sabato 18 ottobre 2008

Info: Demo in Innsbruck verschoben

Organisatoren der Antifa-Demonstration in Innsbruck melden Terminverschiebung. Und Erweiterung des Themas.
"Von der Organisation her wäre es auf jeden Fall möglich gewesen, die Demo am 25.10. zu machen. Jedoch haben sich viele Gruppierungen und Antifas darüber ausgelassen, dass es nicht sinnvoll wäre sie an diesem Tag zu machen.", so die Veranstalter.
Die Demonstration wird nun am Samstag, 22. November 2008 (15h, Hauptbhf. Ibk) stattfinden. Zusätzlich soll dann auch der Opfer der Pogromnacht gedacht werden.

Links:

giovedì 16 ottobre 2008

L’OEW: “No alla tassa sull’immigrato”

L’OEW - Organizzazione per un mondo solidale critica la nuova proposta di legge del Governo che suggerisce l’introduzione di una tassa di 200 Euro per il rilascio del permesso di soggiorno. 
Comunicato stampa | “Il Governo Berlusconi e in particolare la Lega Nord che ha presentato la proposta, continuano con tutta forza la loro caccia allo straniero” è il commento di Rainer Girardi, esperto di migrazione dell’OEW. La più importante ONG di sviluppo altoatesina ritiene sbagliata questa norma che spingerà molti stranieri verso l’illegalità e la criminalità. La domanda per un permesso di soggiorno costa già 70 Euro, ai quali si andrebbero a sommare i 200 Euro della nuova normativa – soldi di cui molti immigrati non dispongono. “Un lavoratore o una lavoratrice con un contratto a termine deve rinnovare ogni sei mesi il suo permesso di soggiorno. In futuro questo potrebbe costare 540 Euro ogni anno”, calcola Rainer. 
L’OEW si appella a tutte le deputate e i deputati dell’Alto Adige affinché si oppongano con decisione ai piani del governo. “Preghiamo i nostri politici a Roma di impegnarsi a favore dell’integrazione” sostiene l’esperto. “Invece di criminalizzare e discriminare i cittadini stranieri, noi esortiamo i decisori politici a promulgare norme che favoriscano l’emersione dall’illegalità invece di spingere gli stranieri verso quella direzione”. I vantaggi per la società sarebbero evidenti: i lavoratori regolari pagano le tasse, contribuiscono al sistema pensionistico e sostengono pertanto il sistema pubblico. Ma si tratta soprattutto di una questione di dignità: “Gli immigrati non sono solo forza lavoro a buon prezzo. Sono persone che hanno diritto ad un trattamento umano e tollerante”.

Link Artikel deutsch:

Faschisten am Siegesdenkmal

Der Südtiroler Schützenbund kritisiert die Anwesenheit von "Faschoskins" bei der Kranzniederlegung der Alpini am Siegesdenkmal.
In einer Presseaussendung wird erklärt: Als absolut untragbar bezeichnet der Südtiroler Schützenbund neben der vergangenen Samstag abgehaltenen Jubiläumsfeier der Alpini unter dem Mussolinidenkmal in Bozen auch die darauf folgende Kranzniederlegung von faschistischen Skinheads am Siegesdenkmal. Am Rande der Alpinifeier am Mussolinidenkmal in Bozen war rund ein Dutzend Jugendliche zu sehen, deren Kleidung, Haarschnitt und Teilnahme an der Kranzniederlegung im Inneren des Siegesdenkmals darauf schließen lässt, dass es sich vermutlich um faschistische Skinheads handelt. Gemeinsam mit Alpini, Bersaglieri und Parteimitgliedern von "Unitalia" um Donato Seppi haben sie einen Kranz am faschistischen Denkmal niedergelegt.
Weiters heißt es vonseiten des SSB: Es bleibt abzuwarten, ob auch hier die selbe Ermittlungstätigkeit einsetzt, wie sie - gottlob - in der Neonaziszene seit Jahren in Südtirol erfolgreich betrieben wird. Der Kampf gegen Extremismus muss weitergeführt werden, und Volksgruppen dürfen dabei keine Rolle spielen.

Pressemitteilung: 
www.schuetzen.com > Aktuell > Faschoskin...

mercoledì 15 ottobre 2008

Trentino: dreifach Fiamma Tricolore

1.| Die Lega Nord mit ihrem Spitzenkandidat Sergio Divina wird im Trentino in ihrem Wahlkampf von der neofaschistischen Fiamma Tricolore unterstützt: "Wir teilen das Programm zu 80%", so der FT-Exponent Giuliana.
TRENTINO CORRIERE ALPI. La Fiamma Tricolore del Trentino ha formalizzato ieri il sostegno alla candidatura del senatore Sergio Divina (Lega Nord) alla presidenza della Provincia. Tra le priorità del programma, sottolineate dal capolista Emilio Giuliana, (nella foto) 33 anni, di Caltanissetta, consigliere comunale, ci sono “la sicurezza, l’occupazione, gli sgravi fiscali per i lavoratori autonomi, aiuti alle famiglie in difficoltà, un servizio di edilizia pubblica più assistenziale, la riduzione dei privilegi nei confronti degli immigrati, più trasparenza nella politica e un’autonomia che non sia solo gestione di denaro”. [tutto]
Mehr:


2.| Ein Barbesitzer von Rovereto wurde Anfang Oktober niedergeschlagen. Der Grund: Er ist Antifaschist. Die Täter: Ein Kandidat und ein Mitglied der FT Trentino.
GLOBAL PROJECT. Per i carabinieri continua a trattarsi di una denuncia per aggressione, roba di routine. A fare la differenza, nell’episodio di domenica notte, quando un barista del centro è stato picchiato in centro, è che i denunciati sono Luca Benedetti, 28 anni di Ronzo, candidato alle provinciali per la Fiamma, e Thomas Dalla Costa, roveretano, responsabile della sezione giovani del partito. La denuncia, di per sè, non prova nulla: è la versione di chi ritiene di aver subìto un torto. [tutto]
Mehr:


3.| Aldo Valentini, Landtagskandidat der Fiamma Tricolore im Trentino, betrieb einen Blog mit nazistischem, antisemitischem und - natürlich - faschistischem Inhalt. Nach starkem Medienecho wurde der Kandidat von der Liste gestrichen.
GLOBAL PROJECT. «Gli ebrei sono nemici di Dio e nemici della nostra santa religione, san padre Pio». Questo messaggio antisemita dà il benvenuto sul blog di Aldo Valentini, 35 anni, commerciante, residente a Sopramonte nonché candidato nella lista della Fiamma Tricolore, la formazione di estrema destra guidata a Trento dal consigliere comunale Emilio Giuliana, che sostiene Sergio Divina come candidato presidente della Provincia. [tutto]
Screenshot del blog:

In memoriam

In memoriam Forza Nuova: Ein Sticker, der schon seit etlichen Monaten in der Meraner Gegend kursiert. Ein Sticker, der der vermeindlich "kommunistischen" Antifa den Tod wünscht. Ein Sticker, der aber am Besten für seinen Urheber steht: Von der Forza Nuova, Sektion Meran, ist seit Wochen nichts mehr zu hören, der Parteisitz in der Texelstraße wirkt verlassen (keine Videokameras und Aufkleber mehr) und auch die Homepage ist nicht mehr erreichbar. Wer andere in die Grube wünscht...
Nur im Forum "Leoni Neri" tummeln sich noch ein paar Gestalten aus dem Trentino, die kürzlich auch etwas zur Antifa Meran zu bereden hatten [hier]. Im Großen und Ganzen ist das Forum ein wirres Sammelsurium von faschistischen Parolen, Revisionismus und "Sieg Heil"-Kommentaren.

Link:

Kreativ statt einfältig


Interessant, auf was für kreative Ideen man im "Weltnetz" trifft: Beispielsweise ein Projekt von Studentinnen und Studenten des Fachbereichs Design an der Fachhochschule Dortmund, die sich mit Maßnahmen gegen rechte Gewalt auseinandergesetzt haben. Entstanden sind so rund 100 Plakatmotive und andere Medien.

Hier zu den Motiven:

martedì 14 ottobre 2008

Info: Antifa-Demo in Innsbruck

Am 25. Oktober veranstaltet die Antifa Vorarlberg eine Demo in Innsbruck, um für eine freie Welt und gegen Fremdenhass, Nazismus und Repression einzutreten.
Treffpunkt ist um 11 Uhr am Bahnhof, alle Infos zur Demoroute, Ablauf, Anreise und den Parolen gibt es auf der Website http://innsbruck-demo.page.tl
Die Antifa Meran war nicht an der Organisation beteiligt, ruft aber zu zahlreicher und friedlicher Teilnahme auf.

Zwecks der gemeinsamen Teilnahme einer Delegation aus Südtirol mögen sich die Interessierten melden.

Abbiati: "Il fascismo non sia tabù"

Der Fußball und der Faschismus. Milans Torwart bekennt: "Ho votato la Destra. I miei valori? Patria, ordine, religione."
LA GAZZETTA DELLO SPORT. Abbiati si racconta: "Il fascismo non sia tabù". Sul numero di Sportweek in edicola domani con la Gazzetta dello Sport, il portiere del Milan si confessa a cuore aperto: "Ho votato la Destra. I miei valori? Patria, ordine, religione". [mehr]
L'ESPRESSO. Abbiati fascista torna a dividere la curva rossonera. Le dichiarazioni del portiere sulle sue simpatie fasciste hanno fatto nuovamente esplodere il conflitto tra le diverse anime del tifo. [mehr]
DIE PRESSE. Fußball: Milan-Tormann Abbiati sympathisiert mit Faschismus. Der 31-Jährige meinte: "Ich bewundere die Fähigkeit des Faschismus, Ordnung und Sicherheit zu garantieren". Die Allianz mit Hitler und der Einzug in den Krieg seien aber Fehler gewesen. [mehr]

lunedì 13 ottobre 2008

Rechtsextreme Gewalt mal 10.655

Straftaten mit rechtsextremen Hintergrund in Deutschland viel höher als erwartet: Über 10.000 Delikte gemeldet.
SPIEGEL. Immer Gewalt von Neonazis: Die Rechtsextremisten in Deutschland haben im ersten Halbjahr erheblich mehr Straftaten begangen als bisher bekannt. Die Polizei registirierte von Januar bis Juni insgesamt 10.655 Delikte, wie der "Tagesspiegel" unter Berufung auf die Linksfraktion berichtet. [mehr]
TAGESSPIEGEL. Nach neuen, aktualisierten Zahlen der Bundesregierung registrierte die Polizei vom 1. Januar bis zum 30. Juni insgesamt 10.655 Delikte. Das sind über 3300 Straftaten mehr, als sich aus der Summe der vorläufigen Berichte ergibt, mit denen die monatlichen Anfragen von Bundestags-vizepräsidentin Petra Pau (Linke) und ihrer Fraktion beantwortet werden. [mehr]

Bar geschlossen

"Dolomiten" meldet Schließung zweier Bars in Meran. Eine wegen des Vorwurfs der rassistischen Diskriminierung.
"Nach langen Nachforschungen erließ die Staatspolizei unter Vizequästorin Cinzia Cellucci auf Anordnung der Quästur eine  zehntägige Schließung von zwei Bars in Meran.", schreibt die "Dolomiten". Während sich in der einen zahlreiche Vorbestrafte aufgehalten hätten, sei der Pub "Muuh" in der Carduccistraße ein beliebter Treffpunkt der Naziszene gewesen. Auch die im April verhafteten Neonazis hätten sich oft dort aufgehalten. Zudem sei es dadurch zu rassistischen Diskriminierungen von anderen Kunden gekommen.

sabato 11 ottobre 2008

Volksabstimmung 2009

Direkte Demokratie - in Südtirol noch ein Fremdwort. Das soll sich ändern: Mit der Volksabstimmung (voraussichtlich im Mai) 2009.
Die erste Hürde wurde gemeistert, rund 26.000 Unterschriften wurden im ganzen Land gesammelt. Nächstes Jahr ist es dann soweit: Über das von der "Initiative für mehr Demokratie" eingebrachte Bessere Gesetz kann abgestimmt werden. Zentrale Verbesserung in diesem Gesetz sind unter anderem:
  • Ein echtes Referendum, mit dem Gesetze des Landtages und vor allem auch Beschlüsse der Landesregierung vor ihrem Inkrafttreten abgelehnt, nicht nur nachträglich abgeschafft, werden können.
  • Diejenigen entscheiden, die abstimmen gehen. 15% Mindestbeteiligung an der Volksabstimmung reicht als Garantie, damit nicht zu wenige entscheiden.
  • Eine vernünftige Unterschriftenzahl: 10.000 Unterschriften in 6 Monaten für eine Volksinitiative und 7.500 für ein Referendum in 3 Monaten: diese Hürden reichen, um ein Übermaß an Anträgen zu vermeiden.
  • Eine erleichterte Unterschriftensammlung, bei der jede vom Bürgermeister beauftragte Person Unterschriften in der eigenen Gemeinde beglaubigen können soll.
  • Auch über die Regelung der PolitikerInnengehälter soll eine Volksabstimmung abgehalten werden können.
Die Antifa Meran sieht vor allem in der Politikverdrossenheit eine große Gefahr für die Demokratie, da sie in Frage gestellt und durch Extremismen unterwandert wird. Eine echte Mitbestimmung wie durch diese Maßnahmen der direkten Demokratie macht Politik zu einem Instrument des Volkes, stärkt die Demokratie selbst und schützt vor extremistischen Tendenzen. Aus diesem Grund unterstützen auch wir diese Initiative.

Link:

venerdì 10 ottobre 2008

SVP: Deine Stimme gegen Rechts? Naja.

SVP schaltet Inserat gegen Rassismus und Rechtspopulismus. Eine gute Sache. Wenn sie es nicht nur aus wahltaktischem Kalkül täte.
"Damit unsere Jugend nicht zum Opfer rechter Hetzer wird. Wir sind schockiert über Nazi-Sympathien in Südtiroler Oppositionsparteien. Wir lehnen es ab, mit rechtsradikalen Jugendlichen zu liebäugeln, wie es Union und Freiheitliche tun. Vielmehr wollen wir eine bessere Ausstattung für die Jugendarbeit, um Prävention und Betreuung zu verstärken. Wir sind FÜR Ideen, für Kritik, für Menschen. Wir sagen Nein zu Rassismus und Rechtspopulismus."
Dies der Text im Wortlaut. Es ist ein guter Text, ein treffender - leider. Es wäre schön, solche offenen Stellungnahmen öfters zu hören.
Und doch hat die ganze Sache - so begrüßenswert die Aktion an sich ist - einen Haken. Es geht der SVP nämlich nicht um ihre Menschlichkeit, ihre friedliche Welt und ihre Abneigung dem Rassismus gegenüber. In all den Jahren ist gar nichts dergleichen geschehen. Im Gegenteil: Selbst in der SVP, die ja eine Sammelpartei ist, tummeln sich Personen, die genauso gut in eine Freiheitliche Partei oder eine Union passen würden.
Die Motivation hinter dem Inserat ist nämlich ein rein wahlkampfstrategisches Kalkül. Die Freiheitlichen punkten mit dem Ausländerthema, weil die seriösen Parteien auf breiter Front dazu schweigen. Es gibt Probleme mit Immigranten aus anderen Kulturräumen, natürlich, und je mehr Menschen aus solchen Ländern einwandern, desto größer werden die Herausforderungen, natürlich. Aber eine öffentliche Debatte findet nicht statt, und so sind es die Rechtspopulisten, denen das Feld überlassen wird und die die Richtung bestimmen. Und damit punkten, in Südtirol genaus wie in Österreich.
Die SVP hat das gesehen, hat es zuerst mit Annäherung versucht und ist ein Stückweit nach rechts gerutscht, indem sie beispielsweise härtere Regelungen für Einwanderer erlassen hat. Als die SVP erkannt hat, dass dies nichts fruchtet (weil Originale besser ankommen als Kopien), hat sie jetzt mithilfe der "Dolomiten" eine Kampagne gegen die Freiheitlichen angezettelt. 
Das Desaster "Freiheitliche Rocknacht" kam dabei sehr gelegen. In mehreren Artikeln wurde einerseits das Ausländerthema aufgegriffen und - ganz korrekt - die populistischen Aussagen der Freiheitlichen widerlegt, andererseits wurde die Partei selbst - mit oft nicht ganz korrekten Mitteln - ins rechte Eck gestellt. Was an sich durchaus seine Richtigheit hat: Ein bestimmter Teil der Freiheitlichen bewegt sich ganz klar um und in rechtsextremen Kreisen. Dass sie als einzige Partei einen "Ehrenkodex" haben, ist nicht nur positiv zu sehen - schlimm genug, dass sie so einen Ehrenkodex überhaupt brauchen. 
Es ist aber fadenscheinig von der SVP, hier mit dem Finger nur auf den politischen Gegner zu zeigen. Und dies auch nur, wenn er gefährlich wird. Eine breite Übereinstimmung in den Themen Rassismus und Rechtsextremismus wäre nötig und begrüßenswert, um die Probleme effektiv angehen zu können. Andererseits hat der Spruch "Der Zweck heiligt die Mittel." manchmal auch seine Gültigkeit.


Sag niemals nie...

SVP reagiert auf breiter Front auf die guten Umfragewerte der Freiheitlichen und die Entwicklungen in Österreich. Jetzt ganz offen mit einem Inserat.
Nach diversen Artikeln in der Dolomiten und auf Stol zum Thema Fremdenfeindlichkeit und Rassismus ging die SVP nun vollends in die Offensive:
Unter dem Titel „Damit unsere Jugend nicht zum Opfer rechter Hetzer wird“ zeigt sich die SVP „schockiert“ über „Nazi-Sympathien“ in Südtiroler Oppositions- parteien. Man lehne es ab, „mit rechtsradikalen Jugendlichen zu liebäugeln, wie es Union und Freiheitliche tun“, heißt es wörtlich in der Anzeige. (Quelle: Stol)
Die Freiheitlichen reagierten empört. Der Satz des Tages kommt dann auch von Ulli Mair: "Es gibt kein Beispiel für Verbindungen zur Neonazi-Szene."
Keine? Wirklich keine? So sicher sind wir uns da nicht. Scrollt einfach ein paar Einträge hinunter und bildet euch selbst eure Meinung.

Antifa Meran: die "Gesinnungs-Justiz"

Keine offizielle Stellungnahme der Freiheitlichen zu den Verweisen auf Verbindungen der zwei Ortsgruppen-Vorsitzenden. Demanega reagiert.
Auf einen Eintrag im Gästebuch der Freiheitlichen (mit Link zu unseren Artikeln) antwortete Michael Demanega, FJ-Sprecher, folgendes:
"Beide Personen haben diese Art von Gesinnung verworfen und sind erst im Nachhinein Mitglied der Freiheitlichen geworden. Sie haben in einem ausführlichen Gespräch bestätigt, niemals mit dem Gesetz in Berührung gekommen zu sein und dieser Gesinnung abgeschworen zu haben.
Zurzeit vermerken wir Freiheitlichen verstärkt, dass die selbst ernannte Gesinnungs-Justiz „Antifa Meran“ uns Freiheitliche in einem bestimmten Eck haben möchte. Vielleicht hängt das mit der Landtagskandidatur zweier Köpfe der Anti-Faschisten zusammen, die für Grüne und Kommunisten um Stimmen werben. Auf jeden Fall ist die Antifa eindeutig einer politischen Richtung zuzuordnen und keinesfalls als objektive Quelle zu verstehen.
Wenn es einen wirklich ernsthaften Verdacht gegen uns oder gegen Einzelpersonen gibt, dann soll die Antifa konsequent sein und bei der Staatsanwaltschaft eine Anzeige erstatten. Ansonsten werden wir das wegen Rufmord tun!"
Dazu lässt sich nur Folgendes sagen: Die Antifa ist dazu da, rechtsextreme Verstrickungen und Packteleien aufzudecken. Jedem steht es frei bzw. jeder ist selbst aufgefordert, sich ein Urteil über unsere Publikationen zu machen. Und dass zwei Mitarbeiter der Antifa bei den Landtagswahlen kandidieren, wird sich doch nicht auf das Verhalten freiheitlicher Ortssprecher auswirken. Eines ist gewiss: Auch in Zukunft werden wir unsere Augen offen halten.

giovedì 9 ottobre 2008

Tocca a te - noch 10 Tage!

Deine Kreativität ist gefragt! Per fare l'Antifa piú visibile abbiamo deciso di pubblicare qualcosa - un'altro adesivo, volantini, cartoline. Tocca a te! Schicke deinen Vorschlag innerhalb 20. Oktober an antifa-meran@hotmail.com und nimm am Wettbewerb teil. Ihr entscheidet dann auch, welches Motiv in ganz Südtirol verbreitet werden soll. Non vi è dato un tema speciale, sciegliete voi!

Österreich, Ausländer und die Freiheitlichen

Zwei interessante Leitartikel in der Wochenzeitschrift "ff", die auch online einsehbar sind.
Freie Fahrt für Freiheitliche?
Es ist erstaunlich, wie man den Freiheitlichen im Wahlkampf die Ausländerfrage überlässt. Dabei zeigt jede nüchterne Betrachtung: Südtirol hat nicht zu viele, sondern zu wenige Ausländer. [mehr]
Durnwalders Niederlage in Wien
In Österreich gewannen jene Parteien, die am deftigsten auf das Feindbild Ausländer eingedroschen haben. Wie werden die Südtiroler Parteien auf die Lektion reagieren? [mehr]

Österreich: Rechtsextremer an der Spitze

[Bericht von bnr.deDer FPÖ-Bundesvorstand hat den langjährigen Nationalratsabgeordneten Martin Graf (Jg. 1960) einstimmig für den Posten des Dritten Nationalratspräsidenten nominiert. 
Die rechtsaußen angesiedelte FPÖ eroberte nach der Nationalratswahl am 28. September den Posten als drittstärkste Kraft von den Grünen. Unter der Führung von Heinz-Christian Strache erzielte die FPÖ landesweit 18 Prozent. Ihr bestes Wahlresultat erreichte die FPÖ in Wien mit 21,42 Prozent, gefolgt von Oberösterreich mit 19,5 Prozent und Niederösterreich mit 18,48 Prozent. Im Nationalrat wird am 28. Oktober über das Präsidium abgestimmt. 
Graf ist seit November 1994 Parlamentsmitglied. Der Jurist zählt zum extrem rechten Flügel der FPÖ. Er gehört der rechtsextremen Wiener Burschenschaft Olympia an und war zeitweilig Vorstandsmitglied des revanchistischen Arbeitskreises Witikobund Österreich. Im Jahr 2000 meldete Graf sich zum NS-Verbotsgesetz zu Wort und erklärte: „Es muss in einer demokratischen Welt zulässig sein, ein Gesetz, das die Meinungsfreiheit und die politische Tätigkeit einschränkt, zu kritisieren.“ 1997 nahm Graf zur Grenzziehung Stellung: „Die heutigen Staatsgrenzen wurden willkürlich gezogen; das deutsche Volkstum muss sich frei in Europa entfalten können.“ (am)

Hintergründe zu Graf:

Zum Verwechseln ähnlich...

Die NPD-Jugend Bayern und Franken hat nun ihr Material zur Kampagne "Südtirol bleibt deutsch" ins Internet gestellt.
Damit will sich die NPD für die 16 Südtiroler Neonazis einsetzten, die im Frühjahr vorübergehend verhaftet wurden (wir berichteten).
Für die Slogans und Forderungen haben sich die deutschen Rechtsextremen offensichtlich bei der "Süd-Tiroler Freiheit" inspirieren lassen. Es wäre dies doch der ideale Zeitpunkt, dass sich Klotz & Co. mit demselben Eifer gegen den deutschen Rechtsextremismus stellen wie sie dies schon gegen die (wohl gemerkt italienischen!) Faschisten tun.

Link:

mercoledì 8 ottobre 2008

JU auf Schmusekurs mit Rechtsaußen

Südtirols Rechtspopulisten sonnen sich im Sieg der Rechten in Österreich. Weitgehend unbemerkt bleibt, wie braun sie dabei werden.
Als wirklich ekelhaft muss die Anbiederung der rechtspopulistischen Parteien Südtirols (insbesondere Freiheitliche und Union) mit den doch sehr weit außen stehenden - von der internationalen Presse weitgehend als rechtsextrem bezeichneten - österreichischen Rechtsparteien wie FPÖ und BZÖ (das aus erstgenannter entstanden ist) gelten. Die Junge Union brüstet sich dabei mit ihrer Nähe zu den österreichischen "Orangen" und schließt einige denkwürdige Freundschaften.

In einer Pressemitteilung [hier] berichtet die JU von einem Besuch ihres Sprechers Helmut Taber und dem Bezirksjugenkoordinators des Pustertales, Andreas Lang, auf dem Bündniskonvent des BZÖ. Ablichten lassen sie sich dabei mit Ewald Stadler, ehemaliger Volksanwalt und FPÖ-Abgeordneter. Einige Fakten, die man zu Stadler wissen sollte:
- Vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) wird Stadler als rechtsextrem eingestuft, er selbst bezeichnet das DÖW als "kommunistische Tarnorganisation". [Link]
- Im Juni 2002 trat Stadler als "Feuerredner" bei der Sonnwendfeier der Familie Rosenkranz auf. Horst Jakob Rosenkranz war in der rechtsextremen Szene tätig - u.a. für die NPD. Stadler bemängelte in seiner Rede, dass die "gnadenlosen Gutmenschen und Tugendterroristen, die heute Wehrmachtsveranstaltungen und Wehrmachtsausstellungen gestalten", behaupten, Österreich sei 1945 befreit worden: "1945 - und das ist zur Staatsideologie geworden - sind wir angeblich vom Faschismus und von der Tyrannei befreit worden". [Link]
- Am 8. Mai 2002, dem Jahrestag der Kapitulation der Deutschen Wehrmacht, veranstalten Wiener Rechtsextreme und Neonazis einen Trauermarsch mit Kranzniederlegung am Grabmal des unbekannten Soldaten auf dem Wiener Heldenplatz. Redner war in diesem Jahr auch Ewald Stadler. Dieser erwies vor den Kameraden nicht nur den gefallenen Soldaten, sondern auch einem führenden deutschen Neonazi und Terroristen die Ehre. Stadler verlangte von seinen Kameraden mehr Mut, "einen enttabuisierten Umgang mit unserer Geschichte zu verlangen, wie dies Horst Mahler in Deutschland getan hat, der dafür auch entsprechend verfolgt wurde". Der in Deutschland wegen Volksverhetzung  verurteilten Antisemit, Neonazi und Holocaustleugner Mahler war in der NPD tätig und begrüßte 2007 bei einem Interview den Journalisten mit "Heil Hitler". [Link 1, 2, 3, 4, 5]

Hier nun Taber mit Jörg Haider, BZÖ-Spitzenkandidat und LH von Kärnten. Ein Blick in Wikipedia hätte schon einiges geklärt: "Die Kritiker Haiders bezeichnen ihn zumeist als Populisten mit rechtsextremer Weltanschauung. 
Einige seiner Äußerungen werden als fremdenfeindlich, rassistisch undantisemitisch eingestuft. So verwendet er immer wieder das in der rechten Szene geläufige, antisemitische Klischee „Ostküste“ (als Chiffre für die New Yorker Juden)."
In einer Ansprache gegenüber SS-Veteranen meinte Haider: "Dass es in dieser regen Zeit, wo es noch anständige Menschen gibt, die einen Charakter haben und die auch bei größtem Gegenwind zu ihrer Überzeugung stehen und ihrer Überzeugung bis heute treu geblieben sind. (…) Wir geben Geld für Terroristen, für gewalttätige Zeitungen, für arbeitsscheues Gesindel, und wir haben kein Geld für anständige Menschen.
Hier ein Link zum Thema "Haiders FPÖ - populistisch oder rechtsextrem" und eine Auswahl rechtsextremer und rassistischer Äußerungen von Haider und FPÖ-Spitzenleuten. Interessant auch die rechte Vergangenheit (und Gegenwart) der FPÖ- und BZÖ-Abgeordnete der Wahl 2008.

Da können wir uns bei einer "möglichen künftigen Zusammenarbeit" von BZÖ und Union auf schöne Zeiten gefasst machen.

Bildquelle: Junge Union

FN + FPÖ = eine unheilige Allianz

Nach den Beifallsbekundungen italienischer Neofaschisten zum Rechtssieg in Österreich kam es jetzt zu einem Treffen zwischen FPÖ und Forza Nuova. Das Ziel: ein gemeinsamer Wahlkampf.
Italiens Faschisten bejubeln den Wahlsieg der Rechten in Österreich. Die Duce-Enkelin Alessandra Mussolini äußerte Genugtuung über den „überwältigenden Erfolg" von Heinz-Christian Strache, den sie auf einer Tagung in Wien „kennen und schätzen gelernt" habe. [mehr: derstandard.at]

Neonazis und -faschisten über FPÖ-Erfolg. Wie nicht anders zu erwarten feiert die extreme Rechte die Stimmenzuwächse der FPÖ am 28. September. [mehr: doew.at]
Die Kontakte wurden alle schon letztes Jahr geknüpft: 2007 saß die FPÖ mit Rechtsextremen aus ganz Europa - unter anderem Alessandra Mussolini (FN) und Luca Romagnoli (Fiamma Tricolore) - in der Fraktion "ITS - Identität, Tradition, Souveränität" im Europäischen Parlament. Glücklicherweise löste sich diese Fraktion nach dem Austritt der rumänischen Rechtsextremen aufgrund der rumänienfeindlichen Haltung der italienischen Neofaschisten im selben Jahr wieder auf.
Nun kündigt Roberto Fiore, Leader der Forza Nuova, eine Zusammenarbeit mit der FPÖ hinsichtlich der bevorstehenden Europawahlen 2009 anDer FPÖ-Abgeordnete Gerhard Kurzmann beteiligte sich am Wochenende in Rom an einem Campo d'Azione der FN, um die Gemeinsamkeiten für den Wahlkampf abzustecken: Mit einer einheitlichen Kampagne wollen FPÖ und FN besonders auf die Themen islamische Invasion, Korruption, Krise der schwachen Schichten und Finanzkrise eingehen.
Fiore: ''Da die Probleme Österreichs und Italiens in mehreren Aspekte ähnlich sind und die von unseren Parteien vorgeschlagenen Lösungen auch ähnlich sind, werden wir eine gemeinsame Wahlkampagne führen, um ein wirklich vereintes Europa im Zeichen der Völker zu verlangen".
Und in der Pressemitteilung hieß es: "La presenza al campo d’Azione di Roma del deputato dell’ FPOE austriaco Gerhard Kurzmann è stata accolta con simpatia dai forzanovisti romani ed ha fornito l’occasione per un patto politico in vista delle prossime elezioni europee."

Links:

martedì 7 ottobre 2008

S. Venzo bezieht Stellung

Nachdem die Antifa auf Partyfotos hingewiesen hat, die S. Venzo mit einschlägigen Kleidungsstücken zeigen, hat dieser nun Stellung bezogen.
Er sei seit einem halben Jahr aus der Szene ausgestiegen, da er die Sinnlosigkeit und Falschheit seines Tuns eingesehen habe. Mittlerweile hat er sich von diesem Freundeskreis und deren Ideologie losgesagt und will auch nichts mehr damit zu tun haben. Venzo: "In der Jugend macht man die eine odere andere Blödheit. Ich weiß das jetzt und habe eine zweite Chance verdient." 
Im Gästebuch der Antifa schreibt er: "Ich teile euch mit, dass ich mich diesbezüglich nicht mehr angesprochen fühle, da ich meine Meinung, lange vor dem Eintritt in die Partei geändert habe. Ich habe den Ehrekodex unterschrieben und distanziere mich somit von jeglichem nationalsozialistischen und faschistischen Gedankengut."
Weiters hat Venzo angekündigt, von seiner Rolle als Ortsgruppenführer der FJ zurückzutreten und nur mehr als einfaches Mitglied aktiv zu sein.

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lunedì 6 ottobre 2008

Gestern bei den Nazis dabei...

...heut schon in der blauen Partei! Für S. V., Jahrgang 1990 und Ortssprecher der Freiheitlichen Jugend Burgstall trifft dies auf jeden Fall zu.
Abgesehen davon, dass er sich auf der FJ-Homepage mit dem Slogan des deutschen Marxisten Bert Brecht schmückt, ("Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zu Pflicht.") scheinen V. Sympathien doch mehr den rechten Recken gehören - den ganz Rechten. Ein Ausflug auf Eventguide.it (von einigen aufmerksamen Sympathisanten aufgestöbert) fördert so einiges zu Tage.


Hier sehen wir V. mit einer Bomberjacke und - gut sichtbar, auf dem rechten Arm -, die Flagge des Norddeutschen Bundes (Kriegs- und Heeresmarine, 1867-1921), die in der rechtsradikalen Szene als Ersatz für die verbotene Reichskriegsflagge des Dritten Reiches verwednet wird. Aufgenommen wurde das Bild bei einer Party der Jungen Generation in Schenna am 19.11.2005.





Das zweite Foto stammt von derselben Party, hier ganz deutlich sichtbar der Aufnäher der Jacke: Pit Bull Germany, eine der beliebtesten Neonazi-Marken überhaupt.

Dieses Foto, aufgenommen bei einer anderen Party der Jungen Generation in Schenna am 22.11.2007, zeigt V. mit einem Pullover mit eindeutiger Aufschrift: "I belive in 14 words". Die "14 words" sind eine Parole des amerikanischen Neonazis David Lanes und stehen für "We must secure the existence of our people and a future for White children" ("Wir müssen die Existenz unserer Rasse und auch die Zukunft unserer weißen Kinder sichern.“).





Es ist traurig, dass solche Personen nicht nur Mitglieder der Freiheitlichen sind, sondern sogar Führungspositionen einnehmen. Würde der "Ehrenkodex" der Freiheitlichen wirklich ernst genommen werden, so müsste V. sofort aus der Partei ausgeschlossen werden.

Gestern bei den Nazis dabei... II

...heut schon in der blauen Partei! Auch der Vorsitzende der Ortsgruppe St. Martin/Passeier, Michael Kofler, Jahrgang 1990, pflegt eine nette Gesellschaft und scheint in dieser bestens involviert zu sein.


Hier mit einschlägig bekannten Kameraden bei der JG-Party in Schenna, 2005; nach eingenen Angaben ist Kofler seit Frühjahr 2007 Mitglied bei den Freiheitlichen. Bei solchen Bildern erscheint auch die Forderung in puncto Umwelt, "kulturfremde Projekte, die nicht dem Tiroler Baustil entsprechen", zu verbieten, in einem noch schieferen Licht.

Michael Kofler auf der FJ-Seite:

Michael Kofler auf Eventguide.it: