslager deportiert wurden.
    Eine Zeit, in der Antifaschisten noch bei Kriegsende auf offener Straße erschossen wurden und Partisanen in der Umgebung der Stadt aktiv waren. In die Zeit des Faschismus und der Resistenza in Meran.
    Der Stadtrundgang beginnt am Mazzini-Platz, führt an verschiedenen Stationen vorbei durch die Innenstadt und endet am Passeirer Tor.
    (mit Joachim Staffler, Student der Geschichte/Politik)

Bozen
Skateniamoci
  • 10.00 - 18.00 Torneo di calcio a 5 
  • 13.00 - 18.00 Food, Drinks and Music - Murjah Warriors & Radio Fontani selection - Sound System installed
  • 18.00 - 19.00 Aperitif und Vorlesungen 
  • 19.00 - 20.00 Jokerface 
  • 20.15 - 21.15 NH3 
  • 21.30 - 23.00 Los Fastidios 
  • 23.15 - 24.00 Murjah Warriors & Radio Fontani - Sound System inna the area (Roots/Dub selections)
Comitato LAC/Pippo
  • 12.00-21.00 GARDEN & INDOOR - Music, food, drinks, and more... mit Skankin' Drops, The Behavior, Jo Stöckholzer, Felix Lalù, Homies For Life, Aleesa, Joe Lello Country Club, Cinco Guitarreros Deluxe, The Homeless Band, Lene Morgenstern
Festival delle Resistenze
  • 11.00: Confronto e sintesi di 5 progetti dedicati alla memoria e ai giovani 
  • 11.30: History Line
  • 17.30: Mostra Il Cubo di Rubic
  • 18.30: Concerto I(R)esistenti
  • 21.00: Incontro Corrado Augias

sabato 12 aprile 2014

Meran Resiste - Gruppe 25. April

Staatsfeiertag. Feiertag. Frei, eben? Am 25. April scheiden sich die Geister, und das ist gut so: Steht dieses Datum ja für den entscheidenden Wendepunkt im Kampf gegen die verbrüderten Faschismen in Europa. 

Es hat freilich nicht Schluss gemacht mit diesem Kapitel der Geschichte und hat es auch nicht können, weil sich Ideologien nicht abschaffen lassen und nicht verbieten. Wohl aber kann man sie abdrängen und ausgrenzen, sich Räume zurückerobern, Verbündete gewinnen, Konsens schaffen. In Südtirol hat dies länger gedauert als anderswo, ja es reicht bis in die Gegenwart hinein. Nichtsdestotrotz ist der 25. April ein wichtiges Datum, als Statement gegen nationalistisches, rassistisches und patriarchales Denken: Die dumpfe Vergangenheit hallt eben auch in der Gegenwart wieder, überall dort wo diese Ideen neue Anhänger finden, Wahlsiege feiern, Herzen gewinnen. Gerade deshalb wollen wir den 25. April unter das Banner der vergangenen Siege und der zukünftigen Herausforderungen stellen: Schluss machen mit einer Geschichte heißt, eine andere beginnen.

Am und um den 25. April wollen mehrere parteilich ungebundene Organisationen und Privatpersonen der Meraner Zivilgesellschaft, darunter der OstWestClub, Colletivo Studentesco Merano, der Verein Integration rock, und die Antifa Meran, mit einer Veranstaltungsreihe diesen Gedenk- und Feiertag begehen. Die abwechslungsreichen und dezentralen Veranstaltungen in Meran sollen einen Bogen spannen vom Gestern ins Heute, von Musik und Kunst zu Vorträge zu Filmvorführungen, von Aktionismus zu Debatte und Diskurs – Eine Sensibilisierung des 25 April mit Südtirol-Schwerpunkt aus deutscher und italienischer Sicht. Des weiteren wird eine Zusammenarbeit unter gemeinsamen Namen mit dem jungen Organisationsteam des "Skateniamoci" Festival in Bozen angestrebt. 





Festa nazionale, giornata di festa. Giornata libera, appunto? Il 25 Aprile separa le opinioni: questa data rappresenta la svolta cruciale nella lotta contro i fascismi in Europa. Ovviamente la parola “fine” non è stata scritta in questo capitolo della storia e non potrebbe essere scritta, perché le ideologie non si possono abolire o proibire. Ma possono essere messi da parte e possiamo conquistare nuovi spazi, guadagnare alleati e creare consenso. 

