sabato 8 novembre 2008

Appello: Mobilizzazione contro Strache

Mobilisierungsaufruf gegen den Südtirol-Besuch von Heinz-Christian Strache (FPÖ) im Dezember! // Appello di mobilizzazione contro la visita di Heinz-Christian Strache (FPÖ) nel dicembre!
"Mehrere Einladungen von Verbänden und Schützenkompanien" aus Südtirol gebe es, bekennt Strache im Dolomiten-Interview vom 5.11. - eigentlich dies schon ein Skandal. Während der Südtiroler Schützenbund gegen Rechtsextremismus demonstrieren (einseitig zwar, aber immerhin), laden sich einige Kompanien einen Spitzenexponent einer Partei ein, die gewiss als sehr weit rechts stehend bezeichnet werden muss. Strache weiter: "Es ist noch kein Termin fixiert, aber es wird voraussichtlich einen Besuch im Dezember geben."
Strache - ein Populist und Rassist übelster Sorte. Die FPÖ - ein Tummeplatz von Rechtsextremisten und Nazifreunden, die auf europäischer Ebene mit Rechtsextremisten aller Coleur kollaboriert, unter anderem in der (aufgelösten) ITS-Fraktion im Europaparlament und beim Anti-Islam-Kongress in Köln.
Strache kommt, wir mobilisieren: Sollte Strache wirklich kommen, darf unser Protest kein leiser sein! Solche Figuren haben in Südtirol nichts verloren, ihre menschenfeindliche Ideologie darf durch solche "Staatsbesuche" nicht salonfähig gemacht bzw. relativiert werden! Alle antifaschistisch eingestellten Südtiroler(innen) sind aufgefordert, sich an den Vorbereitungen zu beteiligen und sich bei uns zu melden! In diesem Sinne: Grenzen dicht für Strache-Wicht!

venerdì 7 novembre 2008

Ist das der Antifaschismus der Schützen?

Im März 2008 feierte die Schützenkompanie "Franz Höfler" Lana ihr 50-jähriges Bestehen. Und lud sich dazu den allseits bekannten österreichischen Rechtsextremen Otto Scrinzi (2.v.l.) ein.

2003 wurde Scrinzi, vom Schützenbund schlicht als "langjähriger Nationalrat unseres Vaterlandes Österreich" betitelt, und mit dem Ehrenkreuz der Schützen geadelt. Im selben Jahr war Scrinzi Redner bei der Josef-Noldin-Gedenkfeier in Salurn - und als Hans Heiss dies zu kritisieren wagte, hagelte es gleich Vorwürfe, Heiss vertrete faschismusfreundliche Positionen (hier).
Aber wer ist dieser Scrinzi? Die Datenbank des Dokumenationsarchivs des österreichischen Widerstandes spuckt bei der Eingabe seines Namens eine nicht enden wollende Liste von Berichten über Betätigungen im und an der rechtsextremen Szene Österreichs (www.doew.at > Volltextsuche). Und das unabhängige Informationsportal
Blick nach Rechts bringt die Sachlage mit folgender Definition auf den Punkt: "Scrinzi war einst SA-Sturmführer und NSDAP-Mitglied, später FPÖ-Vize und ist heute die Gralsgestalt des Blut-und-Boden-Flügels des österreichischen Rechtsextremismus."
Scrinzi von den Schützen mit dem Ehrenkreutz geehrt. Morgen demonstrieren diese in Bozen gegen Rechtsextremismus. Mit Glaubwürdigkeit hat so ein Verhalten nicht viel zu tun.
(Bildquelle: Schützenkompanie Franz Höfler Lana)

Selbsternannte Antifaschisten

Sie nennen es “Antifaschismus”. Es ist ein sonderbarer, ein begrenzter Antifaschismus. Ein einseitiger Antifaschismus. Ein Antifaschismus, den man deshalb unter Anführungszeichen setzen muss.

Die Schützen wenden sich nur gegen den italienischen Faschismus. Die Faschisten aus dem eigenen ethnischen Lager sind hingegen willkommen. So luden sie vor Jahren Jörg Haider ein (dass er nicht kam, ist nicht von Belang). Dass er mit seinen Aussagen zum 3. Reich, mit seiner Ausländerhetze und mit der Antislowenen-Politik - und in allem mit poulistischen, Hass schürenden Vereinfachungen ein Faschist war, störte nicht. Die Schützen holten sich auch einen Revisionisten für eine Fortbildung. Der Umstand wurde zunächst geleugnet … dann aber verteidigte ein strammer Schütze diese Wahl und wetterte gegen die “Linken”, die den Revisionisten scharf kritisiert hatten (herbe Kritik kam aber von Kräften der Mitte, etwas von Landesrätin Sabina Kasslatter-Mur). Wären die Schützen tatsächlich Antifaschisten, wäre dieser Schütze sofort rausgeflogen, und der Revisionist hätte nie einen Kurs halten können.Die Schützen holten aber auch mehrmals Otto Scrinzi. Er ist ein Freund der National-Zeitung, einer der Chef-Ideologen des äußeren rechten Lager.
Oder aber Maran: er konnte seine Nazi-Sprüche ungestört anbringen, die Aufrufen zur Bücherverbrennung (”könnten wir doch wie einst Hitler”), seine sonderlichen Theorien zu Israel: alles blieb unanangestatest. Unbeanstandet blieb auch der Aufruf anderer Rechtsextremisten, das Land italienerfrei zu machen.Gelöscht wurde aber Étranger, der schützen-kritisch war: offensichtlich hatte der Schützenbund sein Forum sehr genau im Griff, fand aber an den Nazi-Parolen und weiteren rechtsextremen Postings nichts Anstößiges. Gelöscht wurde erst, als die Presse schrieb (und selbst da nicht alles).O-Ton: Faschisten und Nazis haben gemeinsam weltweit (und auch in Südtirol) viel Unheil angerichtet. Ihre Freundschaften haben sie immer wieder auch in Südtirol vor dem Faschistendenkmal kundgetan.
Das ist eine Verharmlosung des Natioanlsozialismus. Dieser hat nicht nur zusammen mit dem Faschismus in Europa wild gewütet. Die Formulierung der Schützen blendet das eigenständige Vorgehen der Nazis aus. Das gilt auch für Südtirol: Als das Land zur Operationszone Alpenvorland gehörte, haben hiesige Nazis (in den meisten Fällen ohne faschistische Hilfe) Andersdenkende, Dableiber in den Tod geschickt. Dies reden die Schützen damit auch weg. Auch die jüdissche Gemeinschaft in Südtirol wurde vor allem durch die (hiesigen) Nazis ausgelöscht.
O-Ton: Eine Teilnahme von Heinz Christian Strache an unserer Veranstaltung kann nur im Lichte einer klaren Distanzierung von neofaschistischen Kreisen in Italien stehen“, betonte Bacher. Eine Distanzierung vom Austrofaschismus in Österreich wir nicht verlangt. Dieser Faschismus stört nicht.
[Text von Mateo Taibon, Veröffentlichung mit dessen freundlicher Genehmigung]

giovedì 6 novembre 2008

Sticker-Wettbewerb #2

Mittlerweile sind alle Motive angelangt. Puoi votare per il tuo bozzetto preferito.
Das Siegermotiv wird in einer Auflage von (mindestens) 1000 Stück gedruckt - natürlich erhält der/die Sieger/-in eine ausreichende Menge an Sticker. Alle Motive sind als Entwürfe zu verstehen - es kann und wird noch kleine Änderungen im Bereich der Qualität/Anordnung Adresse und Logo geben. Dies möge daher bei der Wahl unberücksichtigt bleiben.
Zum Abstimmen hier rechts deinen Favoriten anklicken. Du kannst bis am 13.11. um 24 Uhr voten.

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Motiv 1 - Rechts wirds eng
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Motiv 2 - Antifascist Fist
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Motiv 3 - Mario
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Motiv 4 - Fisch
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Motiv 5 - Opinion
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Motiv 6 - Old Shit
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Motiv 7 - Eye
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Motiv 8 - 100cm2
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Motiv 9 - Lauter schreien
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Motiv 10 - Bremsen
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Motiv 11 - Our City
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Antifa Meran reagiert auf "Kritik"

Heftige Reaktionen auf die Stellungnahme zur Schützen-Demo in Bozen waren auf zwei Südtiroler Blogs zu lesen. 
Der eine (MazingaZeta) wird von Lorenz Puff von der Süd-Tiroler Freiheit betrieben, der andere (So sig i's) stammt von einem bestimmten Michi aus dem Burggrafenamt. Beide werfen der Antifa Meran Linksextremismus und Gewalttätigkeit vor und begründen das mit dem Handeln von Antifa-Gruppen in Deutschland:
Jachim Staffler bezog auf dem Blog von "So sig i's" Stellung, der Kommentar ist etwas lang ausgefallen und wird vom Blog-Inhaber daher in einen Beitrag eingearbeitet. Hier der Kommentar.


Es ist wirklich lange her, dass ich so herzhaft lachen durfte, wie dies bei der Lektüre dieses Artikels der Fall war. Zunächst zu ihnen, lieber Herr Raphael Mayrhofer. Ich bin immer an einer politischen Diskussion interessiert, aber dann bitte sachlich und mit stichhaltigen Argumenten. Sie urteilen wohl gerne über Leute, die sie nicht kennen? Zur Bestätigung ihrer These wird es ihnen sicher nicht schwer fallen, konkrete Beispiele, für die vermeintliche faschistische Einstellung der Antifa Meran vorzulegen. Wo genau geben wir uns denn als vermeintliche “Linksfaschisten” zu erkennen gegeben?Ich empfehle ihnen sich etwas politische Bildung, besonders im Bereich der Definitionen politischer Begriffe, anzueignen. Faschismus ist nämlich untrennbar mit nationalistischen Gedankengut verbunden. Ein Faktum, das ihnen wohl egal ist. Sie bedienen sich lieber rechtsextremen Vokabulars.
So und jetzt zum Verfasser des Artikels. Sie sehen in der Antifa eine politisch homogene Masse, was jedoch nicht der Fall ist. Es gibt immer mehr Antifa Gruppen, die sich klar mit Israel solidarisieren. Ein bisschen Recherche, bevor man unqualifizierte Aussagen trifft, würden sicher hilfreich sein.
Unsere Kritik richtet sich dagegen, dass offenbar kein Interesse daran besteht Italiener an der Kundgebung zu beteiligen. Dabei brauchen wir gerade die italienische Bevölkerungsgruppe, um mit dem Faschismus in Südtirol endgültig abzuschließen. Wieso richtet sich der Aufruf der Schützen nicht auch an die Italiener? Der Protest der Schützen wird nicht von uns zu einem antiitalienischen Protest gemacht werden, wohl aber von den italienischen Rechtsparteien. Dies wird ihnen auch sehr leichtfallen, da es keine italienische Beteiligung am Protest gibt und für viele Italiener der Eindruck entstehen wird, die Kundgebung richtet sich gegen sie. In Bozen gibt es eine Gruppe von Partisanen. Wieso ladete man diese nicht, genauso wie die italienische Bevölkerung, offiziell ein? Das wäre ein Zeichen gewesen. 
Die einzige Keule, die hier eifrig geschwungen wird, ist jene des Linksextremismus. Offenbar haben sie unsere Arbeit sehr genau beobachtet, um zum Schluss zu kommen wir wären Extremisten. Auch hier hätte ich nur gerne ein einziges Beispiel, das auf eine extremistische Einstelllung unsererseits hinweisen würde. Ich opfere sicher nicht viel meiner Freizeit für die Arbeti für die Initative für mehr direkte Demokratie oder bin Mitglied bei “Amnesty International”, um mich anschließend von Unwissenden als Extremist beleidigen zu lassen. Unwissenheit und Ignoranz sind sowieso zwei Wörter, die mir beim studieren ihrer Gedankengänge immer wieder in den Sinn gekommen sind.
Wo genau haben wir denn bitte Kritik im Keim erstickt? Wir geben jedem Interessierten die Möglichkeit, sich im Forum und GB unzensiert zu äussern (selbst Neonazis), was in Südtirol noch lange keine Selbstverständlichkeit ist. Weiters haben wir uns immer bemüht auf unseren Blog alle Seiten zu Wort kommen zu lassen. Von einer Unterdrückung anderer Meinungen oder dem Abblocken von Kritik keine Spur, aber sie werden mich mit ausgewählten Beispielen noch sicher vom Gegenteil überzeugen.
In der Tat sollte jedem Südtiroler, der in Geschichte bewandert ist, Faschismus und NS zuwiderlaufen. Die Betonung liegt auf sollte. Die in unserem Artikel genannten Polemiken sind nuneinmal Fakt. Ein Anitfaschismus in Südtirol kann nur zweisprachig sein und sich aus der Ablehnung von Faschismus und NS speisen. Es wäre schön zu sehen, dass sich die Schützen mit der gleichen Energie gegen Neonazis wenden würde, wie sie dies bei italienischen Faschisten machen. Wer die gestrige Sendung “Pro und Contra” verfolgt hat, wird sich auch berechtigt fragen, wieso die Schützen am 9. November, den Jahrestag der Reichsprogrommnacht, nicht auch den ermordeten Juden gedenken. In Innsbruck wurden unzählige Geschäfte zerstört und vier Juden umgebracht. Die Schützen sehen Tirol doch als Einheit. Warum gedenkt man also nicht auch diesen Ereignissen, und sei es nur durch eine kurze Kranzniederlegung am jüdischen Friedhof? Immerhin liegt die Teilung Tirols, an die man auch gedenkt, länger zurück als diese Geschehnisse. Darin sehen wir das Problem. In Südtirol wird immer nur auf den Faschismus der anderen Sprachgruppe verwiesen, der in den eigenen Reihen aber allzuoft ausgeklammert oder nicht thematisiert. Die Aussage von Herrn Bacher war symptomatisch. Auf die oben genannte Problematik angesprochen antwortete er man wolle sich zunächst um die italienischen Denkmäler kümmern. Genau durch diese Einstellung konnte die braune Pest erst so sehr auf Südtirol übergreifen. Jahrzehnte lang war mensch immer nur daran interessiert gegen den italienischen Faschismus vorzugehen. Der Einsatz gegen Faschismus ist immer zu würdigen, dabei kam aber die Geschichtsaufarbeitung in der eigenen Sprachgruppe zu kurz, was dazu führte, dass der NS nie vollkommen bewältigt wurde.
Wir müssen endlich zusammen arbeiten - Deutsche wie Italiener. Das haben die Schützen immer noch nicht begriffen und gerade deswegen wird dieser Protest die Kluft zwischen den Sprachgruppen eher vergrössern, als sie zu verkleinern. Eine etwas ausführlichere Analyse unseres Artikels hätte auch zu einem bessern Verständniss geführt. In Italien gibt es eine starke post- und neufaschistische Bewegung, ohne Frage. Gleichzeitig gibt es aber eine ebenso starke antifaschistische Gegenbewegung. Diese anzusprechen versuchen die Schützen gar nicht erst. Eine Differenzierung findet nicht statt. Es heisst immer nur wir gegen Italien. Wieso wendet man sich nicht an, die vom Verfasser genannten, demokratischen Italiener, um gemeinsam mit ihnen gegen die faschistischen Relikte zu protestieren? Wieso sind Italiener nicht zur Kundgebunng eingeladen? Sind sie kein Teil Südtirols? Gehören sie nicht zu unserer Gesellschaft? Haben sie nicht ein ebensolchers Interesse die Schatten der Vergangenheit zu beseitigen? Diese Fragen habe ich vielen Schützen gestellt. Auf eine Antwort warte ich immer noch.
“Also im Artikel darunter wettert die Antifa Meran gegen den italienischen Staat der Faschisten beschützt und gegen die rechtsextreme italiensiche Regierung und jetzt wird jeder Zusammenhang zwischen italienischem Staat und Faschismus abgestritten?” Zunächst haben wir die Geschehnisse in Rom analysiert und bewertet. Dabei haben wir auf die Verquickung von Sicherheitskräften und Faschisten hingewiesen und auf die Rolle der Regierung, die sofort einen Sündenbock präsentierte, aufmerksam gemacht. Wir "wettern" gegen die momentane Regierung, die deutliche faschistoide Züge aufweist, jedoch nicht gegen den italienischen Staat. Das ist ein kleiner aber bedeutender Unterschied. Die jetzige Regierung gehört besser heute als morgen nach Hause geschickt, damit eine neue, antifaschistische, Südtirol - und autonomiefreundliche an die Macht kommt.
Diese Differenzierung findet bei den Schützen nicht stattt. Für diese ist Italien IMMER der Feind. So ist unsere Aussage zu verstehen und mensch muss in seinem Horizont schon sehr eingeschränkt sein, um dies nicht zu verstehen.
Kommen wir abschließend noch zu den mehr als lächerlichen Vorwürfen bezüglich der Bilder. Zunächst bleibt festzuhalten, dass die Aussage diese würden von unserer Website stammen eine Lüge ist. Wir haben keine dieser hier gezeigten Bilder auf unserer Website. Davon kann sich jeder überzeugen. Ein kurzer Überblick über unsere Aktionen, Stellungnahmen, Artikel und Programme zeigt deutlich, dass wir uns immer klar von Gewalt als Mittel der politischen Auseinandersetzung diszanziert haben. Alles andere ist eine Lüge. Der Verfasser des Artikels hat wohl noch immer nicht verstanden, dass die Antifa-Bewegung ein Konglomerat aus den unterschiedlichsten politischen Ansichten ist. Wo wir stehen haben wir bereits zur Genüge gezeigt.
Ersichtlich wird die Unwissenheit des Verfasser besonders darin, dass er die Antifa als antisemitisch hinstellt, wenige Worte später jedoch mit dem Spruch “Bomber Harris do it again” aufwartet, wohl nicht wissend, dass es sich dabei um prozionistische und israelfreundliche Gruppen handelt, die diese Spruch verwenden. Scheinbar weiss sich der Autor nicht mehr anders zu helfen, als haltlose Anschuldigungen in den Raum zu werfen. Die Antifa Meran ist selbstverständlich linksextrem, deswegn unterstützt sie ja auch die Initative für mehr Direkte Demokratie und Friedensnetzwerke. Wir haben noch nie einen einzige Stein gworfen, verachten Uniformen, haben noch nie eine Fahne verbrannt oder uns noch nie menschenverachtend geäussert. Viel mehr macht unsere Solidarität vor keinen sprachlichen, kulturellen oder ethnischen Grenzen hat. Offenbar findet es der Autor legitim uns Sachen vorzuwerfen, auf die wir keinen Einfluss haben, statt uns nach unseren Taten zu messen. Demnach könnten wir den Verfasser des Artikels genausogut für die Vorgänge in den amerikanischen Folterlagern oder den Kriegen in Afghanistan und dem Irak verantwortlich machen, schließlich sind die US-Amerikaner auch Demokraten. Von solch billigen Tricks sehen wir aber ab. So tief sind wir noch nicht gesunken.
“Ich finde es eine Frechheit, wenn solch eine Organisation wie die Schützen derart diskreditiert. Die Methoden der Antifa erinnern doch eher an Ernst Röhms S.A., sie sind teils uniformiert und Gewaltbereit, dulden keine andere Meinung, verehren Symbole wie schwarze Fahnen und das Anarchiezeichen übermäßig und ihre bevorzugte Form von “Protest” ist der Kampf auf der Straße.” Dieser Abschnitt hat mich am meisten zum lachen gebracht. AUSGERECHNET VON SCHÜTZEN, ODER IHNEN NAHESTEHENDEN PERSONEN, MÜSSEN WIR UNS VORWERFEN LASSEN UNFIORMIERT AUFZUTRETEN (GLÜCKLICHERWEISE WERDEN UNIFORMEN BEI DEN SCHÜTZEN STRIKT ABGELEHNT), DIE VEREHRUNG VON SYMBOLEN ZU BETREIBEN (TIROLFAHNEN BEISPIELWEISE?) ODER EINEN HANG ZU KAMPF (DIE SCHÜTZEN BLICKEN WAHRLICH AUF EIN HÖCHST FRIEDVOLLE GESCHICHTE ZURÜCK) NACHSAGEN LASSEN?
Alles in allem werden in diesem Artikel schlecht recherchierte Halb- und Unwahrheiten verbreitet, sowie Klischees bedient, die über das mangelnde Argumentationsmuster hinwegtäuschen sollen.

mercoledì 5 novembre 2008

Roma: Attacco fascista alla RAI


Gegen Mitternacht sind am Abend des 4. November rund 40 rechtsextreme Aktivisten in den RAI-Hauptsitz eingedrungen, um gegen die Berichterstattung und die Tatsache zu protestieren, dass in der soeben zu Ende gegangenen Sendung von "Chi l'ha visto" Bilder von den Ausschreitungen rechter Schläger zu sehen waren, die während der jüngsten Studentenproteste auf der Piazza Navona gegen protestierende Schüler und Studenten vorgegangen waren. (mehr auf dem Blog von Markus Lobis)


Link: 

I soliti pazzi

Alle Jahre wieder... kommen die Neofaschisten zum Siegesdenkmal, um ihre Kränze zu deponieren. Auch heuer wieder marschieren Alleanza Nazionale und Unitalia im Gleichschritt.
Am Vormittag des gestrigen 4. November legten Exponenten der südtiroler Alleanza Nazionale (u.a. Alessandro Urzi) und Vertreter der Unitalia sowie einige aus dem italienischen Rechts-Außen-Spektrum Kränze am Siegesdenkmal in Bozen nieder - offiziell, um den Gefallenen die Ehre zu erweisen.
Wie kein anderer Ort steht der Siegesplatz und das von den Faschisten errichtete Siegesdenkmal für die Unterdrückung der Südtiroler Bevölkerung durch Mussolini. Andererseits - und gänzlich unabhängig von dieser Interpretation - dient es vielen italienischsprachigen Südtiroler(inn)en als Identifikationsmerkmal. Ein ideologisch stark polarisierender Ort also.
Der Aufmarsch (italienischer) nationalistischer und neofaschistischer Gruppen geschieht somit vor dem Hintergrund der ethnischen Spannungen in Südtirol: Einerseits dient er als Bekräftigung des Nationalgefühls, andererseits als Pfeil in Richtung deutsche Sprachgruppe, die sich auch regelmäßig darüber empört (siehe Dolomiten-Berichterstattung). Der faschistisch/faschistoide Geist schwebt dabei immer mit.
Vor allem aber zeigt es uns eines: Der Rechtsextremismus in Südtirol kann nur durch die Zusammenarbeit italienisch- und deutschsprachiger Südtiroler und durch die Überwindung der trennenden Barrieren wirksam bekämpft werden. Die Ladiner als (lachende?) Dritte sind zwar nicht direkt beteiligt, könnten aber als die eigentlich zu schützende Minderheit in Südtirol als solche eine wichtige Rolle spielen.
Nochmals: Die Demonstration der Schützen ist als solche gut und ein wichtiges Zeichen an all jene, die glauben, als Neonazi ein "guater Sidtirouler" zu sein. Für die Lage in Südtirol, wo der ethnische Konflikt der beste Nährboden für rechtsextremistisches Gedankengut ist, sind solch einseitige Vorstöße ohne die Miteinbeziehung der italienischsprachigen Südtiroler kontraproduktiv. Daher: Quer durch alle Schichten, durch alle Sprachgruppen: Antifascisti Sudtirolesi!
(Bildquelle: Dolomiten)

martedì 4 novembre 2008

Piazza Navona: Eine Rekonstruktion Teil 2

Als Reaktion auf die kursierenden Halb- und Unwahrheiten rund um die Ausschreitungen in Rom, werden auf youtube immer mehr Videos veröffentlicht, die sich mit den Geschehnissen auf der Piazza Navona auseinandersetzen.
Auf ein Video möchten wir besonders aufmerksam machen, da es recht anschaulich die Ereignisse darlegt, die schließlich zur Auseinandersetzung auf der Piazza Navona führen. In diesem Video ist klar ersichtlich, dass die Faschisten mit diversen Waffen ausgerüstet, Jagd auf Demoteilnehmer machen.

Die Lügen der Faschisten und der Regierung fallen langsam in sich zusammen. Nichtsdestotrotz ist für die Protestbewegung in Italien ein großer Schaden entstanden, da die bis dato friedlichen Proteste nun, durch die Strategie der Regierung, mit Gewalt in Verbindung gebracht werden. Umso mehr ist es wichtig die Schüler und Studenten im Kampf um ihre Rechte zu unterstützen.
Solidarität ist eine Waffe!

Piazza Navona: eine Rekonstruktion

Der Versuch einer Rekonstruktion der Ereignisse in Rom bei der Studentendemo auf der Piazza Navona aufgrund diverser Berichte. Von Joachim Staffler.
Stein des Anstosses für die Ausschreitungen auf der Piazza Navona sind Ereignisse, die sich gegen 10:30 abspielten. Die Faschisten kamen mit einem eigenen Lautsprecherwagen zur Demonstration gegen die neue Schulreform in Rom, an der sich tausende Studenten und Schüler beteiligten. In diesem Lautsprecherwagen befand sich ein ganzes Arsenal an Waffen, die bei den späteren Auseinandersetzungen eingesetzt wurden. Komischerweise ist dieser ohne Kontrollen zur Demo gelangt, obwohl alle anderen Teilnehmer untersucht wurden. Hier ist dies sehr gut ersichtlich.
  • Aufmarsch der Rechten
Der bekannte Journalist Curcio Maltese von der "Repubblica" war auch vor Ort und schildert die Vorfälle so: "Es ist ungefähr Mittag, etwa 20 Schwarzhelme werden in den Auseinandersetzungen von den anderen isoliert. Um sich mit den Kameraden wieder zu vereinigen, gehen sie seitlich aus Piazza Navona heraus. Sie durchqueren, Schlagstöcke in der Hand, ungestört den Polizeicordon und kommen durch die Via Agonale wieder auf den Platz zurück. Ich beschließe ihnen zu folgen, werde aber von einem Polizisten angehalten. "Wo gehen Sie hin?" Ich werde mir bewusst, dass ich keinen Schlagstock bei mir habe und damit verdächtig bin. Während er meinen Journalistenausweis kontrolliert bemerke ich, dass gerade eben zwanzig vorbeigegangen sind. Der Witz des Polizisten ist denkwürdig: "Wir haben sie nicht bemerkt." Aus der Gruppe der Beamten kommt ein Signal. Ein Polizist zu einem anderen: "Die Scheißkommunisten kommen an" [gemeint ist der Demo-Zug von Studenten der Uni Sapienza und einiger Leute von Sozialzentren]. Der andere antwortet: "Dann gehen wir auf den Platz, um die Unseren zu schützen?" "Ja, aber nicht gleich." Der Vizepolizeichef kommt vorbei: "Wenig Geschwätz, Visiere runter." Der Link dazu hier.
  • Gewalt gegen Demoteilnehmer
Die Faschisten versuchten also, durch die Tatenlosigkeit der Polizei mit Waffen ausgerüstet, in die vorderste Reihe der Demo zu gelangen. Beobachter berichten, dass sie "Duce, Duce" skandiert hätten und ihren Lautsprecherwagen an die Spitze der Demo setzen wollten. Viele Anwesende wehrten sich gegen diese Vereinnahmung des Protests seitens der Rechtsextremen, was diese mit Angriffen auf Personen beantworteten. Es gab mehrere Verletzte. In italienischen Tageszeitungen sind Berichte von Jugendlichen veröffentlicht worden, die ihre Erlegbnisse schildern. Eine Zusammenfassung von Augenzeugenberichten hier. Curcio Maltese gibt hier noch einmal einen Überblick darüber, was er gesehen hat. Einige junge Menschen, die bei den Vorfällen dabei waren, bestätigen ebenso, dass die Faschisten gezielt Leute angegriffen haben (hier). Eine anwesende Professorin erklärt, sie habe gesehen, wie Faschisten einige Jugendliche mit Ketten und Stöcken angegriffen hätten (hier).
  • Antifaschisten greifen ein
Nach dem Angriff der Faschisten, bei dem es zu mehreren Verletzten kam, trifft eine große Gruppe von Leuten aus den centri sociali ein, die von diesen Vorkommnissen hören und sich den Faschisten natürlich sofort in den Weg stellen. Die Situation eskaliert. Die Faschisten sind bewaffnet (von der Polizei ist im übrigen nichts zu sehen), während die unbewaffneten Antifaschisten ihnen alles entgegenwerfen, was in griffweite liegt. Nachdem die Faschisten zurückgedrängt werden tauchen schließlich die Carabinieri auf und trennen die beiden Parteien.
  • "I miei ragazzi"
Nun ist es sehr interessant zu sehen, welch freundschaftliche Beziehung Faschisten und Polizei pflegen: Video ab Minute 7. Polizisten und Faschisten kennen sich beim Namen und der Anführer der Rechten meint zu den anwesenden Carabinieri beschwichtigend "Sono i miei ragazzi". Ein weiterer Faschist, der an der Auseinandersetzung beteiligt war, diskutiert inzwischen in aller Seelenruhe mit anderen Polizisten (hier). Augenzeugen berichten, dass die Faschisten die Polizisten mit Namen begrüsst und sie sofort auf die Linken angesetzt hätten und diese als Urheber der Krawalle denunzierten.
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Zusammenfassung:
Die Faschisten tauchen bewaffnet auf der Demo auf und versuchen sich an die Spitze des Zuges zu setzen. Wer sich dagegen ausspricht wird verprügelt. Die Polizei glänzt durch Abwesenheit und hat offenbar wenig Interesse daran, zu verhindern, dass sich Bewaffnete in den Demozug einreihen. Als die Leute aus den centri sociali auftauchen kommt es zur Konfrontation, oder besser gesagt einer legitimen Antwort auf das Verhalten der Faschisten. In der Folge werden diese zurückgeschlagen, bis plötzlich überall Polizei auftaucht und die Faschisten aus der Gefahrenzone bringt. Vergleicht man das Videomaterial dieser Verhaftungen mit dem Umgang mit Demonstranten beim G8 Gipfel 2001 in Genua, ist die Bezeichnung "mit Samthandschuhen anfassen" für den Umgang der Sicherheitskräfte mit den Faschisten noch untertrieben.
  • Imperium Berlusconi
Es ist schon merkwürdig. Wenige Tage nachdem Berlusconi erklärt hatte, er würde die Proteste beenden, kommt es zu Auseinandersetzung und die Protestbewegung wird in ein schiefes Licht gerückt. So z.B. hier , wo es so hingestellt wird, als hätten die Studenten grundlos randaliert. DAS ist die Arbeitsweise des Medienimperiums Berlusconis. Gezielte Falschinformation über politische Gegner. Schon läuft die Propagandawelle an und die Linken werden als Sündenböcke für die Auseinandersetzung präsentiert (hier).
  • Cossiga redet Klartext
Francesco Cossiga (ital. Senator, ehem. Democrazia Cristiana und Ex-Staatspräsident) hat in einem Interview bereits klargestellt, wie die Regierung gedenkt den Protest zu beenden. Auszug aus einem Interview:
Wie würden Sie mit den Studenten umgehen?
Ich würde sie agieren lassen. Die Polizeikräfte aus den Straßen und Universitäten zurückziehen, die [Protest-]Bewegungen mit
provozierenden Agenten infiltrieren, die zu allem bereit sind, und die Demonstranten zehn Tage lang wüten, Geschäfte auszuplündern, Autos anzünden und die Stadt verwüsten lassen.
Und dann?
Dann, mit dem nationalen Konsens,
sollte der Lärm der Krankenwagensirenen den Lärm der Polizei- und Carabinierifahrzeuge übertönen.
Wie meinen Sie das?
Ich meine es so, dass die
Polizeikräfte kein Erbarmen haben sollten und alle ins Krankenhaus schicken. Keine Verhaftungen, die Magistrate würden sie [die Studenten] sofort wieder auf freien Fuß setzen, man sollte auf sie [auf die Studenten] einprügeln und auch auf die Dozente einprügeln, die sie anstiften.
Auch auf die Dozenten?
Besonders auf die Dozenten.
Präsident, das ist ein Paradox, oder etwas nicht?
Ich meine nicht die älteren, klar, aber die jungen Lehrerinnen schon. Sind Sie sich im Klaren, was zur Zeit vor sich geht? Es gibt Lehrer, die Kinder indoktrinieren und sie auf die Straßen bringen: das ist ein kriminelles Verhalten.
Und sind Sie sich im Klaren, was nach dieser Handhabung in Europa über uns gesagt werden würde? “In Italien kehrt der Faschismus zurück”, das würden sie sagen.
Schwachsinn;
das ist die demokratische Kur; die Flamme löschen bevor der Brand ausbricht. (Quelle; Originalquelle)
Die demokratische Kur? Wir nennen das Repression und stehen mit unserer Solidarität an der Seite der protestierenden Studenten!

lunedì 3 novembre 2008

Schützen protestieren "gegen Faschismus, für Tirol"

Am 8. November veranstaltet der Südtiroler Schützenbund einen Protestmarsch unter dem Titel "Gegen Faschismus, für Tirol" quer durch Bozen.
Sind die Schützen jetzt (nach all den Polemiken um rechtsextreme Referenten und Kompaniekommandantschaften mit zweifelhaften Beziehungen zu Rechtsaußen) Antifaschisten geworden? Fast scheint es so, betrachtet man genannte Veranstaltung und insbesondere eine Mitteilung dazu: 
"Gegen Faschismus = Gegen Nazis"
Schützenbund gegen Rechtsextreme, egal welcher Sprachgruppe! Ob Italienisch oder Deutsch: Der Südtiroler Schützenbund macht darauf aufmerksam, dass Personen, die offen rechtsextremes Gedankengut zeigen, dafür bekannt sind oder durch ihr Auftreten in diese Richtung provozieren, bei der Kundgebung "Gegen Faschismus - Für Tirol!" wie auch bei allen anderen Feiern des Südtiroler Schützenbundes weiterhin unerwünscht sind. [...] 
Faschisten und Nazis haben gemeinsam weltweit (und auch in Südtirol) viel Unheil angerichtet. Ihre Freundschaften haben sie immer wieder auch in Südtirol vor dem Faschistendenkmal kundgetan, wie nachfolgende Fotos beweisen. Aus diesem Grund kann das Auftreten von Faschisten, Nazis, rechtsextremen Skinheads, Nationalisten und autonomen Nationalisten nur als Provokation gewertet werden. Ihr Erscheinen, um unsere Kundgebung zu stören, ist nicht auszuschließen. 
Mit wie auch immer geartetem Extremismus will der Südtiroler Schützenbund nichts zu tun haben." (Quelle)
Natürlich befürworten wir diesen Vorstoß seitens des Schützenbundes gegen Rechtsextremismus und können ihn nur gutheißen. Dennoch würden wir der Veranstaltung nicht beiwohnen. Abgesehen vom Veranstalter selbst, der sexistisch (Gleichberechtigung von Frauen und Männern ist in keiner Weise gegeben) und militaristisch (waffenverherrlichend) auch in anderen Punkten diskriminierendes Gedankengut vertritt, gibt es auch in der Ausrichtung der Demonstration zwei grobe Kritikpunkte:
1. Die Schützen wenden sich zwar gegen Rechtsextremismen beider Sprachgruppen, schließt die italienische aber in ihrem Aufruf aus: "Bei dieser Kundgebung mit anschließendem Protestmarsch werden die deutschen Parteien Südtirols in einem Manifest aufgefordert...", heißt es im Flugblatt. Und weiter: "Ziel aller deutschen Parteien muss [...] sein, ein vereintes Tirol zu erreichen." Dies ist ganz im Sinne der Ideologie der Schützen, welche sich als deutsch-südtiroler Vereinigung sehen (auch wenn es im Trentino welschtiroler Schützen gibt). Dennoch verschließen sie sich der italienischen Sprachgruppe in Südtirol und fühlen sich als Bewahrer der deutsch-südtiroler Kultur und Tradiditon.
2. Das Ziel der Veranstaltung ist von einer unseligen Vermischung von politischen Zielen gekennzeichnet, welche den in Punkt 1 dargelegten Antiitalianismus fortführt. Denn das Ziel des Protestmarsches ist nicht nur ein Ausdruck der Ablehnung von Rechtsextremismus, sondern auch die Einforderung "ein[es] freie[n], unabhängige[en] Tirol[s]". Es ist auch ein Protest gegen den - wohlgemerkt italienischen - Staat, der den Südtirolern das Recht auf Selbstbestimmung verwehrt. In einem Zug werden so faschistische Relikte, Rechtsextremismus und der italienische Staat in einen Topf geworfen. Dies führt das alte, aus der Zeit der Diktaturen und der Option stammenden Bild, nämlich dass Italiener mit Faschisten gleichzusetzen sind, unverändert fort. Beide Forderungen dürfen einfach nicht so unverschämt zusammengemischt werden, da sie sonst falsche Botschaften suggerieren - Botschaften, die ganz im antiitalienischen Sinn der Schützen sein dürften.
Insgesamt also eine gute Aktion, aber mit groben Schönheitsfehlern. Denn Antifaschismus hört nicht bei einer Sprachgruppe auf!
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Artikel zum selben Thema (in italiano):

domenica 2 novembre 2008

Solidarität mit italienischen Studierenden!

In ganz Italien gehen Studentinnen und Studenten auf die Barrikaden, um gegen die Bildungspolitik der Regierung Berlusconi zu protestieren.
Wir alle, Arbeitende oder Auszubildende, sollten den in Italien Studierenden unsere Solidarität ausdrücken und leiten hier einen Aufruf italienischer Student(inn)en weiter.
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LEGGETE E AGITE IN QUALCHE MODO
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Il nuovo governo, approfittando dell'estate, ha approvato il 25 giugno 2008 con la fiducia un decreto che modifica profondamente la struttura dell'università:
Ci sarà un taglio di 500 milioni di euro in 3 anni alle università, e poi oltre 400 milioni ogni anno (Art. 66 comma 13) per alcuni atenei questo potrebbe significare la chiusura. Altrimenti: Con il nuovo decreto le università  pubbliche potranno scegliere se diventare fondazioni private o meno (Art. 16). Ci saranno anche notevoli limitazioni alle nuove assunzioni (20% dei posti liberati per i primi 3 anni) (Art. 66).
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PERCHE' DOVREBBERO DIVENTARE FONDAZIONI PRIVATE?
Per riuscire a finanziarsi aumentando le tasse agli studenti, che non avrebbero più un limite di legge. Le tasse infatti potrebbero aumentare a dismisura, anche raggiungendo i 6-7000 euro l'anno, sul modello delle università  americane. Inoltre le fondazioni verrebbero finanziate da enti privati, come ad esempio le industrie farmaceutiche (forse le sole a poterselo permettere), e tali enti finirebbero per tagliare le gambe a tutti quei settori universitari e di ricerca che non rientrano nei loro interessi. Ma soprattutto sarebbero le ricerche a venir danneggiate pesantemente,non più spinte dal puro interesse culturale e sociale, ma dai fondi messi a disposizione e dalle commissioni dirette degli enti stessi!!
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E IL FUTURO?
Università  di serie A e di serie B in base alle disponibilità  economiche degli studenti, quindi titoli di studio dal differente peso e possibile perdita del valore legale di questi. I collettivi dei vari atenei organizzeranno assemblee per approfondire le conseguenze dei cambiamenti in atto, portati avanti da governi sia di destra che di sinistr* di anno in anno, che minacciano quella che DOVREBBE ESSERE una UNIVERSITA' LIBERA PUBBLICA E DI MASSA. Gli studenti, i ricercatori e i professori si stanno già muovendo e i corsi quest'anno non partono per protesta, ma un problema così grave é ancora poco conosciuto. 
Infatti il problema più grave é che nessuno sa niente, i media non ne hanno parlato, se non per screditare a titolo di minoranza chiunque abbia protestato contro questo assurdo disegno di legge! Dobbiamo riuscire a bypassare il muro dei giornalisti e delle televisioni controllate da questo governo (maggioranza + opposizione, sia chiaro!!) per far sapere, perché tutto questo non passi indifferente!!
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AIUTACI! L'UNIVERSITA' è DI TUTTI! non solo degli student@. FAI GIRARE QUESTA MAIL A TUTTI I TUOI CONTATTI, anche se non student@, é importante che tutti sappiano e se ne parli!
 
PER ULTERIORI INFORMAZIONI:
Questa non é una protesta politica ma nell'interesse di tutti, ma gli studenti di sinistra per ora sono gli unici a interessarsi del problema insieme ai ricercatori e ai professori. Aiutaci a mobilitare tutti perché questo decreto potrebbe cambiare irrevocabilmente l'aspetto dell'istruzione italiana e quindi del paese. UN POPOLO IGNORANTE E' PIU' FACILE DA COMANDARE!
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