lunedì 15 settembre 2008

Giovane di colore ucciso a sprangate

MILANO - Ucciso a sprangate. Forse solo per una scatola di biscotti. Sono stati fermati dalla polizia i due uomini, padre e figlio, proprietari del bar dove è avvenuta la tragedia che ha portato alla morte di un giovane italiano, Abdul William Guibre, 19 anni, originario del Burkina Faso e residente a Cernusco sul Naviglio, aggredito stamani con una spranga in via Zuretti, a Milano perché accusato di aver rubato dei dolci.
L'aggressione, accompagnata da insulti razzisti, è avvenuta questa mattina verso le 6 mentre Abdul si trovava con due amici. Il giovane è stato subito ricoverato all'ospedale Fatebenefratelli dove è morto qualche ora dopo. Nel pomeriggio i due, padre e figlio, sono stati individuati e fermati con l'accusa di omicidio volontario. [...]

INFOMIG gestartet!

INFOMIG - Migration und Südtirol, so nennt sich das neue Infoportal der Antifa Meran. 
Damit soll mit gängigen Vorurteilen aufgeräumt und die Basis für eine sachliche Diskussion über die neue Herausforderung der Immigration geschaffen werden. Bis dato sind Artikel über die Immigration in Südtirol, das Phänomen der Migration allgemein und die Bevölkerungsentwicklung in Deutschland online. Das Angebot an Fakten und Daten soll aber ausgeweitet werden - dazu ist jede Mithilfe erwünscht.

sabato 13 settembre 2008

La fiamma del fascismo...

Die Unitalia - Movimento Iniziativa Sociale (zu deutsch: Ein Italien - Bewegung Soziale Iniziative) ist eine rechtsexreme nationalistische Partei Italiens mit dem Ursprung in der Provinz Bozen. Sie ging 1996 aus einer Abspaltung auf lokaler Ebene von der rechtskonservativen Alleanza Nazionale (AN) hervor. Dabei hatt
e sich unter der Führung von Donato Seppi eine Gruppe von Gemeinderäten aus Bozen aus Protest gegen die so genannte Svolta di Fiuggi (die Neuausrichtung des postfaschistischen Movimento Sociale Italiano hin zur gemäßigteren AN) zu einer Splitterpartei zusammengeschlossen. Unitalia tritt seit ihrer Gründung für einen Schutz des „Italienertums“ in der Provinz sowie für die Einheit Italiens ein und ist damit strikt gegen jedes Autonomiebestreben Südtirols eingestellt. 
In ihrem Einfluss ist die Partei jedoch auf die Region Südtirol beschränkt. Im Landtag ist sie mit Donato Seppi vertreten. Bei den Parlamentswahlen in Italien 2008 trat die Partei zusammen mit der im Juli 2007 gegründeten Partei La Destra auf einer Liste an. Unitalia kandidiert als ebenfalls für die Landtagswahlen 2008.

Mussolinis Schatten

Italiens Verteidigungsminister La Russa äußert Verständnis für den Faschismus unter Diktator Mussolini. Kritiker bezweifeln, dass Italiens Rechte wirklich geläutert ist.
Eigentlich sollte Verteidigungsminister Ignazio La Russa bei einer Feierstunde an diesem Montag in Rom des Waffenstillstands zwischen Italien und den Alliierten am 8. September 1943 gedenken. Dabei würde er gewiss, so die allgemeine Erwartung, auch lobende Sätze über den antifaschistischen Widerstand sprechen.
Doch dann fand der Minister auch freundliche Worte für faschistische Kämpfer: Diese Männer des Diktators Benito Mussolini, die die alliierten Landungstruppen südlich von Rom bekämpften, hätten an die Verteidigung ihrer Heimat geglaubt und verdienten Respekt. [...]

venerdì 12 settembre 2008

Antifa Meran|o bei Emergency-Festival

Die Antifa Meran|o war heuer beim viertägigen Emergency-Music-Aid-Festival in Meran mit ihrem Infostand dabei.
Abgesehen von einem verregneten Tag war das Fest ein voller Erfolg und mit Sicherheit ein Highlight der Meraner Open-Air-Veranstaltungen. Erfreulich auch das rege Interesse der BesucherInnen für die Arbeit und die Materialien der Antifa Meran. Ein herzliches Dankeschön an alle, welche dies mit einer Spende zu würdigen wussten.
Wir hoffen, auch nächstes Jahr wieder dabei zu sein.

martedì 9 settembre 2008

NPD startet Kampagne für Südtiroler Neonazis

Es klingt fast unglaublich: Die Jugendbewegung JN der rechtsextremen NPD startet eine Kampagne für die 16 Südtiroler Neonazis, die im Frühjahr dieses Jahres verhaftet wurden.

Verharmlosung und Lügen
Die "Jungen Nationaldemokraten (JN)" aus Bayern haben eigens einen Südtirol-Link auf der Startseite der Homepage angelegt. Sie verkünden dann auch großspurig, eine Kampagne für die inhaftierten Nazis starten zu wollen: "Im April 2008 kam es im italienisch besetzten Südtirol zu über 100 Hausdurchsuchungen bei jungen deutschen Patrioten. Der Vorwurf: ein klares Bekenntnis zu ihrer deutschen Heimat und eine damit verbundene Ablehnung der immer noch existenten Besatzung in Südtirol durch die italienische Staatsmacht.", heißt es dort.
Eine solche Verdrehung der Fakten muss schon als Lüge bezeichnet werden: Weder handelt es sich bei den verhafteten Jugenlichen um harmlose Patrioten, noch ist es ihre "Heimatliebe", welche sie in die U-Haft gebracht hat, sondern gewalttätige Übergriffe in 20 Fällen sowie rassistische und nationalistische Hetzte.

Nazis, die den Verrat anprangern...
Gleichzeitig präsentiert der bayrische JN-Zweig ein Südtirol-Logo mit dem Slogan "Südtirol bleibt deutsch". In ihrem Flugblatt wagt er einen Streifzug durch die Geschichte des Landes, der einseitiger nicht sein könnte - und widersprüchlicher.
Denn die JN stellt die Italiener kollektiv als Unterdrücker und Besatzer an den Pranger und skandiert Parolen wie "Verzicht ist Verrat". Die Tatsache, dass die Repression aber von der faschistischen Regierung und dem treusten Hitler-Verbündeten Mussolini ausging, unterschlagen sie aber. Und das Thema Hitler-Mussolini-Abkommen (als Ursache für die Option) und den Verzicht Hitlers auf den "deutschen Süden" werden ebenfalls nicht angsprochen.
Allzu bekannte Parolen und Forderungen
Stutzig machen muss jedem Leser, jeder Leserin aber die Ähnlichkeit der Sprache, der Argumente und der Forderungen, welche die JN-ler verwenden, mit ebensolchen deutssprachiger Oppositionsparteien. Besonders der Text "Patriotenverfolgung in Südtirol" gleicht in seiner Thematik und Sprache den Äußerungen Südtiroler Mitte-Rechts-Exponenten nur zu gut. Und auch die Forderungen wie "die freie Selbstbestimmung der Deutschen in Südtirol und ein Ende der italienischen Besatzung" und "die Aufhebung der Unrechtsurteile gegen die Südtiroler Freiheitskämpfer und die damit verbundenen Einreiseverbote!" sowie der Slogan "Südtirol ist nicht Italien" dürften nur allzu bekannt sein.

Die "Neue Südtiroler Tageszeitung" im Visier
"Die Redakteure der deutschsprachigen Besatzungspresse „Neue Südtiroler Tageszeitung“ erledigen die öffentliche Diskreditierung der deutschen Jugendlichen in Südtirol. Mit vollem Namen, Alter und Wohnort werden sie in der italienischen Lizenzjournaille als „Neo-Nazis“ diffamiert. Ein Schild mit der Aufschrift „Ein Tirol“, das den Eingang einer Berghütte ziert, reicht den italienhörigen Federknechten dafür vollkommen aus.", schreibt die JN aus Deutschland, die über gute Informanten zu verfügen scheint.

Beunruhigende Aktivitäten
Es beweist, wie gut die Kontakte der verhafteten Südtiroler Neonazis mit den deutschen Rechtsextremen waren, wenn sie einen solchen medialen Aufwand betreiben (die JN kündigt Flyer, Plakate, Aufkleber und "T-Hemden" an). Gleichzeitig untermauert die JN und deren Mutterpartei, die NPD, ihren Anspruch auf den "deutschen Süden" und versucht, mit dieser Kampagne ihr Einflussgebiet auch auf Südtirol auszuweiten. Daher heißt es für die Zukunft umso mehr, wachsam zu bleiben.

Die Seite der JN Bayern/Franken...
...und der Bereich zu Südtirol


"Dolomiten": Zensur statt Aufarbeitung

In Südtirol wird lieber vertuscht als offen geredet, wenn es um die Zeit des Naziregimes und die Aktivitäten der Landsleute in und unter diesem geht. 
Nach dem 2. Weltkrieg hat man gegen die faschistoide italienische Regierung zusammengehalten und geschwiegen - und heute, über 60 Jahre später, schweigt man auch lieber, als Unangenehmes auszusprechen. Der Schein muss um jeden Preis gewahrt werden, auch um den der Wahrheit.
Dass auch viele Südtiroler aktive Nationalsozialisten waren, das will man nicht hören. Geschichtsaufarbeitung, die kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Historie - kein Bedarf. Und wenn es jemand trotzdem tut, dann wird er totgeschwiegen. Wie beispielsweise Markus Lobis.
Karl Nicolussi-Leck war Panzerkommandant und Obersturmführer der SS, seine Einheit, das Panzerbataillon Wiking, war in Kriegsverbrechen verwickelt und nach dem Krieg half er, Nazis durch Südtirol zu schleusen. Vor einigen Tagen verstarb Nikolussi-Leck, und niemand wagte es, diese "Detaills" aus seinem Leben anzusprechen.
Nun hat Markus Lobis einen Leserbrief geschrieben, der von der Leserbrief-Redaktion der Dolomiten abgelehnt wurde, mit der Begründung, "dass der Verstorbene mehr Pietät verdient". Unter dem Deckmantel der Rücksicht werden so Naziverbrechen totgeschwiegen.
Die Antifa fordert eine kritische Auseinandersetzung mit der Geschichte und gibt antifaschistischen Stimmen Raum.

Hier der zensierte Leserbrief von M. Lobis:

Ein typischer Südtiroler?
Mit Karl Nicolussi-Leck ist ein großer Südtiroler verstorben. War Nicolussi-Leck gar ein typischer Südtiroler, denen man ja nachsagt, aus jeder Situation jeweils das Beste zu machen?
VKS-Chef und glühender Nazi seit der Anfangszeit der „Bewegung“ ging Nicolussi-Leck 1940 zur SS, wurde zum ritterkreuztragenden Panzerkommandanten und Hauptsturmführer der SS-Division Wiking im 2. Weltkrieg und nach dem Krieg dann Nazi-Schleuser  im Reisebüro zum Hakenkreuz.
Dann – eher untypisch für Südtiroler – ein paar Jahre in Südamerika. Dort erfolgt Nicolussis märchenhafter wirtschaftlicher Aufstieg, dessen Grundlagen nie hartnäckig hinterfragt werden. Dann die Rückkehr in den warmen Schoß der Heimat. Fortan segensreiches Wirken in Bildung, Kultur, Wirtschaft und Politik. Als ob vorher einfach nichts gewesen wäre.  Ein schönes Leben in einem schönen Land. Dem Land der Opfer. 
Lei net rogeln!

Der ganze Emailwechsel mit der Leserbrief-Redaktion:

(alle Infos von markus-lobis.blog.de)

lunedì 8 settembre 2008

Südtiroler Freiheit auf alldeutschezeitung.com

Alldeutsche Zeitung - Nationale Zeitung für Deutschland, so nennt sich eine Online-Zeitung, die - interessanterweise - zwei Artikel über die Bewegung "Südtiroler Freiheit" publiziert hat.
Der Chefredakteur der Zeitung ist Karl "Thierry" Goschescheck, eine einschlägig bekannte Persönlichkeit in der rechten Szene Österreichs, unter anderem Gründer des “Nationalforums Elsaß-Lothringen” als auch einer der Köpfe der “verdeutschten” Wikipedia-Version Encyclopedia Germanica, und nicht zuletzt Gründungsmitglied der rechtsextremen "Nationalen Volkspartei Österreichs (NVP)".
Veröffentlicht wurde ein Artikel über die Gründungsfeier und später einer über die Plakataktion "Süd-Tirol ist nicht Italien" - etwas verwundern mag schon, von welcher Seite die Südtiroler Freiheit medial unterstützt wird.

domenica 7 settembre 2008

Hat die FN kapituliert?

Es ist still geworden rund um die Meraner Tentakel der schwarzen Forza-Nuova-Krake, um jene Faschisten, welche auszogen, das Land an der Etsch und die Köpfe dessen Bewohner zu erobern.
Lang ist's her, dass die FNler von sich reden gemacht hätten. Ein Besuch auf der Homepage der Meraner Sektion offenbart, dass der letzte Eintrag mit April 2008 datiert ist. Seit vier Monaten herrscht Funkstille und auch das Forum nimmt wüstengleiche Züge an.
Natürlich drängt sich die Frage auf, ob das die Vorboten einer nicht mehr fernen Kapitulation oder schon die Folgen dieser sind. Uns und allen Südtirolern/sudtirolesi kann beides nur recht sein. Die Welt wäre ein Stück schöner geworden.

venerdì 5 settembre 2008

12-09-2008: Ricordo ai 23 patrioti uccisi

12 settembre 1944: eccidio nazifascista di 23 patrioti  alla Caserma Mignone 
Dobbiamo ricordare dove sono le radici della nostra libertà e democrazia 

Dopo l’8 settembre 1943, questi 23 patrioti furono  volontari, ciascuno per una  ”missione” nell’Italia ancora invasa dai nazisti, inviati dal nostro nuovo esercito e dai  nostri alleati nella guerra di liberazione. Lo fecero per l’Italia, per il loro Paese, per conquistare la pace e la libertà all’Europa. 
Furono catturati dai fascisti e consegnati ai nazisti che, dopo averli  prelevati dal campo di concentramento di Bolzano dove li avevano rinchiusi,  li trucidarono nelle scuderie della Caserma Mignone di Oltrisarco. 
“Sono morti senza retorica, senza grandi frasi, con semplicità, come se si trattasse di un lavoro quotidiano da compiere; il grande lavoro che occorreva per restituire all’Italia libertà e dignità. Di questo lavoro si sono riservati la parte più dura e difficile, quella di morire , di testimoniare con la Resistenza e la morte la loro fede nella giustizia “   
A noi tutti rimane il compito più facile, quello di ricordare, di proteggere la Memoria e di difendere quel tesoro etico, che ci hanno voluto consegnare, i valori della nostra  democrazia fissati nella  Costituzione. 

Per questo:   Venerdì  12 settembre 2008 ore 10 30’ in via del Parco a Oltrisarco  – ex Caserma Mignone – Ricorderemo il 64° anniversario del loro sacrifico.   

L’A.N.P.I. aderisce all’invito del Comune di Bolzano, presente con il Sindaco e  con il Gonfalone della Città e invita a sua volta tutti ad essere presenti ed accompagnare la deposizione delle corone in  onore dei 23  puri eroi della Resistenza La città di Bolzano aspetta di avere un cippo e un luogo, qualcosa di evidente e duraturo,  dedicato a questi 23 martiri della democrazia conquistata, per questo,  assieme al ricordo  noi  intendiamo  esprimere  il nostro impegno.

ASSOCIAZIONE NAZIONALE PARTIGIANI D’ITALIA 
COMITATO PROVINCIALE DI BOLZANO    

mercoledì 3 settembre 2008

link nuovi - neue Links

Netz gegen Nazis
www.netz-gegen-nazis.de
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Zeitgeschichtsarchiv Pragser Wildsee
www.archivpragserwildsee.com
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Front Deutscher Äpfel
www.apfelfront.de
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Geschichte Südtirols vom ZIS Innsbruck
http://zis.uibk.ac.at/stirol_doku/
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Novemberpogrom 1938 in Innsbruck, Tirol und Österreich
www.novemberpogrom1938.at/
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US Holocaust Museum
www.ushmm.org
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Endstation Rechts
www.endstation-rechts.de
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You On Web
www.youonweb.it
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Faschistische Relikte in Südtirol
http://www.schuetzen.com/html/faschismus/showfaq.asp?fldAuto=1
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Inforiot

domenica 31 agosto 2008

"Nazis auf der Flucht": Buchvorstellung

(LPA) Zahlreiche NS-Größen haben nach dem Zweiten Weltkrieg versucht, nach Übersee zu entkommen. Wie diese Flucht abgelaufen ist, hat Gerald Steinacher, Historiker am Südtiroler Landesarchiv, nachgezeichnet und dabei auch die "Rattenlinie" unter die Lupe genommen. Sein Buch "Nazis auf der Flucht" wird am 17. September vorgestellt.
Josef Mengele, Adolf Eichmann, Erich Priebke und viele weitere NS-Kriegsverbrecher haben nach dem Zusammenbruch des nationalsozialistischen Regimes versucht, sich aus Europa abzusetzen. Nicht wenige davon haben für ihre Flucht die von den US-Geheimdiensten als "Rattenlinie" bezeichnete Route über Südtirol nach Rom oder Genua gewählt.
Steinacher zeichnet in seinem Buch "Nazis auf der Flucht" die Fluchtwege von NS-Tätern im Detail nach, hinterfragt die Beteiligung von Exponenten der katholischen, aber auch der evangelischen Kirche sowie humanitärer Organisationen und beschreibt Netzwerke und Seilschaften, auf die ehemalige Nationalsozialisten und Faschisten auf ihrer Flucht zurückgreifen konnten.


Vorgestellt wird Steinachers Habilitationsschrift "Nazis auf der Flucht", die im Studienverlag erschienen ist,
am kommenden Mittwoch, 17. September,
um 17.30 Uhr
am Südtiroler Landesarchiv im Ansitz Rottenbuch,
Armando-Diaz-Straße 8, Bozen,

vom Autor selbst sowie vom Innsbrucker Professor Rolf Steininger im Beisein von Landesrätin Kasslatter Mur, Leo Andergassen, dem Direktor der Landesabteilung Denkmalpflege, sowie Christine Roilo, Direktorin des Südtiroler Landesarchivs.

mercoledì 20 agosto 2008

repressione politica in sicilia

Tratto dalla "Repubblica" del 20.08.08:

Sedicenne tolto alla madre perché milita in Rifondazione
di GIOVANNA CASADIO

Gli dicono che somiglia a Scamarcio, l'attore. A sedici anni, fa piacere. Ma ha promesso che oggi si taglia i capelli arruffati e magari non lo bollano più come comunista. Circolo Tienanmen, tessera dei Giovani comunisti, trovata dal padre, fotocopiata dai servizi sociali, allegata all'ordinanza del Tribunale di Catania, prima sezione civile, per dimostrare nella causa di affido che la madre non sa badare all'educazione del ragazzo il quale ha "la tessera d'iscrizione a un gruppo di estremisti". Quindi, M. P. - che preferisce non essere citato con il suo nome, visto che lui, ragazzo esuberante, lo conoscono un po' tutti a Catania - è stato di fatto accusato di essere comunista rifondarolo, uno che frequenta "luoghi di ritrovo giovanili dove è diffuso l'uso di sostanze alcoliche e psicotrope", dove cioè c'è il sospetto che si bevano birre e si fumino spinelli. Nel giudizio degli assistenti sociali, le cose stanno pure peggio perché i comunisti sono "estremisti, il segretario del circolo è un maggiorenne che pare abbia provveduto a convincere all'iscrizione e all'attivismo altri ragazzi", tra cui l'amico del cuore del sedicenne, anche lui una testa matta che lo trascina nella vita "senza regole". Non è l'unica ragione, ovvio, per far pendere la bilancia della contesa sull'affido dalla parte paterna, ma la militanza comunista è stata la goccia che ha fatto traboccare il vaso. M. P. è stato tolto alla madre e ora assegnato al padre, insieme al fratello più piccolo. Tra un uomo e una donna, dopo una travagliata separazione, la resa dei conti si scarica spesso sui figli. Cose che succedono, non dovrebbero. La ragione, si sa, non sta mai da una parte sola. Però a Catania, ora ci si è messa di mezzo la politica. Mai infatti i comunisti, rifondaroli o del Pdci, si erano sentiti citati in un tribunale come pericolosi, estremisti, prova provata e sintomo di devianza giovanile. "Fino a ieri si chiamava militanza, e Rifondazione era il partito del presidente della Camera, Fausto Bertinotti; la sinistra comunista aveva due ministri nel governo Prodi", si sfoga Orazio Licandro, responsabile dell'organizzazione del Pdci. Nel partito di Diliberto hanno suonato l'allarme: comincia così la caccia alle streghe, usando in una storia delicata e complessa di affido familiare lo spauracchio dei comunisti, "è l'anticamera della messa al bando, siamo ormai extraparlamentari e anche pericolosi. Non è fascismo? Poco ci manca". Elencati nel dossier del tribunale infatti ci sono la tessera, con il costo dell'adesione, il faccione di Che Guevara e la fede nella rivoluzione riassunta nella frase "No soy un libertador, los libertadores existen, son los pueblos quienes se liberan".


Link:

martedì 12 agosto 2008

Emergency Music Aid 2008

Music Aid for Emergency and Los Quinchos, Meran08 - und die Antifa Meran ist an allen vier Tagen (vom Donnerstag den 14. bis Sonntag den 17. August) mit einem Infostand mit dabei!

Das Festival

Ethnische Musik, Pop und Funk, Reggae, Rock und Blues sind die Zutaten für das Musik-Festivals «Music aid for Emergency» 2008 das Mitte August im Eisenbahner Freizeitzentrum in der St. Josefstrasse stattfindet. Das Ereignis gehört in Meran bereits fast zur Tradition, bekannt für viel Lifemusik im Namen der Solidarität. Auch dieses Jahr steht alles wieder bereit zur Eröffnung des Festivals.

Erklärtes Ziel des Organisationskomitees ist, möglichst viele Gelder einzunehmen, um die humanitäre Vereinigung „Emergency“ von Gino und Teresa Strada zu unterstützen. Emergency unterhält in zahlreichen Kriegsgebieten, aber letzthin auch in besonders armen Gebieten der Welt, Ambulanzen und Krankenhäuser, ausgerichtet nach westlichen Standart.
Der gesamte Erlös des Festes wird, wie voriges Jahr, zu einem Teil an das herzchirurgische Krankenhaus im Sudan gehen und zu einem anderen Teil an die Bozner Vereinigung.“Los Quinchos“, die sich in Nicaragua um die zahlreichen Straßenkinder kümmert.

An vier Abenden gibt es Life Musik im Freien. Los geht´s am Donnerstag, 14. August und abgeschlossen wird am Sonntag, 17. August, mit dem Konzert der Spolpo Blues Band.
Jeder Abend ist einem anderen Musikstil gewidmet. Es gibt einen gastronomischen Stand mit einigen Überraschungen für die Gäste zu erschwinglichen Preisen, denn auch darauf legen die Organisatoren besonderen Wert. Im Bereich des Festplatzes befinden sich Stände verschiedener Ong, es wird Body Painting (Körperbemalung) geboten und Unterhaltung für Kinder.Sonntag zu Mittag, am Rande des Musikprogramms, findet eine öffentliche Diskussion zum Thema „Nein zum Krieg“ und den verheerenden Folgen für die Bevölkerungen statt. Unter den Teilnehmern werden neben einem Verantwortlichen von Emergency auch einige Ärzte mit Erfahrungen in Kriegsgebieten anwesend sein.

Das Programm

Donnerstag, 14 August

Beginn: 18.00 Uhr: der erste Auftritt gehört den «Isole minori», eine Bozner Musikgruppe, gleich darauf wird die senegalesische Trommlergruppe «Giant by» zu hören sein.
Am ersten Abend gibt es vorwiegend ethnische Musik , der Clue wird sein: «Loa percussion trio», drei magische Schlagzeuger. Ein deutscher Rundfunk wird eigens anreisen, um sie bei diesem Auftritt zu filmen.
Christine Agostini und ihre Schülerinnen stellen ihre beidruckenden Bauchtanzkünste zur Schau. Abgerundet wird der Abend mit DJ Giovanna und DJ Sven.

Freitag, 15. August

Musikmix zu Ferragosto: Um 10 fängt´s wieder an mit dem leidenschaftlichen österreichsichen Jazzduo Simon Rainer und Andreas Wallner.,
Um 18 geben die «Miss Gradenko» ihr Repertuar im Stil von Police e Cure zum Besten. Gleich danach gehört die Bühne den «Delirium tremens» mit den bekannten Melodien der 60er Jahre, um sie dann der Punkgruppe «Prima linea» von Rimini zu überlassen, die bereits 5 CD aufgenommen hat und im italienischen Sender Rai2 und auf Videomusic zu sehen waren.

Sabato 16 agosto

Am Samstag, Vormittag um 10 wird eingeladen zum Matinee mit dem Duo Rolando Biscuola und Christine Plaickner.
Abends um 18 geht es wieder los, heute ist Reggae Abend: Gleich zum Anfang Dj Cap, dann “circolo Idea”, gleich darauf «Raqs Shargi», und am späten Nachmittag die «Roots Reggae Band» aus dem Fassatal, anschließend die Meraner «Rebel Lions» und die Sterzinger Gruppe «Sisyphos».

Sonntag, 17. August

Der vierte und letzte Tag gehört dem Blues und der Rockmusik.
Um 10 lassen die «ModerN Harp Ambassador» ihre elektronoschen Harfen erklingen, um 11 findet die öffentliche Diskussion statt. Ab 18 gibt es wieder Musik: Auf die Gruppe von Ulli Biasi und Freunde «Crossroad». folgt eine jam session namens «Keine Gegenstände aus dem Fenster werfen» und das letzte Wort hat immer noch die unübertreffliche «Spolpo blues band».

Quelle: http://www.sunshine.it/index.php?option=com_content&task=view&id=9207&Itemid=158

giovedì 7 agosto 2008

Die Wahrheit über Ausländer

Die ff vom 7. August präsentierte eine Reihe von Zahlen über Ausländer in Südtirol, die ein anderes Licht auf die stark emotional geführte Debatte im Land werfen. Sie stammen vom Statistikinstitut ASTAT und der Südtiroler Landesregierung.

Gesamtbevölkerung Südtirols:
487.673 (100%)
davon Ausländer:
28.260 (5,8%)
Von diesen 5,8% sind wiederum 33% EU-Bürger, 35% Europäer (Nicht-EU-Bürger), 13% Afrikaner, 14% Asiaten und 4% Amerikaner.

Erwerbstätige in Südtirol:
227.600 (100%)
davon Ausländer:
25.200 (11%)
Gemessen am Bevölkerungsteil sind 44% der Südtiroler und 89,2% der Ausländer erwerbstätig.

Bruttoinlandsprodukt Italien
Laut einer Erhebung der Wirtschaftszeitung Il sole 24 ore tragen die 5% Ausländer in Italien überdurchschnittlich (in Zahlen: 6,1%) zum Bruttoinlandsprodukt bei.

Ausländer als Geber und Empfänger
Mehr als 200 Mio. Euro zahlen Ausländer ein (Steuern, Fürsorge- und Versicherungsbeträge; angenommen wird ein monatl. Nettoeinkommen von nur 1000 Euro).
Rund 22,4 Mio. Euro erhalten Ausländer im Zuge von Wohngeld, Beiträge Wohnbau, finanz. Sozialhilfe, Sozialdienste, Zivilinvalidenrente und Sozialvorsorge.

domenica 3 agosto 2008

La strage di Bologna

Vor 28 Jahren, am 2. August 1980, erreichte der faschistische Terror seinen Höhepunkt: Alle ore 10,25, una bomba esplose nella sala d'aspetto di seconda classe della stazione di Bologna.
Lo scoppio fu violentissimo, provocò il crollo delle strutture sovrastanti le sale d'aspetto di prima e seconda classe dove si trovavano gli uffici dell'azienda di ristorazione Cigar e di circa 30 metri di pensilina. L'esplosione investì anche il treno Ancona-Chiasso in sosta al primo binario. Il soffio arroventato prodotto da una miscela di tritolo e T4 tranciò i destini di persone provenienti da 50 città diverse italiane e straniere. Il bilancio finale fu di 85 morti e 200 feriti. (testimonianze di Biacchesi e da "Il giorno") a violenza colpì alla cieca cancellando a casaccio vite, sogni, speranze.*

Auch zwei Südtiroler waren zu den 85 Todesopfern zu zählen, für deren Gedenken ein in Brixen startender Staffellauf organisiert wurde. Eine davon war die aus St. Leonhard im Passeier stammende Hausfrau Berta Ebner.

Die Hintergründe waren lange verschleiert geblieben, auch durch bewusste Einflussnahme von politischen Funktionären. Schlussendlich wurden die zwei Neofaschisten Valerio Fioravanti und Francesca Mambro schuldig gesprochen und eingesperrt. "Die Neofaschisten (hatten) offenbar Freunde in höchsten Kreisen des Staatsapparates. So sind schon die Schuldigen der Bombenattentate in Mailand und in Brescia am Ende der 60-ger Jahre, die wahrscheinlich von Neofaschisten organisiert worden waren, nie gefunden worden. Wut und Verzweiflung klangen aus den Worten des Bologneser Bürgermeisters Renato Zangheri vor Zehntausenden von Menschen, die zur Trauerfeier für die Opfer vor dem Rathaus zusammengekommen waren. Ein regelrechter Aufruf, diesmal die Täter nicht ungestraft davonkommen zu lassen.", schreibt der Deutschlandfunk.

Nähere Infos
Seite der Angehörigen der Opfer:*
http://www.stragi.it/index.php
Artikel über die Hintergründe:
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/402451/
Artikel auf Wikipedia:

http://de.wikipedia.org/wiki/Anschlag_von_Bologna_1980

martedì 29 luglio 2008

Antifa-Grigliata / 1 agosto

Wir haben für Samstag den 1. August einen Grillabend geplant. Dabei wollen wir im Rahmen eines gemütlichen Beisammenseinsuns kennenlernen, austauschen und diskutieren.

Als Themenschwerpunkt haben wir die Immigration mit allen ihrenRand- und Folgeerscheinungen ausgewählt. Ein Impulsreferat soll als Ausgangspunkt dienen.

Wir bitten alle TeilnehmerInnen um eine verbindliche Anmeldung innerhalb Mittwoch, 30. Juli.

Alle Interessierten, Freunde und Bekannte sind natürlich herzlicheingeladen, um gemeinsam einen netten Abend zu verbringen!

Wann?/Quando?: Venerdi, 1 agosto, ore 18
Wo?/Dove?: Passerfritz, Meran
Genauere Infos bei Anmeldung!

venerdì 18 luglio 2008

G8-Gipfel 2001: Wo bleibt die Gerechtigkeit?

Genua 2001 war ein Höhepunkt der G8-Proteste, sowohl an Teilnehmern als auch an der Brutalität der gewalttätigen Ausschreitungen. Besonders aber gingen sie in die Geschichte ein als die Offenbarung einer widerlichen Fratze des italienischen Staates, die mit Rechtsstaatlichkeit und Demokratie gar nichts mehr zu tun hat.
Die Folgen waren hunderte brutal verprügelte Demonstranten, mitunter sehr viele friedliche Aktivisten, Frauen und Reporter (Diaz-Schule), Folterungen durch Staatsbeamte (Bolzaneto), und ein erschossener Demonstrant, Carlo Giuliani.
Fünfzehn Polizisten wurden nun wegen ihres Verhaltens in Bolzaneto für schuldig befunden: "Mit einem äußerst milden Urteil endete am Dienstagabend in Genua der Prozess rund um die brutalen Übergriffe gegen Demonstranten in der Haftanstalt Bolzaneto während des G-8-Gipfels im Juli 2001. 45 Polizisten, Gefängniswärter und Ärzte saßen auf der Anklagebank; am Ende gab es 30 Freisprüche und nur 15 Verurteilungen zu Haftstrafen zwischen fünf Monaten und fünf Jahren. Damit blieb das Gericht weit unter den Anträgen der Staatsanwälte.", schreibt die taz.
Dennoch wird keiner der Verurteilten die Strafe antreten müssen, da alle Haftstrafen bis zu drei Jahren aufgrund einer im Jahr 2006 ausgesprochenen Amnestie nicht zu verbüßen sind und die anderen wegen Verjährung im Jahre 2009 verfallen.
Nun haben auch die Prozesse um die Vorfälle in der Diaz-Schule begonnen: Die Staatsanwaltschaft fordert dabei insgesamt 109 Jahre Haft für 28 Angeklagte. Sie stützt sich großteils auf die Aussagen des Polizeifunktionärs Michelangelo Fournier. "Als ich ankam, sah es nach einem Kampf aus. In Wirklichkeit war es eine blindwütige Prügelei, die nur von einer Seite ausging. Es war ein Gemetzel.", so Fourier. Die Urteile werden für Herbst dieses Jahres erwartet.

Äußerst sehenswerte Doku auf YouTube:
http://video.google.de/videoplay?docid=-8876259762606192748

Weitere Infos
Artikel von Markus Lobis:
http://markus-lobis.blog.de/2008/07/16/die-schande-von-bolzaneto-milde-strafen--4456963#comments
Artikel der taz:
http://www.taz.de/1/politik/europa/artikel/1/strafen-fuer-pruegelnde-polizisten/

mercoledì 16 luglio 2008

Mussolini Pop

Ein Antifaschist berichtet von seinem Rimini-Urlaub Es ist wirklich erstaunlich, welches Verhältnis viele Italiener zum faschistischen Diktator Mussolini heute haben. Während man in Deutschland nach 1945 offiziell wie auch weitgehend gesellschaftlich einen klaren Schlussstrich gezogen hat, ist der „Duce“ als schwarzes Gespenst in Italien omnipräsent – und nicht nur das, er ist ein Popstar.
Ein Ausflug in die Touristen-Hochburgen Rimini und San Marino offenbart jedem Südtiroler mit ein klein wenig Geschichtswissen ein Bild des Unverständnisses und des Kopfschüttelns. In den unzähligen Straßenläden, die von Flip-Flops über Spielzeugfiguren bis hin zu T-Shirts alles Mögliche feil bieten, ist es keine Seltenheit, auf das Konterfei des verstorbenen Diktators zu stoßen.
Die erste Überraschung war ein T-Shirt mit seinem Abbild und dem Spruch „Boia chi molla“, das in einer Ecke zwischen Fun-T-Shirts mit Sprüchen hing. Auf Nachfrage bei der Verkäuferin meinte diese, sie habe zwar nichts mit faschistischer Ideologie gemein, sähe aber auch keinen Grund, es nicht zum Verkauf anzubieten, immerhin sei Mussolini – bis zum unheilvollen Schulterschluss mit Hitler – ein Politiker gewesen, der für Italien viel Gutes getan habe.
Die zweite Überraschung ließ nicht lange auf sich warten, diesmal waren es Feuerzeuge mit Duce-Abbild und Sprüchen, die so gut wie an jedem Stand mit einem Angebot an Feuerzeugen mit verschiedensten Motiven zu finden waren. Dort findet man Mussolini-Feuerzeuge in einer Reihe mit Che-Guevara- und Bob-Marley-Modellen, in trauter Zweisamkeit und verschiedensten Ausführungen.
In San Marino, deren Touristenbranche zu einem guten Teil vom Verkauf von Waffen-Duplikaten und Alkohol lebt, stoßt man zwischen Samurei- und griechischen Waffen nicht selten auch auf SS- und Wehrmacht-Dolche, schön verziert mit Hakenkreuz und Inschrift. Ganz geschichtlich geht es auch bei der Kollektion der „vini di storia“ zu, und die neben den inzwischen berühmten Hitler- und Mussolini-Weinen (mit dutzenden unterschiedlichen Motiven) auch Mao-, Beatles- und Tito-Ausgaben beinhaltet. Übrigens gibt es das ganze natürlich in unterschiedlichsten Größen und auch mit Bierinhalt.
Eine Verkäuferin antwortete auf die Nachfrage, ob das denn normal sei für Italien, dass es besonders in San Marino eben gut gehende Ware sei, die gerne als Andenken (?) mitgenommen und auch vielfach von Deutschen gekauft werde. Erst im Verlauf des Gespräches hielt sie es angebracht zu bemerken, dass sie mit „diesem Ganzen“ ansonsten nichts zu tun hätte.
Das Fass zum Überlaufen brachte aber ein Produkt, das mit Geschichtlichkeit nun absolut nichts mehr zu tun hat: Zwischen Luftdruckgewehren kann man bei mehreren Stände auch auf Duce-Knüppel stoßen, die in schwarz gehalten sind und neben weißem Konterfei auch den Spruch „Boia chi molla“ trugen. Neben den gut dreißig Zentimeter langen Knüppeln gibt es diese auch als Baseball-Schläger.
Es ist einfach traurig zu sehen, wie wenig Berührungsängste in Italien mit rechtsextremer Ideologie bestehen – und das natürlich auch bei Leuten, denen man ideologisch keine solche Sympathien unterstellen kann. Und natürlich stellt sich die nicht unberechtigte Frage, was für Menschen sich wohl solche Artikel wohl im Urlaub kaufen – denn geben muss es sie zur Genüge, bei einem so breiten Angebot.

lunedì 14 luglio 2008

Italien: Diskriminierung von Minderheiten

Während Berlusconis Beliebtheit in Italien weiter im Steigen begriffen ist, sieht sich seine harte Politik erneut internationaler Kritik ausgesetzt.
Nach verschäften Einwanderungsgesetzen und Menschenjagden ist es jetzt die Ankündigung, allen Sinti und Roma (und beginnend mit deren Kindern) Fingerabdrücke abzunehmen, welche für Empörung sorgt.
Auch die Gesellschaft für bedrohte Völker kritisiert diese Diskriminierung scharf und fordert, dass dieser Rassismus durch angemessene Wohn- und Integrationspolitik überwunden werden muss: "Die Erklärungen verschiedener Politiker und administrativer Verwalter erinnern allzu gefährlich an die vergangen geglaubte Zeit des Faschismus, als in Italien Rassengesetzte erlassen wurden. Die heutige Lage ist äußerst besorgniserregend, denn anstatt an eine Integrationspolitik der Sinti und Roma zu denken, schüren italienische Politiker Rassenhass und billigen Populismus. Eine gefährliche Haltung, die nur dazu dient, Vorurteile sowohl in der Mehrheitsbevölkerung als auch in den Minderheiten weiter auszubauen."

der Artikel auf deutsch:

http://www.gfbv.it/2c-stampa/2008/080711de.html
l'articolo in italiano:
http://www.gfbv.it/2c-stampa/2008/080711it.html

domenica 6 luglio 2008

G8-Gipfel 2008 in Japan

Dieses Jahr findet der G8-Gipfel, also das jährliche Treffen der acht wirtschaftsstärksten Länder der Erde, in Japan statt.
Während sich die Politiker mit Themen wie Afrika und Klimaveränderung in ein gutes Licht zu rücken versuchen, aber dennoch undemokratisch über die Köpfe aller anderen Länder der Erde hinweg bestimmen, formiert sich auch der Widerstand gegen diese Art der Politik.
Indymedia schreibt: "Ein Netzwerk aus Nichtregierungsorganisationen will die G8 zu Korrekturen ihrer Politik bewegen. Das Bündnis "No G8!" hingegen lehnt die G8 als illegitim ab und organisiert die übermorgen beginnende antikapitalistische Konferenz "Counter-G8 International Forum" in Tokyo und Hokkaido oder die "Anti-G8 Tokyo Sound Demonstration" am Sonntag. Wie beim G8 2007 arbeiten viele der beteiligten Gruppen und Organisationen trotz unterschiedlichem Focus an einer gemeinsamen Mobilisierung."
Infos:

domenica 29 giugno 2008

Free Tibet - l'inno estivo/Sommerhit 2008

Vier junge Männer aus Meran wollen mit einem locker-leichten Sommerlied die Aufmerksamkeit auf die Olympischen Spiele in China und die Autonomiebestrebungen Tibets richten. Dazu formierten sich die vier - Thomas Dekas, Sven Albertini, Simon Staffler und Thomas Ebner - zu dem Projekt "Vino Rosso", dessen erstes Produkt der Song "Free Tibet" ist.

Quattro giovanotti Meranesi vogliono fissare l'attenzione sui gioci olimpici in Cina e la situazione del Tibet. Per questo i quattro - Thomas Dekas, Sven Albertini, Simon Staffler und Thomas Ebner - si hanno formato nel progetto "Vino Rosso". Il primo prodotto è la canzone leggera "Free Tibet".

http://www.myspace.com/vinorossofreetibet

sabato 28 giugno 2008

Einwanderungsbeobachtungsstelle schließt - wir sagen Nein!

Nun ist es endgültig: Die Landesbeobachtungsstelle zur Einwanderung, welche seit drei Jahren objektive Informationen rund um das Thema Immigration in Südtirol liefert, schließt am Montag (30.06.) ihre Tore.
Da diese Stelle bisher über den Europäischen Sozialfonds finanziert wurde, dieser jetzt aber ausgelaufen ist, muss die Beobachtungsstelle ihre Arbeit einstellen. Die Landesregierung war nicht gewillt, diese notwendige Institution, welche auch die Antidiskriminierungsstelle beheimatet, mit eigenen Mitteln weiter zu finanzieren. Der Rechtsruck des Landes, welchem sich auch die SVP durch verschärfte Einwanderungsgesetze beugt, scheint der Weiterführung dieses Projektes im Wege zu stehen. Doch gerade bei solch delikaten Themen, bei denen die humane Dimension oft vergessen wird, ist objektive Information unerlässlich.
Die Antifa Meran bringt ihre Bestürzung über diese Fahrlässigkeit – denn es ist nichts anderes als fahrlässig, bei sozialen Institutionen zu sparen – zum Ausdruck und kritisiert den fehlenden Willen der verantwortlichen PolitikerInnen. Dagegen wäre es notwendig, auf die Straße zu gehen!

[-> Diskussion im Forum]

mercoledì 25 giugno 2008

NPD Geld nach Südtirol?

Wie die neue Südtiroler Tageszeitung zu berichten weiß, hat der "Spiegel" herausgefunden, dass es illegale Geldflüsse aus den Reihen der NPD nach Südtirol gab. Empfänger des Geldes sollen u.a. die "Kameradschaft ehemaliger Südtiroler Freiheitskämpfer" und der Tiroler Heimatbund gewesen sein. Der Sprecher der "Kameradschaft ehemaliger Südtiroler Freiheitskämpfer" Erhard Hartung dementierte dies und forderte in einer Sachverhaltsdarstellung an die entsprechende Staatsanwaltschaft Klärung.

giovedì 12 giugno 2008

Russisches Hinrichtungsvideo ist echt


Im August 2007 war in einschlägigen Internetportalen ein Video aufgetaucht, das die Hinrichtung zweier Menschen durch russische Neonazis zeigt. Gefesselt wurden die beiden Männer vor einer Hakenkreuzfahne positioniert und als „Kolonisten aus Tadschikistan und Dagestan“ tituliert. Sie selbst erklärten „Wir wurden von russischen Nationalsozialisten festgenommen“. Anschließend wurde einer der beiden Gefangenen vor laufender Kamera mit einem großen Messer enthauptet. Die zweite Geisel wurde mit einem Kopfschuss getötet und fiel anschließend in eine, anscheinend eigens dafür ausgehobene, Grube. Untermalt sind die Hinrichtungsszenen von Heavy Metal Musik. Abschließend hoben die vermummten Entführer den Arm zum Hitlergruß und skandierten „Sieg für Russland“.

Das Video dieser Hinrichtung verbreitete sich rasend schnell im Internet und sorgte weltweit für Aufsehen und Entsetzen. Das authentisch wirkende Video wurde von Experten zu 95% für echt befunden.

Ein knappes Jahr später herrscht Gewissheit: das Video ist definitiv keine Fälschung. Die russische Staatsanwaltschaft teilte mit, dass sowohl der Tatort, als auch die Identität der Opfer identifiziert wurde. Demnach soll es sich um einen Tadschiken und Kaukasier handeln. Ein Mordverfahren wurde bereits eingeleitet. Im Fokus der Ermittlung steht die rechtsextreme „Nationalsozialistische Partei der Rus“, die die Verantwortung für den Clip übernommen hatte.

mercoledì 4 giugno 2008

Antifa Meran zeigt "Nazirock"

Antifa Meran presenta/zeigt:
L’estrema destra vista dall’interno: la sua musica, i capi, le alleanze, i rituali, lo sdoganamento politico che sta aprendo ai nazifascisti italiani le porte del potere istituzionale. La destra radicale in Italia può raggiungere il mezzo milione di voti e diventare determinante, in un quadro politico in cui ne bastano 25.000 a decidere chi governerà il Paese. Per questo viene sdoganata.
NAZIROCK racconta questo passaggio politico, usando come filo conduttore le band che infarciscono di testi fascisti la loro musica skin, oi, white power e punkadestra.

Die extreme Rechte von Innen gesehen: ihre Musik, die Chefs, die Allianzen, ihre Rituale, die politische Akzeptanz, welche den italienischen Nazifaschisten die Türen zur institutionellen Macht öffnet. Die radikale Rechte kann in Italien eine halbe Million Stimmen verzeichnen und ausschlaggebend sein, da 25.000 ausreichen können um zu bestimmen, wer das Land regiert. Daher wird sie akzeptiert.
NAZIROCK erzählt diesen politischen Weg, gebraucht dabei als roten Faden die Bands, welche die faschistischen Köpfe mit ihrer Skin-, Oi-, White-Powerund Punkadestra-Musik vollstopfen.

Homepage des Films/sito del film: http://www.nazirock.it/

venerdi/Freitag 06-06-2008 ● 19h ● JunGle Meran
Eintritt frei - in lingua italiana - anschließende Diskussion

martedì 3 giugno 2008

Nach Friseurbesuch in Haft

Bei einer Aktion gegen Kleinkriminaltiät der Carabinieri am Wochenden wurde der 24 jährige Ivan P. bei einem Friseurbesuch festgenommen. Er war im Zuge der Ermittlungen gegen Neonazis am 17. April festgenommen worden und stand unter Hausarrest.
Insgesamt wurden 1328 Personen, 620 Fahrzeuge und 106 Gastlokale kontrolliert.


domenica 1 giugno 2008

Hürden für Integration, nicht für Migration

Die OEW-Organisation für Eine solidarische Welt (OEW) und das Haus der Solidarität (HdS) warnen vor sozialem Pulverfass und drücken in einer Pressemitteilung ihre Sorge um den Frieden in Südtirol wegen der neuen AusländerInnenpolitik der Landesregierung aus.
Werden Sozialleistungen für Nicht-EU-BürgerInnen an die Ansässigkeit geknüpft, wird nicht die Einwanderung erschwert, sondern das Zusammenleben. "Wie sollen Nicht-EU-BürgerInnen in Südtirol leben, arbeiten, Steuern zahlen, wenn ihnen gesagt wird: 'Ihr seid gar nicht erwünscht!'", fragt sich Elisabeth Grießmair, die OEW-Vorsitzende. Langfristig seien Integration und sozialer Frieden gefährdet.
OEW und HdS sprechen sich – wie die Caritas auch - für eine Regelung der Integration aus. "Wir sagen aber Nein zu rigorosen Maßnahmen. Diese fördern indirekt Illegalität und Kriminalität", erklärt Petra Erlacher, die Vorsitzende des HdS. "Unsere Erfahrung im HdS zeigt, dass die meisten ausländischen MitbürgerInnen hierher kommen, weil sie ihren Lebensstandard aus eigener Kraft verbessern wollen." Diese Menschen seien für unsere Gesellschaft wichtig und wirtschaftlich wertvoll. "Die Pläne der Landesregierung differenzieren nicht zwischen diesen und jenen, die andere Absichten hegen. Im Gegenteil. Sie erschweren den Integrationswilligen das Leben und verschärfen ihre Not."
Die beiden Sozialorganisationen schlagen stattdessen vor, verstärkt das Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe einzusetzen. "In der Wirtschaft und in der Entwicklungszusammenarbeit ist es gang und gäbe, Starthilfe unter bestimmten Konditionen zu gewähren, um positive Entwicklungen anzukurbeln", meint OEW-Vorsitzende Grießmair. Statt Stolpersteine in Form von verschärften Bestimmungen gegen Nicht-EU-BürgerInnen in den Weg zu legen, sollten diese gerade am Anfang besonders unterstützt werden, um die Integration zu beschleunigen und sie unabhängig zu machen.
Die OEW ist jedenfalls überzeugt, dass sich Migration nicht über strengere Gesetze und Maßnahmen regeln lässt, sondern nur in den Auswanderungsländern. "Auch die SüdtirolerInnen sind nicht mehr ausgewandert auf der Suche nach Arbeit und einem besseren Leben, sobald sie diese in ihrer Heimat fanden", erinnert die HdS-Vorsitzende.
Es geht längst nicht mehr um die Frage: "Einwanderung, ja oder nein?". Es leben derzeit 56 Millionen EinwandererInnen in den europäischen Staaten und die Einwanderung wird in Zukunft zunehmen. Kriege und aussichtslose Zukunftsperspektiven zwingen Menschen auszuwandern und ihr Glück in anderen Ländern zu suchen. Selbst die EU stellte in ihrem Grünbuch zur Einwanderung fest: "Der Bedarf des EU-Arbeitsmarktes kann in Zukunft und in steigendem Maße nur durch eine kontinuierlichere Einwanderung gedeckt werden. Diese ist zur Sicherung des Wohlstandes in Europa notwendig."
Südtirol ist in diesem Szenario keine Ausnahme. Auch hier wird die Einwanderung zunehmen. Südtirols Wirtschaft würde bereits ohne sie nicht mehr funktionieren. "Südtirol ist genauso wie Italien und Europa ein Einwanderungsland und es wäre an der Zeit, dies zu bekennen und Regeln zu schaffen, die ein friedliches Zusammenleben fördern und nicht Trennung anstreben", so Erlacher.

venerdì 30 maggio 2008

„Das sichtbare Unfassbare“ – Fotografien vom Konzentrationslager Mauthausen

Die Ausstellung präsentiert mehr als 450 Fotografien des Konzentrationslagers Mauthausen und seiner Aussenlager, wo über 200.000 Menschen aus ganz Europa zwischen 1938 und 1945 gefangen, gefoltert und zur Zwangsarbeit missbraucht wurden.
Die Hälfte von ihnen wurde getötet. Die Schwarz-Weiss Fotodokumente zeigen verschiedene Aspekte des Vernichtungssystems, die Befreiung und die Zeit danach. Die Ausstellung wird von Vorträgen und Filmen ergänzt.

Veranstaltungsort: Universität Innsbruck, Theologische Fakultät, Karl-Rahner-Platz 1, 1. Stock

Öffnungszeiten: 2. Juni bis 4. Juli 2008; Montag bis Freitag, 09:00-18:00 Uhr, Samstag sowie an Sonn- und Feiertagen geschlossen

domenica 25 maggio 2008

Naturns: Jugendliche von Neonazis verprügelt

Am Samstag, 24. Mai 08, kam es erneut zu Gewalttaten durch Neonazis: Am Rande des Konzertes „Naturns rockt“ im Jugendzentrum Juze Naturns wurden zwei Jugendliche bewusstlos geschlagen, woraufhin es zu einer Schlägerei zwischen Konzertbesuchern und Neonazis kam.
(af) Die zwei Jugendlichen aus Algund, die der Punk-Szene zuzurechnen sind, befanden sich gerade auf dem Weg zum besagten Konzert, als sie von ca. fünf Neonazis aufgehalten und wegen Kleidung und Haarschnitt angepöbelt wurden. Dann begannen die Rechtsextremen, auf die Jugendlichen einzuprügeln, einer von ihnen wurde bewusstlos geschlagen. Während sich die Neonazis zu ihren Gesinnungsgenossen in die als „Nazibar“ verschriene Eisdiele Anni begaben, wurden die Verprügelten gefunden und ihre Freunde, die das Konzert besuchten, von dem Vorgefallenen in Kenntnis gesetzt. Nun startete eine Gruppe empörter Konzertteilnehmer in Richtung Dorf, um die Täter in der Eisdiele ausfindig zu machen. „Dort haben die restlichen Jungs dann Wind bekommen und haben sich hinter einem Zaun bei einem Haus verschanzt, Zaunlatten abgebrochen und auf die "Gegner" gewartet. Es war wie im Krieg. Dann sind die Leute aufeinandergeprallt und es gab wüste Schlägereien.“, berichtet eine Augenzeugin. Einer der Punks, die zuvor verprügelt worden waren, wurde beim Weißen Kreuz erstversorgt und folgte der Gruppe, dort wurde er ein weiteres Mal niedergeschlagen. Des Weiteren wurde ein italienisch sprachiger Konzertbesucher von einem erwachsenen Barbesucher mit den Worten „Scheiß Walscher“ verprügelt.
Die Carabinieri, die anfangs nur mit einer Streife vor Ort waren, rückten mit fünf Wagen an, um der Situation Herr zu werden. Die Barbetreiber nahmen die Neonazis in Schutz und beklagten, dass die Wahnsinnigen des noch wahnsinnigeren Festes im Juze auf „ihre“ Leute losgegangen und in einem Haus eingebrochen wären, obwohl Zeugen bestätigen können, dass es die Neonazis gewesen sind. Auch wurde Kritik am Vorgehen der Ordnungshüter laut, die „mit einer unglaublichen Präpotenz auftraten“ und „nichts anderes tun konnten, als nur die Ausweise abnehmen und irgendwelche unsinnige Sachen notieren,“ - so eine der Anwesenden – „nun bin ich neugierig, wie die offizielle Version dann lautet.“
Die Antifa Meran reagiert bestürzt auf die neuerlichen Gewaltausbrüche in Naturns. Wir fordern die lückenlose Aufklärung der Geschehnisse, um die Täter ausfindig zu machen. In Anbetracht des gebietsübergreifenden Phänomens Rechtsextremismus muss auch die Gemeinde Naturns konkrete Maßnahmen gegen Neonazis ergreifen und sich an der Vernetzung mit anderen Gemeinden beteiligen.