In Sudtirolo questo processo ha richiesto più tempo che altrove, arrivando fino al presente. Tuttavia il 25 Aprile è una data importante, come simbolo contro i pensieri nazionalisti, razzisti e patriarcali: l'eco del passato torna nel presente, rintocca ovunque queste idee riescano a trovare nuovi sostenitori, dove si vincono elezioni o cuori. Per questo vorremmo metterci, il 25 Aprile, sotto lo stendardo delle passate vittorie e delle sfide future: porre fine a una storia significa cominciarne un'altra. 

Il 25 Aprile e intorno a quella data vorremmo organizzare una serie di eventi a Merano per ricordare questa festa e sfida, insieme a molte associazioni apartitiche e personaggi della società civile meranese, tra cui il Club EstOvest, il Collettivo Studentesco Merano, l'associazione “Verein Integration rockt!” e l'Antifa Merano. Gli eventi vari e decentrati a Merano devono essere un ponte per portare il passato nel presente, tramite la musica e l'arte ma anche lezioni e proiezioni, dall'azionismo fino a dibattitie e discorsi. Una sensibilizzazione per il 25 Aprile con un focus sul Sudtirolo da punto di vista tedesco e italiano. Vogliamo coinvolgere le organizzazioni, associazioni, artisti e persone. Inoltre vorremmo cooperare, sotto lo stesso nome, con i giovani organizzatori del festival “SKAteniamoci” di Bolzano.



KALENDER/CALENDARIO

 13.04 Ostwest Club 16:00 Uhr
Aperitivo studentesco Torneo calciobalilla + Concerto dei „Red Haze“

18.04 Lana  

S.T.A.R.- South Tyrol against racism Streetsoccer + Konzert mit Gassenstroiner, Oi Factory und Dead End Generation Supportet by BGR und CS

19.04 Meran, Kimm 19:00 Uhr
Easter Clash mit Talco, The Koalas, Sysyphos, Shanti Powa

23.04 Ostwest Club 19:30 Uhr
Movienight

24.04 Ostwest Club 20:00 Uhr
Zigori Club Special „Faschismus und Nationalsozialismus in Südtirol“ Moderation: Markus Lobis mit Hans Heiss (Historiker) und Carlo Romeo (Historiker)

25.04 Meran 15:00 Uhr
Antifaschistischer Stadtrundgang mit Joachim Staffler

25.04 Bozen 

Gemeinsame Fahrt zum Skateniamoci Festival

Meran Resiste on Facebook

lunedì 7 aprile 2014

L'intolleranza delle Sentinelle in piedi - commento

"Ritti, silenti e fermi vegliamo per la libertà d’espressione e per la tutela della famiglia naturale fondata sull’unione tra uomo e donna.La nostra è una rete apartitica e aconfessionale: con noi vegliano donne, uomini, bambini, anziani, operai, avvocati, insegnanti, impiegati, cattolici, musulmani, ortodossi, persone di qualunque orientamento sessuale, perché la libertà d’espressione non ha religione o appartenenza politica, ci riguarda tutti e ci interessa tutti." 

Così si presentano le Sentinelle sul sito sentinelleinpiedi.it . Ritti, silenti e fermi. "Vegliano", poiché paventano il capezzale della famiglia naturale. Come oggetti scenici, le Sentinelle in Piedi posano nelle piazze italiane per volere imporre la loro opinione su come la famiglia dovrebbe essere: tradizionale. La libertà d'espressione è un caposaldo della cultura democratica, e le Sentinelle se ne prendono gioco. Vorrebbero dirci che la lotta di una minoranza per il riconoscimento della parità di diritti debba misurarsi con la verità, o l'incondizionalità, di un'opinione che difende "la natura". Perché la destra guardi a Rosseau oggi, cercando di intuire un possibile stato di natura delle cose, uno stato in cui l'uomo e la donna siano "buoni", è difficile da comprendere. Lo fanno per paura: per un omofobo l'omosessualità è un germe che va estirpato colpendo le persone "malate". Ma come mai, potrebbero davvero essere "infettati"? Perché mai? Combattono poiché credono che l'omosessualità stia diventando un'istituzione, un "nuovo ordine" del mondo latente e dominante, una "lobby gay" capace di dirigere il corso degli eventi. Un po' come la ka$ta… 

Certo, un figlio cresciuto da una coppia omogenitoriale potrebbe essere discriminato in società. Ma allora, la negazione di alcuni fantomatici "diritti dei bambini" non sarebbe condotta dalle coppie omogenitoriali bensì dalla società che li prende a carico a scuola, al lavoro, al parco, sull'autobus, in mensa, per strada, fra amici e coetanei. Oggi, il problema del bullismo nelle scuole miete centinaia di vittime in tutta Italia: sono i bulli a rovinare psicologicamente le persone, non una coppia che si prende cura dei propri figli. Le Sentinelle in Piedi, oltre a presentarsi con un apparenza mistica e protestando metafisicamente, spesso si oppongono economicamente o politicamente alle campagne di sensibilizzazione condotte nelle scuole contro il bullismo. Quasi esclusivamente, lottano assiduamente contro le campagne di sensibilizzazione che incoraggino gli studenti a non discriminare, non escludere e punire ragazzi e ragazze omosessuali. Le Sentinelle in Piedi si fanno scudo, in modo fittizio, di un'idea che gli serve solo per dimostrare la loro intolleranza verso la comunità omosessuale. Fra l'altro, si servono di alcuni "strumenti", i bambini, per seminare il panico e la diffidenza nella società civile: che una coppia gay rovini i figli e li cresca o gay o lesbiche, deboli e disadattati? Si, tanto è vero che le coppie eterosessuali, "naturali", crescono solo figli eterosessuali, forti e capaci. 

giovedì 3 aprile 2014

"Bozen hat ein Faschoproblem": Erneutes Konzert angekündigt

Bronson mit CP-Fahne
Bozen, weiter gehts: Wie bekannt wurde soll am 25. April ein weiteres Rechtsrock Konzert in Bozen stattfinden. Diesmal, ganz ohne Geheimnistuerei, in der "Rockaforte". Es soll die Rechtsrock-Band "Bronson" aus Rom, die der faschistischen Bewegung Casapound nahe steht, spielen.
 

Der 25. April ist der Tag der Befreiung vom Faschismus, der Liberazione und der Resistenza! Traurig aber wahr, dass gerade in Bozen, einer Stadt die wegen ihrer Vergangenheit Verantwortung zeigen müsste, ein solches Konzert stattfinden soll.
 

WIR aber werden den 25. April gemeinsam in Bozen mit unseren Freunden vom "Skateniamoci Festival" feiern. Denn der Faschismus sollte nur an einem Ort Platz haben: In den Geschichtsbüchern!
 

Ora e sempre!

 Wir verweisen hierzu auf die Bemerkung der Brennerbasisdemokratie:

"...wie passend: am 25. April. Welch ein Hohn… genau den Tag, als die Befreiung vom Faschismus (!) gefeiert werden soll, wollen die Ewiggestrigen nutzen, um uns vorzuführen, wie lebendig sie nach wie vor sind und wie unbehelligt sie in Südtirol agieren können.
Immerhin bleiben jetzt drei Wochen Zeit, um dies zu verhindern. Sonst? Kann man immer noch sagen, man werde beim nächsten Mal besser aufpassen."


UPDATE: 


Auch die neofaschistische Band "Blind Justice" hat sich angekündigt. Auf ihrer Facebookseite posten sie ein Bild mit dem Titel "Blind Justice is back! 25th Aprile live in Bolzano. See you there motherfucker! Up the Fascism!" Zu sehen ist das Siegesdenkmal in Bozen bei einer Kranzniederlegung. Hohn und Spott für die Opfer deutscher und italienischer Muttersprache des Nationalsozialismus/Faschismus. So etwas darf in Bozen nicht sein!
Unseren Informationen zufolge wollen die Bozner Neofaschisten das Konzert nach Trient verlegen.
Facebookseite von Blind Justice

martedì 1 aprile 2014

Neonazi Konzert Rückmeldung - "Konzert fand statt"

Wir fragen uns was beim Rechtsrock Konzert am Samstag in Leifers los war: Wie kommen die Bozner Faschos immer wieder an Lokalitäten und Genehmigungen um so was zu organisieren? War das wahrscheinliche Auftreten der deutschen rechten Kult-Band "Kategorie C" neben den anderen italienischen Fascho-Bands womöglich ein Versuch deutschsprachige und italienische Rechtsextremisten in Südtirol näher zusammen zu bringen?

Dolomiten vom 31.03.2014

Corriere dell'Alto Adige
Im Bericht der Dolomiten behauptet der Verwalter der Black Box, ein ehemaliger Gemeinderat der Lega Nord, es hätte kein rechtsextremes Konzert gegeben, sondern nur ein Konzert mit "disziplinierten Gästen". Ob dies nur eine versuchte Abschwächung der Tatsachen ist, oder ob wirklich einige der Bands nicht aufgetreten sind, ist noch unbekannt. Fakt ist, die Faschos wollten das Konzert bis zum Schluss geheim halten. Auf mehreren Eventseiten wurde das Konzert beworben, "nähere Informationen zum Ort gab es erst zwei Tage vorher. Zudem die abgebildeten Symbole von Video und Foto Verbot auf dem Konzertflyer. Auch gab es eine mögliche Falschinformation zur Ablenkung, laut den Informationen dieser Seite findet es auf Schloss Ried statt. 
 
Mögliche Falschinfo zur Ablenkung
Offizieller Konzerthinweis auf der Seite der VFS

Laut Augenzeugen hat man am Samstag im Raum Bozen und Leifers mehrere Gruppen Rechtsextremer gesehen. Ob die sich nur bei einem schönen Spaziergang die Sonne auf die Glatze schienen liesen?

UPDATE: "Bürgermeisterin Liliana Di Fede bestätigt nun doch den Auftritt von rechtsextremen Musikgruppen in der „Black Box“ Also doch: Das Konzert, welches am vergangenen Samstag im Leiferer Veranstaltungsort „Black Box“ stattfand, hatte einen rechtsextremen Hintergrund."
Quelle: Dolomiten, siehe Bild

Dolomiten 01.04.2014

sabato 29 marzo 2014

Neonazi Konzert der "Veneto Fronte Skinheads" in Bozen

Am Samstag den 29.03.2014 soll im Raum Bozen ein Konzert mit einschlägigen Bands aus der italienischen und deutschen rechtsextremen Szene stattfinden. Als Veranstalter tritt die Gruppe "Veneto Fronte Skinheads" auf. Der VFS ist bekannt als rechtsextremistische Organisation, deren Mitglieder schon in den 90er Jahren wegen Anstiftung zu Rassenhass verhaftet wurden. Immer wieder wurden große Events mit rechtsradikalen Bands aus ganz Europa organisiert, die vor einem großen Publikum ihre xenophoben, hetzerischen und menschenfeindlichen Songs und Ansichten verbreiteten.
Flyer zum Nazi-Konzert in Bozen
Die angekündigten Bands:

1. Battle Dogs ist eine Rechtsrock Band aus Griechenland, sie scheinen die Headliner des Abends zu sein.

Linea Ostile 2013
2. Linea Ostile ist eine Band mit Mitgliedern aus Bozen und Trient, die Verstrickungen zu dem Neonazi-Netzwerk Blood&Honour aufweist und bereits zwei Mal mit der Lunikoff Verschwörung auf der Bühne stand. Der Sänger der Lunikoff Verschwörung ist kein anderer als der bekannte Neonazi Michael Regener. Dieser wurde wegen seiner Aktivitäten mit der wohl bekanntesten deutschen Neonaziband „Landser“ zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Seine Band wurde vom deutschen Kammergericht als kriminelle Vereinigung eingestuft. Texte wie „Kanacke verrecke“ oder „Opa war Sturmführer bei der SS“ zeigen die klare Ausrichtung der Band.

Da verwundert einen auch nicht der Slogan der Band Linea Ostile: Reich´n´Roll mit einem Reichsadler im Hintergrund.


Auch für ein Memorial-Konzert für den wohl bekanntesten Neonazi der Welt Ian Stuart Donaldson, der Begründer des Blood&Honour-Netzwerkes war und von Naziskinheads weltweit angehimmelt wird, als Sänger der legendären Whitepower-Band Skrewdriver, war die Band zu gewinnen.

3. Kategorie C ist eine deutsche Band, die der Bremer rechtsextremen Hooligan-Szene entspringt und gerne für Kameradschaften und die NPD aufspielt. Einige der Aktivitäten sollten kurz erwähnt werden: Am 31. März 2001 trat die Band auf einer Party zum 20-jährigen Bestehen der Dortmunder Neonazi-Hooligantruppe Borussenfront um Siegfried Borchardt auf. Im Oktober 2006 trat Ostendorf unter anderem mit Annett Müller, Michael Müller und Agitator auf der von Eckart Bräuniger (NPD) angemeldeten Solidaritäts-Demo mit Konzert für den inhaftierten Landser-Sänger Michael „Lunikoff“ Regener vor dem Gefängnis in Berlin-Tegel auf. Quelle: Wikipedia.

Dabei verweisen wir auch auf einen Artikel des Störungsmelder, um aufzuzeigen in welchen Kreisen sich die Band bewegt: „Offensichtlich hat die Band “Kategorie C” um den Sänger Hannes Ostendorf, die immer wieder vorgibt “unpolitisch” zu sein, keine Scheu ganz offen bei einer militanten Neonaziorganisation aufzutreten, die in der Bundesrepublik verboten ist.“

4. Letzen Endes sollte auch die Band „Nessuna Resa“ beleuchtet werden. Diese scheint eine Freundschaft mit den „Linea Ostile“ aufrechtzuhalten, da immer wieder gemeinsame Konzerte gespielt werden. Das nächste Mal bei einem Memorial-Konzert für vier Neonazis, die bei einem Autounfall in Rom ums Leben gekommen sind. Nessuna Resa spielte auch erst vor kurzer Zeit mit einer der bekanntesten italienischen Fascho-Bands: Legittima Offesa. Poetisch anklingend fordert Nessuna Resa ein Europa unter der Schwarzen Sonne und erzählt wie unter den Emblemen von Runen immer noch marschiert wird. Dies kann als eine Assoziation mit der SS gedeutet werden.

"Risorgi, Europa, sotto il vessillo del sole nero!
Irradia le stelle senza luce in un firmamento guerriero!
E con l'emblema delle rune stiamo marciando ancora!
Su questa distesa di rovine con lo sguardo fisso verso l'aurora!"



Gerüchten zufolge soll das Konzert in der Black Box in Leifers stattfinden, offiziell bestätigen können wir das aber nicht.
+++Update: Das Konzert findet definitiv in der Black Box in Leifers statt.+++

lunedì 10 marzo 2014

Saluto romano e "Sieg heil" Casapound Bolzano

 Cori nazisti e botte a otto giovani nel raid dei giovani di Casapound

"La sera del 21 marzo dello scorso anno, Marcello Ruffo ha festeggiato la festa di laurea in scienze della comunicazione in due bar, frequentati dai giovani antagonisti. Ma forse ha un po' esagerato.
Se si legge il capo d'imputazione, infatti, nel giro di un paio d'ore ha raccolto le accuse di tentata minaccia e violenza, porto abusivo del coltello estratto nei due locali per passare poi a quelle più gravi di lesioni, rissa e danneggiamento, aggravate dall'aver commesso questi fatti con finalità razziste, intonando «Faccetta nera», facendo il saluto romano e urlando più volte «Sieg heil». Insieme a lui, sono finiti nei guai anche il trentino Gabriele Poli, 21 anni, i bolzanini Andrea Bonazza, 32 anni e Patrick Stecher, 20."

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sabato 15 febbraio 2014

Green Arrows - Bozner Band im Neonazi-Umfeld

Die Bozner Band „Green Arrows“ kommt nicht zur Ruhe. Dieses Jahr feiert sie ihr 15-jähriges Bestehen und heute wollen wir einen kleinen Rückblick auf die letzten Jahre der Band wagen.

RAC, Rechtsrock, Casapound: Im neofaschistischen und neonazistischen Umfeld scheint sie sich auf jeden Fall heimisch zu fühlen. Während sie auf der Südtiroler Musikszene-Seite „airbagpromo“, als Hardcore-Band aufgelistet wird und Mitte 2012 ihr Musikvideo ebenfalls beworben wurde.



Am 25.01.2014 spielten sie in „Zentraleuropa“ ein Konzert, welches unter anderem auf der Seite „Nationale Revolution“ beworben wird und den Titel „Ihr seid unvergessen“ trägt. Wes Geistes Kind die Veranstaltung ist, offenbart sich bei Begutachtung des Flyers.


Neben dem Symbol der „Schwarzen Sonne“ auf dem Flyer, welches sich in der Neonazi-Szene äußerster Beliebtheit erfreut, sollte man einen Blick auf die weiteren teilnehmenden Bands werfen.

Die Band Exzess nahm 2010, 2012 und 2013 am „Rock für Deutschland“ teil. Das Rock für Deutschland ist ein neonazistisches Festival, welches von der NPD organisiert wird und laut Verfassungsschutz den Zweck verfolgt „mehr Teilnehmer für öffentlichkeitswirksame Aktionen der Partei zu gewinnen, die Akzeptanz der NPD im aktionsorientierten rechtsextremistischen Spektrum zu steigern und in der Öffentlichkeit größere Präsenz zu zeigen

Die Infothek Dessau beschreibt den Auftritt folgendermaßen: 
 

„Im Anschluss hetzten die Rechtsrocker von „Exzess“ u.a. mit Coversongs von „Die Lunikoff Verschwörung“ gegen den „Multikulti-Staat“, lobpreisten die Soldaten der „Wehrmacht“ als Helden und verkündeten: „der Morgen wird unser sein … nichts bändigt unsre deutsche Wut!“ Als der Sänger zwischen zwei Titeln mehrmals die Worte „Ruhm und Ehre“ ins Mikro raunte, ergänzten die Fans vor der Bühne begeistert: „Ruhm und Ehre der Wehrmacht“. „Ich glaube, das sollte man ausnutzen, wenn man das mal singen darf“, kommentierte der Sänger, bevor er nach einem Hinweis vom Veranstalter spöttisch meinte: „Ich soll darauf aufmerksam machen, dass hier keiner den Arm hebt, um zu gucken, ob er Sonnenbrand unter dem Arm hat.“ Scheinbar hatten auch die Organisatoren die Hitlergrüße im Publikum bemerkt. Kurz darauf quittierten die Rechtsrock-Fans die Ansage mit den Sprechchor: „Ruhm und Ehre der Waffen-SS!“„


Auch die Band Hausmannskost zeigt unverhohlen ihre rechtsextreme Fratze in Liedern wie „Deutsches Volk wach auf!“ oder „In Uniformen sind wir Brüder“.  Zuletzt trat die Band zum 20-jährigen Bestehen der „Kameradschaft Karlsruhe“ im Oktober in Söllingen auf.

Die anderen Bands auf den Flyer haben ebenfalls alle einen rechtsradikalen Hintergrund.



Schon 2011 waren Green Arrows in Deutschland zu Gast. Man spielte mit weiteren National Socialist Hardcore Bands im Thinghaus in Grevesmühlen, welches von dem NPD-Mitglied Sven Krüger geleitet wurde und in die Schlagzeilen kam, wegen eines Grills im Garten mit der menschenverachtenden Aufschrift „Happy Holocaust“.


Saluti romani in Athen
Auch 2012 zeigt Green Arrows ihre Nähe zu neonazistischen Organisationen wie Blood&Honour, zum Beispiel bei einem Besuch im SkinhouseHellas in Athen.
Auf der Homepage zeigen die Veranstalter, dass sie ausschließlich nationalistische und rechtsextreme Bands auftreten ließen. Von den Deutschen Faustrecht, zu den Briten Brutal Attack, über die Belgier Les Vilains zu den Italienern Civico88. Alle diese Bands sind im Netzwerk der rassistischen, nationalistischen und fremdenfeindlichen Blood&Honour situiert, welche das Ziel verfolgt nationalsozialistische Ideologie mithilfe von Musik zu verbreiten.


Das Label der Band, welches sich Black Shirts Records nennt, nannte sich aus einem klaren Grund so. Beim Betreten der Seite wird man nämlich von faschistischen Schwarzhemden aus den 1920ern begrüßt. Auf der Seite selbst kann man sich unter der Abteilung T-Shirts gleich mit einschlägiger Bekleidung eindecken.



Bei einem Blick in die CD-Sammlung bestätigt sich die Richtung des Labels: Eine Compilation mit dem Titel „White Pride World Wide“ oder „Soundtrack for a White Revolution“ lässt keinen Zweifel mehr an der klar rassistischen und menschenverachtenden Ausrichtung




Das neuste Lied der „unpolitischen Band“ (Selbstbezeichnung) ist Dmytro Yakovets gewidmet. Dmytro, ein rechtsradikaler Ukrainer, der während des Aufhängens eines Spruchbands von einem Zug überfahren wurde, wird im Lied „Warriors don't die“ zu einem Helden stilisiert. 

Die Antifa Meran hat auch schon früher auf diese Band hingewiesen: