sabato 29 marzo 2014

Neonazi Konzert der "Veneto Fronte Skinheads" in Bozen

Am Samstag den 29.03.2014 soll im Raum Bozen ein Konzert mit einschlägigen Bands aus der italienischen und deutschen rechtsextremen Szene stattfinden. Als Veranstalter tritt die Gruppe "Veneto Fronte Skinheads" auf. Der VFS ist bekannt als rechtsextremistische Organisation, deren Mitglieder schon in den 90er Jahren wegen Anstiftung zu Rassenhass verhaftet wurden. Immer wieder wurden große Events mit rechtsradikalen Bands aus ganz Europa organisiert, die vor einem großen Publikum ihre xenophoben, hetzerischen und menschenfeindlichen Songs und Ansichten verbreiteten.
Flyer zum Nazi-Konzert in Bozen
Die angekündigten Bands:

1. Battle Dogs ist eine Rechtsrock Band aus Griechenland, sie scheinen die Headliner des Abends zu sein.

Linea Ostile 2013
2. Linea Ostile ist eine Band mit Mitgliedern aus Bozen und Trient, die Verstrickungen zu dem Neonazi-Netzwerk Blood&Honour aufweist und bereits zwei Mal mit der Lunikoff Verschwörung auf der Bühne stand. Der Sänger der Lunikoff Verschwörung ist kein anderer als der bekannte Neonazi Michael Regener. Dieser wurde wegen seiner Aktivitäten mit der wohl bekanntesten deutschen Neonaziband „Landser“ zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Seine Band wurde vom deutschen Kammergericht als kriminelle Vereinigung eingestuft. Texte wie „Kanacke verrecke“ oder „Opa war Sturmführer bei der SS“ zeigen die klare Ausrichtung der Band.

Da verwundert einen auch nicht der Slogan der Band Linea Ostile: Reich´n´Roll mit einem Reichsadler im Hintergrund.


Auch für ein Memorial-Konzert für den wohl bekanntesten Neonazi der Welt Ian Stuart Donaldson, der Begründer des Blood&Honour-Netzwerkes war und von Naziskinheads weltweit angehimmelt wird, als Sänger der legendären Whitepower-Band Skrewdriver, war die Band zu gewinnen.

3. Kategorie C ist eine deutsche Band, die der Bremer rechtsextremen Hooligan-Szene entspringt und gerne für Kameradschaften und die NPD aufspielt. Einige der Aktivitäten sollten kurz erwähnt werden: Am 31. März 2001 trat die Band auf einer Party zum 20-jährigen Bestehen der Dortmunder Neonazi-Hooligantruppe Borussenfront um Siegfried Borchardt auf. Im Oktober 2006 trat Ostendorf unter anderem mit Annett Müller, Michael Müller und Agitator auf der von Eckart Bräuniger (NPD) angemeldeten Solidaritäts-Demo mit Konzert für den inhaftierten Landser-Sänger Michael „Lunikoff“ Regener vor dem Gefängnis in Berlin-Tegel auf. Quelle: Wikipedia.

Dabei verweisen wir auch auf einen Artikel des Störungsmelder, um aufzuzeigen in welchen Kreisen sich die Band bewegt: „Offensichtlich hat die Band “Kategorie C” um den Sänger Hannes Ostendorf, die immer wieder vorgibt “unpolitisch” zu sein, keine Scheu ganz offen bei einer militanten Neonaziorganisation aufzutreten, die in der Bundesrepublik verboten ist.“

4. Letzen Endes sollte auch die Band „Nessuna Resa“ beleuchtet werden. Diese scheint eine Freundschaft mit den „Linea Ostile“ aufrechtzuhalten, da immer wieder gemeinsame Konzerte gespielt werden. Das nächste Mal bei einem Memorial-Konzert für vier Neonazis, die bei einem Autounfall in Rom ums Leben gekommen sind. Nessuna Resa spielte auch erst vor kurzer Zeit mit einer der bekanntesten italienischen Fascho-Bands: Legittima Offesa. Poetisch anklingend fordert Nessuna Resa ein Europa unter der Schwarzen Sonne und erzählt wie unter den Emblemen von Runen immer noch marschiert wird. Dies kann als eine Assoziation mit der SS gedeutet werden.

"Risorgi, Europa, sotto il vessillo del sole nero!
Irradia le stelle senza luce in un firmamento guerriero!
E con l'emblema delle rune stiamo marciando ancora!
Su questa distesa di rovine con lo sguardo fisso verso l'aurora!"



Gerüchten zufolge soll das Konzert in der Black Box in Leifers stattfinden, offiziell bestätigen können wir das aber nicht.
+++Update: Das Konzert findet definitiv in der Black Box in Leifers statt.+++

lunedì 10 marzo 2014

Saluto romano e "Sieg heil" Casapound Bolzano

 Cori nazisti e botte a otto giovani nel raid dei giovani di Casapound

"La sera del 21 marzo dello scorso anno, Marcello Ruffo ha festeggiato la festa di laurea in scienze della comunicazione in due bar, frequentati dai giovani antagonisti. Ma forse ha un po' esagerato.
Se si legge il capo d'imputazione, infatti, nel giro di un paio d'ore ha raccolto le accuse di tentata minaccia e violenza, porto abusivo del coltello estratto nei due locali per passare poi a quelle più gravi di lesioni, rissa e danneggiamento, aggravate dall'aver commesso questi fatti con finalità razziste, intonando «Faccetta nera», facendo il saluto romano e urlando più volte «Sieg heil». Insieme a lui, sono finiti nei guai anche il trentino Gabriele Poli, 21 anni, i bolzanini Andrea Bonazza, 32 anni e Patrick Stecher, 20."

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sabato 15 febbraio 2014

Green Arrows - Bozner Band im Neonazi-Umfeld

Die Bozner Band „Green Arrows“ kommt nicht zur Ruhe. Dieses Jahr feiert sie ihr 15-jähriges Bestehen und heute wollen wir einen kleinen Rückblick auf die letzten Jahre der Band wagen.

RAC, Rechtsrock, Casapound: Im neofaschistischen und neonazistischen Umfeld scheint sie sich auf jeden Fall heimisch zu fühlen. Während sie auf der Südtiroler Musikszene-Seite „airbagpromo“, als Hardcore-Band aufgelistet wird und Mitte 2012 ihr Musikvideo ebenfalls beworben wurde.



Am 25.01.2014 spielten sie in „Zentraleuropa“ ein Konzert, welches unter anderem auf der Seite „Nationale Revolution“ beworben wird und den Titel „Ihr seid unvergessen“ trägt. Wes Geistes Kind die Veranstaltung ist, offenbart sich bei Begutachtung des Flyers.


Neben dem Symbol der „Schwarzen Sonne“ auf dem Flyer, welches sich in der Neonazi-Szene äußerster Beliebtheit erfreut, sollte man einen Blick auf die weiteren teilnehmenden Bands werfen.

Die Band Exzess nahm 2010, 2012 und 2013 am „Rock für Deutschland“ teil. Das Rock für Deutschland ist ein neonazistisches Festival, welches von der NPD organisiert wird und laut Verfassungsschutz den Zweck verfolgt „mehr Teilnehmer für öffentlichkeitswirksame Aktionen der Partei zu gewinnen, die Akzeptanz der NPD im aktionsorientierten rechtsextremistischen Spektrum zu steigern und in der Öffentlichkeit größere Präsenz zu zeigen

Die Infothek Dessau beschreibt den Auftritt folgendermaßen: 
 

„Im Anschluss hetzten die Rechtsrocker von „Exzess“ u.a. mit Coversongs von „Die Lunikoff Verschwörung“ gegen den „Multikulti-Staat“, lobpreisten die Soldaten der „Wehrmacht“ als Helden und verkündeten: „der Morgen wird unser sein … nichts bändigt unsre deutsche Wut!“ Als der Sänger zwischen zwei Titeln mehrmals die Worte „Ruhm und Ehre“ ins Mikro raunte, ergänzten die Fans vor der Bühne begeistert: „Ruhm und Ehre der Wehrmacht“. „Ich glaube, das sollte man ausnutzen, wenn man das mal singen darf“, kommentierte der Sänger, bevor er nach einem Hinweis vom Veranstalter spöttisch meinte: „Ich soll darauf aufmerksam machen, dass hier keiner den Arm hebt, um zu gucken, ob er Sonnenbrand unter dem Arm hat.“ Scheinbar hatten auch die Organisatoren die Hitlergrüße im Publikum bemerkt. Kurz darauf quittierten die Rechtsrock-Fans die Ansage mit den Sprechchor: „Ruhm und Ehre der Waffen-SS!“„


Auch die Band Hausmannskost zeigt unverhohlen ihre rechtsextreme Fratze in Liedern wie „Deutsches Volk wach auf!“ oder „In Uniformen sind wir Brüder“.  Zuletzt trat die Band zum 20-jährigen Bestehen der „Kameradschaft Karlsruhe“ im Oktober in Söllingen auf.

Die anderen Bands auf den Flyer haben ebenfalls alle einen rechtsradikalen Hintergrund.



Schon 2011 waren Green Arrows in Deutschland zu Gast. Man spielte mit weiteren National Socialist Hardcore Bands im Thinghaus in Grevesmühlen, welches von dem NPD-Mitglied Sven Krüger geleitet wurde und in die Schlagzeilen kam, wegen eines Grills im Garten mit der menschenverachtenden Aufschrift „Happy Holocaust“.


Saluti romani in Athen
Auch 2012 zeigt Green Arrows ihre Nähe zu neonazistischen Organisationen wie Blood&Honour, zum Beispiel bei einem Besuch im SkinhouseHellas in Athen.
Auf der Homepage zeigen die Veranstalter, dass sie ausschließlich nationalistische und rechtsextreme Bands auftreten ließen. Von den Deutschen Faustrecht, zu den Briten Brutal Attack, über die Belgier Les Vilains zu den Italienern Civico88. Alle diese Bands sind im Netzwerk der rassistischen, nationalistischen und fremdenfeindlichen Blood&Honour situiert, welche das Ziel verfolgt nationalsozialistische Ideologie mithilfe von Musik zu verbreiten.


Das Label der Band, welches sich Black Shirts Records nennt, nannte sich aus einem klaren Grund so. Beim Betreten der Seite wird man nämlich von faschistischen Schwarzhemden aus den 1920ern begrüßt. Auf der Seite selbst kann man sich unter der Abteilung T-Shirts gleich mit einschlägiger Bekleidung eindecken.



Bei einem Blick in die CD-Sammlung bestätigt sich die Richtung des Labels: Eine Compilation mit dem Titel „White Pride World Wide“ oder „Soundtrack for a White Revolution“ lässt keinen Zweifel mehr an der klar rassistischen und menschenverachtenden Ausrichtung




Das neuste Lied der „unpolitischen Band“ (Selbstbezeichnung) ist Dmytro Yakovets gewidmet. Dmytro, ein rechtsradikaler Ukrainer, der während des Aufhängens eines Spruchbands von einem Zug überfahren wurde, wird im Lied „Warriors don't die“ zu einem Helden stilisiert. 

Die Antifa Meran hat auch schon früher auf diese Band hingewiesen:




sabato 1 febbraio 2014

Moritz Windegger und die "neuen Juden"

Bekanntlich ist sich die FPÖ für nichts zu schade, wenn es um die Diskreditierung politischer GegnerInnen geht: "Wir sind die neuen Juden.", (v)erklärte Strache vor zwei Jahren, und heuer heißt es aus dem Mund eines FPÖ-Gemeindeabgeordneten: "Ersetzen Sie das Wort Jude durch Nazi, dann haben Sie genau die Parolen, die Ihre Anhänger gebrüllt haben." Schön und gut, die FPÖ wird halt den landläufigen Beschimpfungen immer wieder gerecht. 
Etwas anderes ist es aber, wenn dieselbe Argumentation aus dem Mund eines "Dolomiten"-Journalisten kommen. Im heutigen "Vorausgeschickt" auf Seite eins des Tagblattes widmet sich Moritz Windegger den Ausschreitungen bei den Demonstrationen gegen den "Akademiker"-Ball in Wien. Dort heißt es zunächst, die FPÖ-Veranstaltung verharmlosend:
"Im Nachhinein betrachtet, ist es völlig egal, wer in der Hofburg das Tanzbein geschwungen hat und welche historischen Zusammenhänge einzelne Balltiger nicht verstanden haben oder akzeptieren wollen."
Nur um einen Satz weiter die Parallele zur NS-Zeit zu ziehen:
"Organisiertes Bespucken auf der Straße, brennende Barrikaden und die Spur der Verwüstung eines wütenden Mobs hat Wien nicht verdient. Und gerade die Republik Österreich in ihrer historischen Verantwortung auch nicht zu dulden."
Österreichs "historischen Verantwortung" ist die Mitschuld des Landes an der Verfolgung der Jüdinnen und Juden durch die Nazis. Windegger setzt die Ausschreitungen in Wien mit dieser Verfolgung gleich und stilisiert die FPÖ als Opfer - ein Vergleich, der aus jedem Zusammenhang gerissen ist und einer Verharmlosung des Holocaust gleichkommt:
"Das ist der Weg zu den dunkelsten Ideologien des 20. Jahrhunderts. Auch wenn heute 'Antifaschismus' draufsteht."
Auf Facebook schreibt die "Dolomiten" zum Kommentar in der gleichen Manier:
"Die Zeiten, wo ein wütender Mob Menschen auf der Straße bespuckt, hatten wir schon einmal...."
Moritz Windegger ist bekannt für seine konservative politische Haltung. Dass er es aber für "völlig egal" befindet, wenn sich Rechtsextreme und Rechtspopulisten in der Hofburg treffen, während er an die "historische Verantwortung" Österreichs appelliert, wenn ein paar Scheiben eingeschlagen wurden, und so die Ausschreitungen in Wien mit der Judenverfolgung in Verbindung bringt, darf nicht unkommentiert stehen bleiben. Hier wurde eine Grenze überschritten, die auch ein Windegger nicht überschreiten sollte, wenn er noch ernst genommen werden will.


lunedì 27 gennaio 2014

WKR Ball 2014 in Wien - Kommentar

Wie jedes Jahr seit 1952 wurde Ende Jänner in Wien ein Ball für die deutschnationalen schlagenden Burschenschaften organisiert. Dieser Ball, bis vor zwei Jahren noch unter dem Namen WKR Ball (Wiener Korporations-Ball) organisiert und seitdem mit tatkräftiger Unterstützung der FPÖ unter dem Deckmantel " Akademiker Ball" weitergeführt, ist ein Traditionsball der extremen europäischen Rechten. Die Gästeliste reicht dabei von deutschnationalen Burschenschaftern wie etwa Olympia - Mitglied Martin Graf bis hin zur europäischer Rechtsprominenz wie Marie Le Pen (2012). 

Neben der Kritik an einem Treffen der Ewiggestrigen rückt beim WKR Ball nicht zuletzt auch der Ort des Treffens ins Zentrum der Kritik. War es doch in der Wiener Hofburg (am Heldenplatz) wo Hitler 1938 die Annexion Österreichs an das dritte Reich deklarierte. 

Seit 2009 gibt es Versuche dem rechten Treiben auf eine organisierte Art Einhalt zu gebieten. Antifaschist_Innen aus den verschiedensten Lagern versuchen seither um durch Demonstrationen und Blockaden dem rechten Recken den Zugang in die Burg so schwer als möglich zu machen. Mit nicht zu verkennenden Erfolg. Konnte der Ball 2009 noch rund 1800 Besucher_Innen verzeichnen, ist die BesucherInnenzahl seither Jahr um Jahr gesunken um schließlich auf das diesjährige Rekordtief von ca. 400 Gästen zu fallen (1500 nach Angabe der FPÖ).
Soweit der Hintergrund.

Zu den diesjährigen Ereignissen gibt es in verschiedenen Medien ausreichend Dokumentationen, darum möchte ich nur kurz darauf eingehen um daraus einige Schlüsse zu ziehen.
Die Polizei hat im Vorfeld zu den diesjährigen Aktionen massiv agiert um ein öffentliches Angstklima zu schaffen. Schon Wochen vor den Demonstrationen gab es bereits Pressekonferenzen und generische Warnungen vor "linken Terroristen", "Ausschreitungen" , "Chaoten" sowie "Gewalttouristen aus dem Ausland" von Seiten der Polizei (auf die mediale Hetze der FPÖ möchte ich erst gar nicht eingehen). Eine Gefahrenzone mit Aufenthaltsverbot wurde um die Hofburg eingerichtet. Ein striktes Vermummungsverbot (u.a. das Tragen von Schals wurde untersagt) wurde erlassen und eine angemeldete Kundgebung von KZ Überlebenden untersagt. Alles wurde daran gesetzt durch mediale Hetze und Repression Aktivist_Innen möglichst einzuschüchtern und dadurch von den Aktionen fernzuhalten. Das Gegenteil ist passiert.

martedì 21 gennaio 2014

Die Faschos des "Hockey Bolzano"

Unter den Fans des Hockeyclubs Bozen mischen sich schon seit Jahren rechtsgerichtete "Ultràs" aus dem Umfeld von Casapound. Während Land und Polizei sich anderenorts schon lange rühmen gegen Südtiroler Neonazis mit Erfolg vorzugehen scheint bei den italienischen Neofaschisten in Bozen nach wie vor Narrenfreiheit zu herrschen...


Verherrlichung des Faschismus: "Siegesdenkmal" Tattoo

Geschmacksloses Fan-T-shirt: "Al potere dal 1933" - "an der Macht seit 1933" mit Reichsadler. Das Gründungsjahr 1933 des Bozner Hockeyclubs wird mit der Machtergreifung Hitlers und der NSDAP in Deutschland gleichgestellt.

giovedì 16 gennaio 2014

Südtiroler Neonazis im Netz


Wie sich Südtiroler Neonazis öffentlich in sozialen Netzwerken wie Facebook präsentieren zeigen folgenden Bilder: Rechtsextreme Tattoos und Symbole, Südtirols braune Kameraden machen aus ihrer Einstellung keinen Hehl:


Triskele-Tattoo - ein beliebtes Neonazisymbol

Schwarze Sonne, eisernes Kreuz und die Othala-Rune welche für die "White Power" Bewegung steht

Hakenkreuz-Tattoo sichtbar auf dem Oberarm

Blood&Honour- eine neonazistische Organisation

"Gott  mit uns" - ein weit verbreiteter Spruch der Wehrmacht

    
Hitlergruß   

giovedì 2 gennaio 2014

Nachtleben und Gewalt | Kommentar

Jugendliche und ihr Anspruch auf ein Nachtleben. Manche tolerieren es, manche wohnen dort und protestieren, anderen sind entsetzt, aber alle sind sich einig dass es so nicht weitergehen kann. 
Keine Woche ohne eine Schreckensmeldung von Randalen und Schlägereien, die Kommentarseiten der Onlinemedien laufen braun an von all den entrüsteten Hobbyrassisten und denjenigen, die sich endlich ernst genommen fühlen, ja womöglich nun die Dolomiten abonnieren um die wöchentliche Beilage "Ausländer gegen Gesetzte" in ihre Stammtischpräsentationen zu kleben.

Andere Gewalt oder andere Wahrnehmung?
Dabei ist es nüchtern betrachtet nicht so, dass die Gewalt zunimmt, sondern nur, dass sie anders wahrgenommen wird. Das hat etwas mit Berichterstattung, aber auch mit der Lage des Geschehens zu tun, welche sich durch mangelndes Angebot auf immer weniger Lokale beschränkt. Als Jugendlicher, der schon einige Jahre das Nachtleben genießt, eines vorweg: Gewalt wird man immer finden, das ist nun mal so, wenn gesoffen wird und sich ein Land entscheidet, der Jugendkultur mit Gleichgültigkeit oder höchstens Ablehnung zu begegnen. Was dieses Thema aber mittlerweile so unerträglich macht, ist die immergleiche Rotation von klagenden Anwohnern auf der einen Seite, einer Jugend ohne Raum auf der anderen und irgendwo zwischen Inkompetenz und Instrumentalisierung die Politik mit Medien. 

Statt verschiedene Zentren: alle in die Stadt Es gab früher mal Einrichtungen wie das Kubo uvm., da waren die einen dort, die anderen da, und so konnte man sich aussuchen, mit welchen Leuten man sich umgibt. Das ist mittlerweile anders. Alle zwängen sich in die Stadt, genauer gesagt auf einen begrenzten Teil der Stadt , weil es sonst einfach nichts gibt das man tun kann. Welche Musik man hört, ob man lieber mit dem Sepp oder dem Achmed ein Bier trinkt, die ganzen Subkulturen werden in eine Gasse gezwängt und sollen dann still und friedlich Wein trinken, oder eben - noch besser - erst gar nicht das tun, was Jugendliche halt so machen, und gleich zuhause bleiben. Nicht genug, dass mittlerweile selbst der Festival-Sommer bürokratisch geschlachtet wird (z.B Miracle Hill), jetzt soll der Jugend auch noch prinzipiell durch Überwachung und von Sicherheitskräften begleitet das Nachtleben vorgeschrieben, kontrolliert, oder ganz unterbunden werden. 

Kritik als Angriff auf den Landesstolz
Der allgemeine Tenor ist doch dieser: "Ihr jungen Leute interessiert uns nicht, aber wenn ihr zu stören beginnt, müsst ihr mit Konsequenzen rechnen." Und wer diese dann tragen muss sind nicht die wenigen Idioten, die provozieren und Schlägereien anzetteln, sondern alle anderen, die sich ja eigentlich nur mit Freunden treffen und Spaß haben wollen. Doch findet der Südtiroler ein Problem, sucht er nicht nach den Ursachen, im Gegenteil, es ist ja fast schon ein Angriff auf den Landesstolz, wenn man behauptet, dass hier etwas ganz grundlegend schief läuft. Nein, es werden Schuldige gesucht, man spielt den entrüsteten, schüttelt arrogant den Kopf und nimmt die erstbeste und bequemste Antwort um dann wieder den unbeteiligten zu spielen. Augenscheinlich begrenzt sich die Wahrnehmung von Kultur bei uns nur auf Schunkelfeste und Weinverkostungen, denn dass kaum Konzerte stattfinden und nur noch sinnlose Sauferei als Beschäftigung bleibt, oder überteuerte Diskotheken, deren Türsteher mit der Anweisung, Leute nach Kleidung und Hautfarbe auszusortieren, niemals allen gerecht werden können, scheint keinem aufzufallen. 

Überwachung und Rassismus als Lösung?!
Soweit so schlecht, aber das Problem nun mit Überwachungskameras und Rassimus tottrampeln zu wollen, ist mehr als unverschämt und zeugt von einer Ignoranz und Gleichgültigkeit, die mich an der Kompetenz sämtlicher beteiligter Instanzen, inklusive gewisser Medien und ihrer Inszenierung von gewalttätigen Minderheiten, nicht nur zweifeln lässt, sondern offensichtlich zeigt wie unfähig diese Gesellschaft ist, wenn es um konstruktive Diskurse oder öffentliche Wahrnehmung überhaupt geht. Hier werden akute Themen sich selbst und den Hetzkollektiven überlassen, Beteiligte ihres Mitspracherechts beraubt und das Vertrauen sowie sozialer Frieden aufgrund von medienwirksamen Blindläufern geopfert. Würden die Südtiroler nur einen Bruchteil an Energie und Mitteln für die Allgemeinheit (in diesem Fall Jugend) aufbringen, welche sie sonst für Wirtschaft, wahlrelevante Senioren und Tourismusstandort ausgeben, dann könnten Jugendliche auch ihre Jugend genießen und ausleben. 

Ein Appell an die Vernunft
Also hier ein kleiner Appell an die Vernunft: Ihr wollt Gewalt unterbinden und nicht nur Schuldige einkassieren? Fangt mal bei den wirklichen Ursachen an. Bietet der Jugend etwas und überlasst sie nicht den Theken, gebt ihnen Möglichkeiten und nicht nur die Verbote, oder mal ganz allgemein; hört auf über der Jugend hinweg zu banalisieren und dieses Problem mit Überwachung und Stigmatisierung nur noch größer zu machen. Kann doch nicht sein dass hier wieder einmal "die Ausländer" herhalten müssen und Überwachungskameras inklusive Mikrofone ernsthaft als Lösung in betracht gezogen werden!?

mercoledì 1 gennaio 2014

Ein Rückblick mit Vision | Kommentar

Ein Jahr ist zu Ende, ein neues beginnt. 2013 war für Südtirol ein bemerkenswertes Jahr mit so manchen Höhen und Tiefen. Ein Blick zurück und nach vorne.
  • Wirtschaftlich war das vergangene Jahr vor allem von der europäischen Krise geprägt, die sich in Südtirol stärker bemerkbar gemacht hat: Einsparungen im öffentlichen Dienst, zahlreiche Unternehmen, die zusperren mussten, die Arbeitslosigkeit im Steigen und Alternativen zur fatalen Sparpolitik stehen nicht zur Debatte. Steigende Armut und Kriminalität sind Symptome davon, die auch in Südtirol immer akuter werden.
  • Politisch gesehen war 2013 gekennzeichnet von einem Generationswechsel in der SVP und einem erneuten Zugewinn für die hiesigen Rechtspopulisten bei den Landtagswahlen im Oktober. Bemerkenswert auch, wie die Aussicht auf Regierungsbeteiligung den Oppositionsparteien den Kopf verdreht hat, wie sie  durch die Bank um die Gunst jener Partei gebuhlt haben, die sie seit zwanzig Jahren in Grund und Boden kritisieren.
  • Kulturell gab es auch einige Neuerungen: Positiv ist gewiss die Pluralisierung der Medienlandschaft vor allem im Online-Bereich durch die Formate von Tageszeitung Online, Salto und Barfuss. Andererseits erreichte der mediale Diskurs mit dem "Bettler-Clan"-Artikel in der ff und der "Albanerbanden"-Kampagne der Dolomiten einen qualitativen Tiefpunkt.
  • Was den Neofaschismus betrifft, so war 2013 insgesamt ein recht ruhiges Jahr. Die deutschsprachige Szene liegt politisch gesehen brach, einzig der verwaiste Etschlicht-Blog ist medial aktiv. CasaPound ist zwar in Bozen stark engagiert, hat aber bei den Parlamentswahlen Schiffbruch erlitten und zudem den Sitz in Leifers verloren, Forza Nuova seine Ankündigung zwecks Sitz in Meran nicht umgesetzt.
Auch wenn diese kurzen Bilanz eher negativ ausfällt, so gab es auf lokaler Ebene durchaus auch viele von engagierten Personen und Gruppen getragene Entwicklungen, die Mut machen. Einige davon sollen stellvertretend genannt werden: Erstens ist an der Uni Bozen frischer Wind zu spüren, insbesondere der Studierendenverein kikero hat durch viele gute Veranstaltungen von sich Reden gemacht. Zweitens das politische (Blog)Projekt Brennerbasisdemokratie, das sich immer wieder in konsequent antifaschistischem Geist geäußert hat. Drittens sind zahlreiche Einzelpersonen sehr engagiert im Internet und den sozialen Medien aktiv, wenn es darum geht, zu politischen Themen Stellung zu beziehen und gegen Rassismus und Nationalismus das Wort zu ergreifen; Markus Lobis ist nur einer davon. Und natürlich das Kollektiv rund um den Kulturverein OstWest*EstOvest, deren Arbeit gar nicht hoch genug gewürdigt werden kann.

Wenn wir nach vorne blicken, so sieht die Zukunft - nüchtern betrachtet - alles andere als rosig aus. Die großen Probleme der Gegenwart wie Klimawandel und Netzfreiheit sind weit von einer gerechten Lösung entfernt. In der Wirtschafts-ebenso wie der Eurokrise wurde auf Zeit gespielt. Gleichzeitig feiern europaweit Rechtspopulisten Wahlsiege und dringt Rassismus und Nationalismus bis in die Mitte der Gesellschaft. Südtirol ist weder der Nabel der Welt, noch die Insel der Seligen, aber am Puls der Zeit: Die "Großstadtprobleme" sind längst Normalität. In dieser Situation sind wir zum Handeln gefordert: Es braucht eine politische Organisation, die die einzelnen Initiativen bündelt, medial wirksam und in der Gesellschaft verankert ist und so ein Gegengewicht zu den neoliberalen ebenso wie rechtspopulistischen Ideen bieten kann. Diese Organisation muss unabhängig von der Parteipolitik sein, sie darf sich jedoch nicht davor scheuen, sich die Hände schmutzig zu machen und bei Wahlen Partei zu ergreifen - etwa bei den Europawahlen im Mai dieses Jahres.

Wenn wir jetzt nichts tun, wenn wir uns jetzt nicht organisieren, dann ist es zu spät, wenn die Probleme schlimmer werden. Wir leben schon jetzt in einem Land, in dem die Konservativen an der Macht, die Rechtspopulisten in der Opposition und die Schützen auf der Straße sind. Dass dann die Reichsten auf dem Cover prangen und die Armut verboten wird, darf nicht verwundern. Ebenso wenig wie das ethnische Schattenboxen um die "Zukunft Südtirols", bei dem sich die Parteien mit inhaltsleeren Phrasen gegenseitig heiße Luft um die Ohren blasen, während "an den wirklich wichtigen Themen niemand rührt". Wundern darf uns auch nicht, dass es so bleibt, wie es ist, wenn wir nichts tun. Dabei können wir nur gewinnen: Es kann nur besser werden.

martedì 17 dicembre 2013

CasaPound: deutsche Nationalisten schielen nach Italien

CasaPound Italia ist in den letzten Jahren bei allen mögliche Rechten in Europa auf großes Interesse gestoßen. Auch in Deutschland. 
Zunächst nur bei Nationalrevolutionären und Zirkeln der Neuen Rechten. Mittlerweile aber auch bei neu-rechten Zeitungen wie der „Sezession“ und der „Blauen Narzisse“, sowie der Jugendorganisation der NPD, den Jungen Nationaldemokraten (JN)
Bei der JN sind es vor allem deren Vertreter aus Sachsen, die in den letzten Jahren schon mehrere Male nach CasaPound in Rom pilgerten. Das Interesse innerhalb der JN/NPD an Inhalt, aber vor allem Stil der CasaPound Faschisten ist groß. Im Sinne »Von Italien lernen, heißt siegen lernen« war im Dezember 2012 auf der JN-Internetseite „Aktion-Widerstand“ zu lesen: 
 »Jeder der sich mit der Casapound-Bewegung beschäftigt, ihre Ausstrahlung bewundert und ihren Gedanken zu einer europäischen Idee im 3. Jahrtausend verfolgt, kennt die Faszination, mit der viele von uns nach Rom blicken. Das Leuchten in den Augen derer, die aus Rom zurückkehren und berichten, wie gelebter Nationalismus aussehen kann, zeigt, wie viel wir von unseren italienischen Freunden lernen können.« 
Dieser Text bewarb die Dezemberausgabe 2012 des JN-Zentralorgans „Der Aktivist“. Leitthema der Ausgabe war »Nationale Zentren und Orte«. Im Heft war ein vierseitiges Interview mit dem Titel »Auf einen Teller Pasta mit Gianluca Ianonne« zu lesen. Und ein weiterer Artikel ging auf die »Bedeutung eigener Immobilien für die nationale Bewegung« ein. 
So verwundert es nicht, dass sich die NPD-Jugend im italienisch-deutschen Ideologietransfer ergeht und versucht Konzepte der rechten Sozialbewegung CasaPound Italia nach Deutschland zu importieren. Der NPD-Stadtrat Dr. Olaf Rose aus Pirna dürfte seinem NPD-Nachwuchs dabei keinerlei Steine in den Weg legen. Auch er gastierte schon bei CasaPound Italia. Im Mai diesen Jahres war er zu Gast bei eine Tagung von CasaPound Italia in Florenz und referierte dort neben CasaPounds Kultursprecher Adriano Scianca auf einer Tagung. Roses Thema: Die Bombardierung Dresdens durch Alliierte Luftverbände.
So steht die Namensgebung des „Haus Montag“ in Pirna ganz im Sinne des italienisch-deutschen Ideologietransfers. Im Italienischen steht Casa für Haus. Und „Casa Montag“ war das erste besetzte Haus der römischen Rechtsradikalen an der Via Tiberina 801 bevor sie im Dezember 2003 die Mietskaserne in der via Napoleone III besetzten und es „Casa Pound“ nannten. In der letzten Woche erschien ein Artikel über die sächsische NPD in der Süddeutschen Zeitung, in dem sich Olaf Rose und der JN-Bundesgeschäftsführer Julian Monaco im „Haus Montag“ vor einem Ezra Pound - Plakat CasaPound Italias abbilden ließen. Olaf Rose deutete an, dass neben Parteitreffen auch an Nachhilfeunterricht für SchülerInnen der nahe gelegenen Schule gedacht würde. Das würde ganz auf CasaPound Linie und deren Schüler-und Studentenorganisation „blocco studentesco“ liegen. 
Mittlerweile existiert auch eine Facebook Seite des „Haus Montag“. Dies zeigt neben den Räumlichkeiten, eine kleine Bibliothek und einen Kraftraum. Ein T-Shirt mit dem Aufdruck „Den Tiger reiten“ nach dem Buch „Cavalcare la tigre“ des faschistischen Theoretikers Julius Evola ist zu bewundern. Versehen mit einem Emblem, dass der Hausband CasaPound Italia, „Zetazeroalfa“, nachempfunden ist. Der Sänger dieser Band, Gianluca Ianonne, ist gleichzeitig Präsident CasaPound Italias. Ein zweites T-Shirt trägt vorne den Aufdruck „Haus Montag“ und auf der Rückseite das schon genannte Logo mit dem Aufdruck „Make Love and war“. Dieser Spruch ist der derzeitigen Kampagne Faites l'amour et la guerre“ auf der national-revolutionären Internet Seite „Zentropa.Info“ abgeschaut.  
Ursprünglich lautet der Spruch „Faites l'amour, pas la guerre“ - „make love, not war“ und entstammt der Anti-Kriegs Bewegung Ende der 60er Jahre. Diese eindeutige Aufforderung zum Krieg durch die Zentropisten ist eine Verhöhnung des pazifistischen Slogans der Friedensbewegung. Des weiteren findet man auf der Facebook Seite des „Haus Montag“ ein antiamerikanisches und pro Assad Plakat aus der derzeitigen „European Solidarity Front for Syria“-Kampagne der europäischen radikalen Rechten, den üblichen positiven Bezug auf den umstrittenen Film „Fight Club“ nach Chuck Palahniuks literarischer Vorlage und weitere Grafiken aus dem CasaPound Italia Repertoire.

Quelle: Heiko Koch, linksunten.indymedia.org

domenica 15 dicembre 2013

Ostwest Club - Neue Homepage

Im stylischen neuen Kleid präsentiert sich der OW-Club im Netz
Der Ostwestclub ist jetzt auch unter der Adresse www.ostwest.it zu erreichen!


"Als parteilich und konfessionell ungebundener und selbstverwalteter Verein ohne Gewinnabsichten wollen wir eine kreative, basisdemokratische, multiethnische, solidarische und ökosoziale Kultur in Meran und Umgebung entwickeln und fördern."

Der Ostwest Club, ein kleines pulsierendes Nest in der Meraner Altstadt, ist ein Ort wo politische und ökosoziale Themen objektiv und ohne parteipolitischen Einfluss diskutiert werden. Ein Ort wo Kunst, Film und Tanz nicht zu kurz kommen. Ein Ort wo jede/r seine Ideen und Projekte mit einbringen kann.

Gerade jetzt ist er eine wichtige Alternative, parallel zu der gutbürgerlichen Mittelschicht die die Passerpromenade bzw. den Weihnachtsmarkt entlang hastet und im Konsumrausch mit Tüten vollgepackt durch die Lauben huscht. Fernab gesellschaftlicher Normen und Zwänge ist der Club ein links-alternativer Freiraum, größtenteils autonom organisiert und mit dem Ziel sich selbst zu finanzieren. Die Antifa Meran schätzt und unterstützt die kulturelle Arbeit des Clubs und hofft dass er noch lange bestehen bleibt.

martedì 3 dicembre 2013

Neonazistische "Informationsseite" nicht mehr erreichbar

Die neonazistische Facebook-Seite "Informationsseite: Ein Tirol" mit 757 Likes, ein Sammelbecken für Rassisten und Nationalisten aus Süd- und Nordtirol, ist nach beherzter Intervention von AntifaschistInnen (vorübergehend?) nicht mehr erreichbar.
Auslöser des Zorns waren etliche Einträge über den Neu-Schützen John Christopher aus der Dominikanischen Republik, dessen Aufnahme beim Südtiroler Schützenbund als "Rassenvermischung", "Überfremdung" und "Volkstod" betituliert wurde.
Die "Informationsseite" steht politisch der Süd-Tiroler Freiheit nahe, für deren Kampagnen wie etwa dem Selbstbestimmungsreferendum sie massiv Werbung gemacht hat. Von dererlei Unterstützung will die Süd-Tiroler Freiheit indes nichts wissen: Werner Thaler, Sprecher der Bewegung, hat auf Nachfrage sofort den Betreiber kontaktiert und findet für die verbreiteten Inhalte klare Worte:
"Vielen Dank für den Hinweis. Haben sofort eine Meldung an Facebook gemacht und den/die Betreiberin angeschrieben. Etwas wurde entfernt, aber noch nicht alles. Habe vorhin nochmals geschrieben. Einfach schrecklich! Ohne Worte."
Nachdem die Seite mehrfach bei Facebook wegen Rassenhetze gemeldet wurde und etliche couragierte AntifaschistInnen massiv auf der Seite Kritik geübt hatten, ist sie nun nicht mehr erreichbar - wie lange, wird sich erst noch herausstellen.
Wie eine Datenanalyse gezeigt hat, kommen die UnterstützerInnen der Seite vor allem aus Österreich, Italien (Südtirol) und Deutschland. Betrieben wurde sie von Wien aus. Immer wieder waren sie durch rassistische und nationalistische Äußerungen und Links aufgefallen.

Die Wende von Innsbruck

 
Im Jahre 2000 sah die Sache noch ganz anders aus: Damals hatte Herwig van Staa, ÖVP-Politiker und Bürgermeister von Innsbruck, das Treffen der deutschnationalen Burschenschaften in der Tiroler Hauptstadt noch mit einer Festrede geschmückt. Zehn Jahre später sieht die Situation ganz anders aus, und es ist nicht untertrieben, von einer "Wende im Umgang mit Burschenschaften" zu sprechen, die in ganz Österreich Schule machen könnte.
Durch ein breites Bündnis von Organisationen und Parteien war es gelungen, das diesjährige Treffen in das Zentrum der politischen Debatte zu rücken. Dadurch sah sich die Bürgermeisterin Oppitz-Plörer zum Handeln gezwungen - was sie zwar spät, aber beherzt tat und den Burschis den öffentlichen Raum entzog.
Über 1500 TeilnehmerInnen zählte die Gegendemonstration, die durch Innsbruck zog und sich auf diese Weise den Raum zurückeroberte, den in den letzten Jahren allzu selbstverständlich die Burschis beanspruchten. In diesem Sinne war die Demonstration ein starkes Zeichen und ein großer Erfolg, auch mitgetragen durch Unterstützung aus dem Süden. Es bleibt zu hoffen, dass das Innsbrucker Beispiel in ganz Österreich Schule macht.

Bilder auf innsbruckgegenfaschismus oder der Facebook-Seite der Antifa Meran.

mercoledì 13 novembre 2013

Unitalias Faschisten und die "convivenza"

Die Beiträge auf dem Facebook Profil des Unitalia Mitglieds "Daniele Dante" aus Bozen machen uns klar wie tief der Faschismus und die Feindseligkeit gegenüber der deutschsprachigen Bevölkerung bei manchen noch verwurzelt ist:



Dante kandidierte für Unitalia

auf dem Bild ist Eva Klotz zu sehen, darüber die geschmacklose Aussage: "wann bringst du dich um?"

Verherrlichung des Faschismus: "Wo ist euer scheiß Denkmal - unter unserem - weil wir den Krieg gewonnen haben, scheiß Deutsche"

Wahlergebnis: Fail

domenica 10 novembre 2013

Clean up your neighborhood - sticker



Manifestazione antifascista a Trento

Zeitungsartikel der Zett
Am gestrigen Samstag haben mehrere antifaschistische Gruppen in Trient gegen die Eröffnung von Casapound demonstriert. Die Antifa Meran war mit einer Gruppe von Aktivisten dabei.




Non c’è spazio per Casapound a Trento. Sabato, nella città medaglia d’oro alla Resistenza, tre cortei sono scesi in piazza per dire no all’apertura della sede dei ‘’fascisti del terzo millennio’’.

La mobilitazione è iniziata già la mattina con un presidio in piazza Pasi da parte del Coordinamento antifascista trentino, formato da associazioni culturali e politiche cittadine, come Anpi, Arci e Cgil. La determinazione maggiore nel voler cacciare i fascisti dalla città arriva però dagli anarchici, i quali si raggruppano intorno alle 11 in piazza Dante e conducono un corteo non autorizzato, puntando verso la sede di estrema destra, posta in via Marighetto.

Importante ricordare il ruolo da partigiana di Ancilla Marighetto detta “Ora’’ nella Resistenza trentina, uccisa il 19 febbraio 1945, la quale ora si trova una sede fascista nella via a lei dedicata.

Raggiunto un cordone di polizia anti-sommossa in difesa della sede, il corteo degli anarchici ha optato per un presidio in via Degasperi, a circa 500m dalla celere. Verso le 16 è arrivato anche l’ultimo corteo, quello organizzato da CSO Bruno, partito verso le 14.30 sempre dal centro città. Giungono notizie di una 50ina di fascisti rintanati nella loro sede, mentre un imponente numero di poliziotti la presidia. Il ricompattato corteo antifascista, con in testa gli anarchici e dietro il Bruno, decide di avanzare fino a 10m dalla polizia. Quei metri che separano il presidio dalle file della celere sono carichi di tensione. Il cammino è accompagnato dal suono di una zampogna, la testa del corteo prepara i caschi e i bastoni e si compatta. Alla fine ci si ferma, non si vuole cercare lo scontro con la polizia. Si vuole invece urlare al quartiere che noi ci siamo, che la lotta contro il fascismo oggi è appena cominciata, che c’è convinzione nella nostra azione. Dopo alcuni interventi il corteo torna indietro verso il centro città, dove si conclude la giornata di mobilitazione. L’importante ora è continuare a proporre, a creare cultura, a tagliare le radici alla xenofobia, all’ignoranza, portate dal fascismo. Il quartiere deve essere aiutato (c’è già in corso una raccolta firme contro la sede aperta ieri) e non deve essere lasciato solo, bisogna fare attività, proporre un’alternativa concreta!

In conclusione si può dire riuscita la mobilitazione, nonostante la pioggia che ci ha accompagnati durante il giorno. Un dato molto importante e significativo è la partecipazione di ragazzi da molte città della regione (anche gli Antifa Merano), mostrando l’appoggio e vicinanza alla lotta al fascismo. Trento ancora una volta ha mostrato la sua parte migliore, la quale crede in principi fondamentali come l’antifascismo e la libertà.



giovedì 18 luglio 2013

mercoledì 17 luglio 2013

Freiheitliche und FPÖ: Ende der Eiszeit

Nachdem die Freiheitlichen im Herbst 2008 ihre Beziehungen zur FPÖ von Heinz-Christian Strache "auf Eis" gelegt hatten, herrschte Funkstille zwischen den beiden rechtspopulistischen Parteien dies- und jenseits des Brenners - bis jetzt.
Drei Jahre später gab es ein erstes Anzeichen für ein Ende der Eiszeit: Im Herbst 2011 kam Strache nach Neumarkt. Während die Freiheitliche Jugend unter Demanega fleißig die Werbetrommel rührte und sich mit dem FPÖ-Chef traf, blieb die Parteiführung auf Distanz.
Nun ist die alte Liebe vollends wieder hergestellt: Die Freiheitlichen Südtirols, in den frühen 90er-Jahren als Ableger der damaligen Haider-FPÖ gegründet, kündigen eine "enge Zusammenarbeit" mit der Schwesterpartei an. Beim Landesparteitag der Tiroler FPÖ am 12. Juli war auch eine Delegation aus Südtirol zugegen, namentlich Pius Leitner, Sigmar Stocker und Michael Demanega. Neben der Öffnung für Südtiroler Mitglieder soll es zukünftig auch eine stimmberechtigte Vertretung der Südtiroler Freiheitlichen im Vorstand der Tiroler FPÖ geben. Damit ist die alte Ehe wieder perfekt: "Der neu gewählte Landesparteiobmann kündigte in seiner Antrittsrede eine enge Zusammenarbeit mit Südtirol an und möchte seinen ersten Amtsbesuch gleich in Südtirol abhalten.", heißt es in einer Aussendung.
Der Schulterschluss mit der FPÖ, die sich durch ein rassistisch-nationalistisches Programm (und beste Verbindungen in die Burschenschafter- und Neonazi-Szene) auszeichnet, so kurz vor den Südtiroler Landtagswahlen im Herbst hat eine hohe Symbolwirkung: Es dürfte klar sein, was für ein Kurs im Wahlkampf von den Freiheitlichen zu erwarten ist. Ausländerhetze, Freistaat und Sozialleistungen werden ganz oben auf der Agenda stehen.

martedì 16 luglio 2013

Forza Nuova di nuovo a Merano?

Il partito di estrema destra Forza nuova vuole riaprire una sede a Merano, per lavorare con Donato Seppi (Unitalia) per una candidatura comune alle prossime elezioni provinciali.

La vecchia sede del partito in via Monte Tessa era stata chiusa, circa cinque anni fa, dopo tensioni interne ma soprattutto dopo la resistenza dell'Antifa e della popolazione meranese.
Ricordiamo che al tempo i simpatizzanti di Forza nuova effettuavano attacchi anche violenti: nel 2007 irruppero in un Bar a Lana, nel tentativo di fermare la gioventù alternativa. Alcuni anni prima avevano malmenato alcuni partecipanti ad un concerto Ska in Sinigo. Circa nello stesso tempo alcuni neofascisti avevano perseguitato e preso a sassate alcuni ragazzi della scena Punk, tra cui una ragazza.
Testimoni oculari raccontano inoltre come a volte neofascisti italiani e neonazi tedeschi si alleassero per "andare a caccia" dei dissidenti insieme. Queste sono solo alcuni dei resoconti mandati all'Antifa Meran.


grafica del vecchio sito web di FN Merano

#Il partito di estrema destra "Forza Nuova" (FN) venne fondato a Londra nel 1997 da Roberto Fiore e Massimo Morsello, due ex appartenenti all'organizzazione terroristica "Terza Posizione".
Entrambi avevano lasciato l'Italia per evitare l'incarcerazione per terrorismo, associazione sovversiva e banda armata, essendo entrambi parte integrante dei NAR, i Nuclei Armati Rivoluzionari.
Nel Marzo 1999 i due possono tornare in Italia: durante l' "esilio" avevano costruito un'azienda forte a livello finanziaro, fondando scuole di lingua e pensioni, i cui profitti sarebbero stati utilizzati per il lavoro politico.
Dietro la loro facciata democratica si nasconde però un'ideologia neofascista, impregnata di tradizioni cattoliche e nazionalismo. Quando si parla di famiglia e matrimonio Forza Nuova è quasi un secondo Papa per le sue posizioni fortemente conservatrici. Accanto a queste posizioni si trovano però il razzismo verso gli stranieri, verso gli avversari della sinistra, gli omosessuali, cui Forza nuova risponde in modo bellicoso e violento.


A Merano convivono in pace italiani, tedeschi e qualunque altra persona che cerca la vita comunitaria, quindi la città deve rispondere in modo responsabile chi mina questa convivenza!
Contro la riapertura della sede di Forza Nuova! Per una pacifica convivenza! Nessuna concessione al fascismo, nessun passo indietro! Resistenza!

Forza Nuova erneut in Meran?

FN in Mailand
Die rechtsextreme Partei Forza Nuova will ihren Parteisitz in Meran wiedereröffnen und zudem bei den kommenden Wahlen mit Donato Seppis Unitalia zusammenarbeiten. 

Der alte Parteisitz in der Texelstraße wurde vor ca. 5 Jahren nach dauerhaftem Widerstand der Antifa Meran, der Meraner Bevölkerung, und internen Streitigkeiten geschlossen. 
Wir erinnern uns, dass es in der damaligen Zeit zu mehreren gewaltsamen Übergriffen durch FN-Symphatisanten kam: Im Jahre 2007 überfielen mehrere Rechtsextremisten, die der Partei Forza Nuova nahe stehen, eine Bar in Lana in der sich alternative Jugendliche aufhielten. Einige Jahre davor wurden Besucher eines Ska-Konzertes in Sinich überfallen und verprügelt. Ungefähr im selben Zeitraum wurden in Meran einige Jugendliche der Punkszene, darunter eine junge Frau, von Neofaschisten verfolgt und mit Steinen beworfen. Augenzeugen zufolge schlossen sich italienische und deutsche Neonazis in einigen Fällen sogar zusammen um gemeinsam Jagd auf Andersdenkende zu machen. Dies sind nur einige Berichte die der Antifa Meran zugesendet wurden.

FN in Bergamo
#Die rechtsextreme „Forza Nuova“ (FN) wurde 1997 von Roberto Fiore und Massimo Morsello, zwei ehemaligen Mitgliedern der italienischen Terroror-ganisation „Terza Posizione“, in London gegründet. Beide hatten Italien verlassen, nachdem sie infolge eines Bombenanschlags von den italienischen Strafverfolgungsbehörden mit Haftbefehl gesucht wurden. Erst im März 1999 konnten sie nach Italien zurückkehren. In ihrem Exil bauten sie gemeinsamdurch die Eröffnung von Sprachschulen und Pensionen ein finanzkräftiges Unternehmen auf, dessen Gewinne für die politische Arbeit genutzt werden.Hinter ihrer demokratischen Fassade verbirgt sich eine neofaschistische Ideologie, die von katholischer Tradition und Nationalismus geprägt ist. In den Bereichen Familie und Ehe kann Forza Nuova als papsttreu bezeichnet werden. Daneben findet sich aber eine rassistische Haltung zu Ausländern und allem Linken, martialisches Auftreten, Homophobie, Gewalttätigkeit und starker Nationalismus.

In Meran leben Italienier und Deutsche friedlich zusammen, daher muss die Stadt Verantwortung zeigen!
Gegen die Wiedereröffnung des Parteisitzes der Forza Nuova! Für ein friedliches Zusammenleben! Kein Fußbreit dem Faschismus!

lunedì 15 luglio 2013

La destra italiana in Alto Adige - Video


Un video informativo sulla destra italiana in Alto Adige.

"Lavoro del progetto "Visual Journalism in Bewegung" della Facoltà di Design alla Libera Università di Bolzano. In collaborazione con salto.bz"

giovedì 11 luglio 2013

Antira Tournament - S.T.A.R.

Im Zusammenarbeit mit dem „Alerta Network“, welches ein antifaschistisches Netzwerk verschiedener Fanszenen ist, wird seit einigen Jahren das „Antira Tournament“ organisiert. Heuer fand das antirassistische Turnier in Winterthur (CH) statt, und auch dieses Jahr wurden die beiden Südtiroler Fanszenen aus Meran eingeladen am Turnier und an den Festlichkeiten teilzunehmen. Unter dem gemeinsamen Namen S.T.A.R. (SouthTyrol Against Racism) begaben sich die Jungs und Mädels der "Curva Sud Obermais" und der "Brigata GialloRossa" in die Schweiz, um gemeinsam mit Gruppen aus ganz Europa (aber nicht nur!) Fußball zu spielen, zu singen, zu feiern und vor allem gemeinsam ein Zeichen gegen Rassismus, Faschismus und jegliche Art von Diskriminierung zu setzen.

In diesem Sinne: LOVE FOOTBALL, HATE FASCISM!!

"S.T.A.R." in der Schweiz

"S.T.A.R." bei einer Antifa Demo in Bozen
Antifascist Bubi Fans - Stickermotiv

giovedì 13 giugno 2013

Mediale Hetze nach gewalttätigem Übergriff - was andere sagen

Eine aktualisierte Übersicht vom 13. Juni. Hervorhebungen nachträglich hinzugefügt.

Ich bin einfach nur schockiert, traurig und sehr besorgt, wohin diese Ausländer-Hetzkampagne der "Dolomiten" führen wird. Einfache Schlagzeilen und Parolen verkaufen sich gut und unterstützen die Angst. Gewalt ist nicht ok, keine Frage, aber so eine Kampagne ist Wahnsinn!
Nirgends lese ich von den ganzen anderen Formen von Gewalt wie Mobbing und Diskriminierung, die für viele unserer MitbürgerInnen mit Migrationshintergrund an der Tagesordung sind. Sie kommen nicht in die Diskotheken hinein (weil als von vorne herein potentiell gefährlich geachtet), im Dolomiten-Stellenmarkt liest man fast nur noch "nur für Einheimische", Provokationen von Seiten von "Einheimischen Jugendlichen", die sie oft einfach hinnehmen müssen, aus Angst von Problemen mit der Polizei und Aufenthaltsgenemigungen, Vorbehalte Tag täglich, auch wenn Jugendliche hier geboren wurden und ihre Eltern aus dem Ausland hergezogen sind, weil in Südtirol Arbeitskräfte gebraucht werden, diese Jugendlichen haben immer noch keinen Platz hier, werden immer als "Ausländer" gesehen und dürfen dann noch mit so einer Kampagne zurecht kommen müssen. Ich bin einfach nur schockiert.
OEW auf Facebook

Es wird stigmatisiert und es grenzt an Volksverhetzung. Was wiederum eine Fall für den Staatsanwalt wäre. Es wird genau das Gegenteil erreicht, da nicht die sachliche Berichterstattung im Vordergrund steht, sondern Vorurteile geschürt und Angsthaltungen Nahrung gegeben wird. Wir die Guten – sie die Bösen. Schwarz-weiss-Malerei pur. Wir, die Opfer von Sozialschmarotzern, ertönt es an der Gasthaustheke. Derartiges ruft starke Emotionen hervor, und bekanntlich prägen uns Emotionen stark. Solcherlei Schlagzeilen und Artikel sind der Nährboden für Fremdenhass.
Sonja Cimadom (OEW) im Franzmagazine

Il problema della pubblica sicurezza è molto sentito dalla popolazione ed è perciò compito dei giornalisti occuparsi anche di questo tema e, perché no, aprire un dibattito. Questo deve però avvenire con la massima professionalità e cautela per evitare di alimentare stereotipi e pregiudizi nei confronti di singoli gruppi, come gli stranieri.
Journalistenkammer Trentino-Südtirol

So leidvoll die Erfahrung für die Betroffenen gewesen sein muss – hätte die Tageszeitung „Dolomiten” dieses (familiäre) Detail nicht verschwiegen, wäre die Kampagne glaubwürdiger gewesen. Wären die Kinder von einfachen Leuten betroffen gewesen, hätte es diese massive Kampagne wohl nicht gegeben.
Christoph Franceschini auf Tageszeitung.it 

Wäre nicht der Sohn oder die Tochter betroffen, hätte es auch keine Kampagne gegeben, denn es ist ja nicht das erste Mal, dass es in Bozen, Bruneck oder in Brixen bei nächtlichen Feiern zu Schlägereien kommt und es ist in der Tat so, dass sehr oft Einwanderer verwickelt sind.
Das darf man nicht verschweigen, aber die Gewalt geht sehr oft auch von Unseren aus, es wäre ganz falsch und gefährlich, da einen Krieg gegen die Extrakommunitären oder die Albaner anzuzetteln, zum Rassenhass anzustiften. Sie sollen alle der Polizei übergeben werden, Gewalt bekämpft man mit dem Gesetz, der Justiz.
Arnold Tribus auf Tageszeitung.it

Ein Vater kann vieles tun, wenn seine Kinder Opfer gewalttätiger Jugendlicher werden. Weinen, schimpfen, selbst wütend sein ist erlaubt. Das Instrumentalisieren einer billigen, boulevardesken und hochgradig gefährlichen Berichterstattung sollte nicht dazugehören.
Kopfregie

Gewalt ist ganz klar abzulehnen und Vorfälle, wie jener vom letzten Wochenende, dürfen sich nicht mehr wiederholen. Doch Gewalt ist nicht nur ein Problem der Jugend oder der Ausländer, wie es derzeit diskutiert wird“, erklärt Karlheinz Malojer, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste. Er verurteilt klar die momentane Stigmatisierung der Jugendlichen und die kollektive Verurteilung der Ausländer als Sündenböcke, wie es nun teilweise in Zusammenhang mit den jüngsten Vorfällen geschehe.