Wir haben für Samstag den 1. August einen Grillabend geplant. Dabei wollen wir im Rahmen eines gemütlichen Beisammenseinsuns kennenlernen, austauschen und diskutieren.martedì 29 luglio 2008
Antifa-Grigliata / 1 agosto
Wir haben für Samstag den 1. August einen Grillabend geplant. Dabei wollen wir im Rahmen eines gemütlichen Beisammenseinsuns kennenlernen, austauschen und diskutieren.venerdì 18 luglio 2008
G8-Gipfel 2001: Wo bleibt die Gerechtigkeit?
Genua 2001 war ein Höhepunkt der G8-Proteste, sowohl an Teilnehmern als auch an der Brutalität der gewalttätigen Ausschreitungen. Besonders aber gingen sie in die Geschichte ein als die Offenbarung einer widerlichen Fratze des italienischen Staates, die mit Rechtsstaatlichkeit und Demokratie gar nichts mehr zu tun hat.Die Folgen waren hunderte brutal verprügelte Demonstranten, mitunter sehr viele friedliche Aktivisten, Frauen und Reporter (Diaz-Schule), Folterungen durch Staatsbeamte (Bolzaneto), und ein erschossener Demonstrant, Carlo Giuliani.
Fünfzehn Polizisten wurden nun wegen ihres Verhaltens in Bolzaneto für schuldig befunden: "Mit einem äußerst milden Urteil endete am Dienstagabend in Genua der Prozess rund um die brutalen Übergriffe gegen Demonstranten in der Haftanstalt Bolzaneto während des G-8-Gipfels im Juli 2001. 45 Polizisten, Gefängniswärter und Ärzte saßen auf der Anklagebank; am Ende gab es 30 Freisprüche und nur 15 Verurteilungen zu Haftstrafen zwischen fünf Monaten und fünf Jahren. Damit blieb das Gericht weit unter den Anträgen der Staatsanwälte.", schreibt die taz.
Dennoch wird keiner der Verurteilten die Strafe antreten müssen, da alle Haftstrafen bis zu drei Jahren aufgrund einer im Jahr 2006 ausgesprochenen Amnestie nicht zu verbüßen sind und die anderen wegen Verjährung im Jahre 2009 verfallen.
Nun haben auch die Prozesse um die Vorfälle in der Diaz-Schule begonnen: Die Staatsanwaltschaft fordert dabei insgesamt 109 Jahre Haft für 28 Angeklagte. Sie stützt sich großteils auf die Aussagen des Polizeifunktionärs Michelangelo Fournier. "Als ich ankam, sah es nach einem Kampf aus. In Wirklichkeit war es eine blindwütige Prügelei, die nur von einer Seite ausging. Es war ein Gemetzel.", so Fourier. Die Urteile werden für Herbst dieses Jahres erwartet.
Äußerst sehenswerte Doku auf YouTube:
http://video.google.de/videoplay?docid=-8876259762606192748
Weitere Infos
Artikel von Markus Lobis:
http://markus-lobis.blog.de/2008/07/16/die-schande-von-bolzaneto-milde-strafen--4456963#comments
Artikel der taz:
http://www.taz.de/1/politik/europa/artikel/1/strafen-fuer-pruegelnde-polizisten/
mercoledì 16 luglio 2008
Mussolini Pop
Ein Ausflug in die Touristen-Hochburgen Rimini und San Marino offenbart jedem Südtiroler mit ein klein wenig Geschichtswissen ein Bild des Unverständnisses und des Kopfschüttelns. In den unzähligen Straßenläden, die von Flip-Flops über Spielzeugfiguren bis hin zu T-Shirts alles Mögliche feil bieten, ist es keine Seltenheit, auf das Konterfei des verstorbenen Diktators zu stoßen.
Die erste Überraschung war ein T-Shirt mit seinem Abbild und dem Spruch „Boia chi molla“, das in einer Ecke zwischen Fun-T-Shirts mit Sprüchen hing. Auf Nachfrage bei der Verkäuferin meinte diese, sie habe zwar nichts mit faschistischer Ideologie gemein, sähe aber auch keinen Grund, es nicht zum Verkauf anzubieten, immerhin sei Mussolini – bis zum unheilvollen Schulterschluss mit Hitler – ein Politiker gewesen, der für Italien viel Gutes getan habe.
Die zweite Überraschung ließ nicht lange auf sich warten, diesmal waren es Feuerzeuge mit Duce-Abbild und Sprüchen, die so gut wie an jedem Stand mit einem Angebot an Feuerzeugen mit verschiedensten Motiven zu finden waren. Dort findet man Mussolini-Feuerzeuge in einer Reihe mit Che-Guevara- und Bob-Marley-Modellen, in trauter Zweisamkeit und verschiedensten Ausführungen.
In San Marino, deren Touristenbranche zu einem guten Teil vom Verkauf von Waffen-Duplikaten und Alkohol lebt, stoßt man zwischen Samurei- und griechischen Waffen nicht selten auch auf SS- und Wehrmacht-Dolche, schön verziert mit Hakenkreuz und Inschrift. Ganz geschichtlich geht es auch bei der Kollektion der „vini di storia“ zu, und die neben den inzwischen berühmten Hitler- und Mussolini-Weinen (mit dutzenden unterschiedlichen Motiven) auch Mao-, Beatles- und Tito-Ausgaben beinhaltet. Übrigens gibt es das ganze natürlich in unterschiedlichsten Größen und auch mit Bierinhalt.
Eine Verkäuferin antwortete auf die Nachfrage, ob das denn normal sei für Italien, dass es besonders in San Marino eben gut gehende Ware sei, die gerne als Andenken (?) mitgenommen und auch vielfach von Deutschen gekauft werde. Erst im Verlauf des Gespräches hielt sie es angebracht zu bemerken, dass sie mit „diesem Ganzen“ ansonsten nichts zu tun hätte.
Das Fass zum Überlaufen brachte aber ein Produkt, das mit Geschichtlichkeit nun absolut nichts mehr zu tun hat: Zwischen Luftdruckgewehren kann man bei mehreren Stände auch auf Duce-Knüppel stoßen, die in schwarz gehalten sind und neben weißem Konterfei auch den Spruch „Boia chi molla“ trugen. Neben den gut dreißig Zentimeter langen Knüppeln gibt es diese auch als Baseball-Schläger.
Es ist einfach traurig zu sehen, wie wenig Berührungsängste in Italien mit rechtsextremer Ideologie bestehen – und das natürlich auch bei Leuten, denen man ideologisch keine solche Sympathien unterstellen kann. Und natürlich stellt sich die nicht unberechtigte Frage, was für Menschen sich wohl solche Artikel wohl im Urlaub kaufen – denn geben muss es sie zur Genüge, bei einem so breiten Angebot.
lunedì 14 luglio 2008
Italien: Diskriminierung von Minderheiten
Nach verschäften Einwanderungsgesetzen und Menschenjagden ist es jetzt die Ankündigung, allen Sinti und Roma (und beginnend mit deren Kindern) Fingerabdrücke abzunehmen, welche für Empörung sorgt.
Auch die Gesellschaft für bedrohte Völker kritisiert diese Diskriminierung scharf und fordert, dass dieser Rassismus durch angemessene Wohn- und Integrationspolitik überwunden werden muss: "Die Erklärungen verschiedener Politiker und administrativer Verwalter erinnern allzu gefährlich an die vergangen geglaubte Zeit des Faschismus, als in Italien Rassengesetzte erlassen wurden. Die heutige Lage ist äußerst besorgniserregend, denn anstatt an eine Integrationspolitik der Sinti und Roma zu denken, schüren italienische Politiker Rassenhass und billigen Populismus. Eine gefährliche Haltung, die nur dazu dient, Vorurteile sowohl in der Mehrheitsbevölkerung als auch in den Minderheiten weiter auszubauen."
der Artikel auf deutsch:
http://www.gfbv.it/2c-stampa/2008/080711de.html
l'articolo in italiano:
http://www.gfbv.it/2c-stampa/2008/080711it.html
domenica 6 luglio 2008
G8-Gipfel 2008 in Japan
Dieses Jahr findet der G8-Gipfel, also das jährliche Treffen der acht wirtschaftsstärksten Länder der Erde, in Japan statt.domenica 29 giugno 2008
Free Tibet - l'inno estivo/Sommerhit 2008
Quattro giovanotti Meranesi vogliono fissare l'attenzione sui gioci olimpici in Cina e la situazione del Tibet. Per questo i quattro - Thomas Dekas, Sven Albertini, Simon Staffler und Thomas Ebner - si hanno formato nel progetto "Vino Rosso". Il primo prodotto è la canzone leggera "Free Tibet".
http://www.myspace.com/vinorossofreetibet
sabato 28 giugno 2008
Einwanderungsbeobachtungsstelle schließt - wir sagen Nein!
Nun ist es endgültig: Die Landesbeobachtungsstelle zur Einwanderung, welche seit drei Jahren objektive Informationen rund um das Thema Immigration in Südtirol liefert, schließt am Montag (30.06.) ihre Tore.Da diese Stelle bisher über den Europäischen Sozialfonds finanziert wurde, dieser jetzt aber ausgelaufen ist, muss die Beobachtungsstelle ihre Arbeit einstellen. Die Landesregierung war nicht gewillt, diese notwendige Institution, welche auch die Antidiskriminierungsstelle beheimatet, mit eigenen Mitteln weiter zu finanzieren. Der Rechtsruck des Landes, welchem sich auch die SVP durch verschärfte Einwanderungsgesetze beugt, scheint der Weiterführung dieses Projektes im Wege zu stehen. Doch gerade bei solch delikaten Themen, bei denen die humane Dimension oft vergessen wird, ist objektive Information unerlässlich.
Die Antifa Meran bringt ihre Bestürzung über diese Fahrlässigkeit – denn es ist nichts anderes als fahrlässig, bei sozialen Institutionen zu sparen – zum Ausdruck und kritisiert den fehlenden Willen der verantwortlichen PolitikerInnen. Dagegen wäre es notwendig, auf die Straße zu gehen!
mercoledì 25 giugno 2008
NPD Geld nach Südtirol?
giovedì 12 giugno 2008
Russisches Hinrichtungsvideo ist echt

Im August 2007 war in einschlägigen Internetportalen ein Video aufgetaucht, das die Hinrichtung zweier Menschen durch russische Neonazis zeigt. Gefesselt wurden die beiden Männer vor einer Hakenkreuzfahne positioniert und als „Kolonisten aus Tadschikistan und Dagestan“ tituliert. Sie selbst erklärten „Wir wurden von russischen Nationalsozialisten festgenommen“. Anschließend wurde einer der beiden Gefangenen vor laufender Kamera mit einem großen Messer enthauptet. Die zweite Geisel wurde mit einem Kopfschuss getötet und fiel anschließend in eine, anscheinend eigens dafür ausgehobene, Grube. Untermalt sind die Hinrichtungsszenen von Heavy Metal Musik. Abschließend hoben die vermummten Entführer den Arm zum Hitlergruß und skandierten „Sieg für Russland“.
Das Video dieser Hinrichtung verbreitete sich rasend schnell im Internet und sorgte weltweit für Aufsehen und Entsetzen. Das authentisch wirkende Video wurde von Experten zu 95% für echt befunden.
Ein knappes Jahr später herrscht Gewissheit: das Video ist definitiv keine Fälschung. Die russische Staatsanwaltschaft teilte mit, dass sowohl der Tatort, als auch die Identität der Opfer identifiziert wurde. Demnach soll es sich um einen Tadschiken und Kaukasier handeln. Ein Mordverfahren wurde bereits eingeleitet. Im Fokus der Ermittlung steht die rechtsextreme „Nationalsozialistische Partei der Rus“, die die Verantwortung für den Clip übernommen hatte.
mercoledì 4 giugno 2008
Antifa Meran zeigt "Nazirock"
Die extreme Rechte von Innen gesehen: ihre Musik, die Chefs, die Allianzen, ihre Rituale, die politische Akzeptanz, welche den italienischen Nazifaschisten die Türen zur institutionellen Macht öffnet. Die radikale Rechte kann in Italien eine halbe Million Stimmen verzeichnen und ausschlaggebend sein, da 25.000 ausreichen können um zu bestimmen, wer das Land regiert. Daher wird sie akzeptiert.
NAZIROCK erzählt diesen politischen Weg, gebraucht dabei als roten Faden die Bands, welche die faschistischen Köpfe mit ihrer Skin-, Oi-, White-Powerund Punkadestra-Musik vollstopfen.
Homepage des Films/sito del film: http://www.nazirock.it/
venerdi/Freitag 06-06-2008 ● 19h ● JunGle Meran
martedì 3 giugno 2008
Nach Friseurbesuch in Haft
Insgesamt wurden 1328 Personen, 620 Fahrzeuge und 106 Gastlokale kontrolliert.
domenica 1 giugno 2008
Hürden für Integration, nicht für Migration
Die OEW-Organisation für Eine solidarische Welt (OEW) und das Haus der Solidarität (HdS) warnen vor sozialem Pulverfass und drücken in einer Pressemitteilung ihre Sorge um den Frieden in Südtirol wegen der neuen AusländerInnenpolitik der Landesregierung aus.Werden Sozialleistungen für Nicht-EU-BürgerInnen an die Ansässigkeit geknüpft, wird nicht die Einwanderung erschwert, sondern das Zusammenleben. "Wie sollen Nicht-EU-BürgerInnen in Südtirol leben, arbeiten, Steuern zahlen, wenn ihnen gesagt wird: 'Ihr seid gar nicht erwünscht!'", fragt sich Elisabeth Grießmair, die OEW-Vorsitzende. Langfristig seien Integration und sozialer Frieden gefährdet.
Die beiden Sozialorganisationen schlagen stattdessen vor, verstärkt das Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe einzusetzen. "In der Wirtschaft und in der Entwicklungszusammenarbeit ist es gang und gäbe, Starthilfe unter bestimmten Konditionen zu gewähren, um positive Entwicklungen anzukurbeln", meint OEW-Vorsitzende Grießmair. Statt Stolpersteine in Form von verschärften Bestimmungen gegen Nicht-EU-BürgerInnen in den Weg zu legen, sollten diese gerade am Anfang besonders unterstützt werden, um die Integration zu beschleunigen und sie unabhängig zu machen.
Die OEW ist jedenfalls überzeugt, dass sich Migration nicht über strengere Gesetze und Maßnahmen regeln lässt, sondern nur in den Auswanderungsländern. "Auch die SüdtirolerInnen sind nicht mehr ausgewandert auf der Suche nach Arbeit und einem besseren Leben, sobald sie diese in ihrer Heimat fanden", erinnert die HdS-Vorsitzende.
Es geht längst nicht mehr um die Frage: "Einwanderung, ja oder nein?". Es leben derzeit 56 Millionen EinwandererInnen in den europäischen Staaten und die Einwanderung wird in Zukunft zunehmen. Kriege und aussichtslose Zukunftsperspektiven zwingen Menschen auszuwandern und ihr Glück in anderen Ländern zu suchen. Selbst die EU stellte in ihrem Grünbuch zur Einwanderung fest: "Der Bedarf des EU-Arbeitsmarktes kann in Zukunft und in steigendem Maße nur durch eine kontinuierlichere Einwanderung gedeckt werden. Diese ist zur Sicherung des Wohlstandes in Europa notwendig."
Südtirol ist in diesem Szenario keine Ausnahme. Auch hier wird die Einwanderung zunehmen. Südtirols Wirtschaft würde bereits ohne sie nicht mehr funktionieren. "Südtirol ist genauso wie Italien und Europa ein Einwanderungsland und es wäre an der Zeit, dies zu bekennen und Regeln zu schaffen, die ein friedliches Zusammenleben fördern und nicht Trennung anstreben", so Erlacher.
venerdì 30 maggio 2008
„Das sichtbare Unfassbare“ – Fotografien vom Konzentrationslager Mauthausen
Die Ausstellung präsentiert mehr als 450 Fotografien des Konzentrationslagers Mauthausen und seiner Aussenlager, wo über 200.000 Menschen aus ganz Europa zwischen 1938 und 1945 gefangen, gefoltert und zur Zwangsarbeit missbraucht wurden.Veranstaltungsort: Universität Innsbruck, Theologische Fakultät, Karl-Rahner-Platz 1, 1. Stock
Öffnungszeiten: 2. Juni bis 4. Juli 2008; Montag bis Freitag, 09:00-18:00 Uhr, Samstag sowie an Sonn- und Feiertagen geschlossen
domenica 25 maggio 2008
Naturns: Jugendliche von Neonazis verprügelt
Am Samstag, 24. Mai 08, kam es erneut zu Gewalttaten durch Neonazis: Am Rande des Konzertes „Naturns rockt“ im Jugendzentrum Juze Naturns wurden zwei Jugendliche bewusstlos geschlagen, woraufhin es zu einer Schlägerei zwischen Konzertbesuchern und Neonazis kam.(af) Die zwei Jugendlichen aus Algund, die der Punk-Szene zuzurechnen sind, befanden sich gerade auf dem Weg zum besagten Konzert, als sie von ca. fünf Neonazis aufgehalten und wegen Kleidung und Haarschnitt angepöbelt wurden. Dann begannen die Rechtsextremen, auf die Jugendlichen einzuprügeln, einer von ihnen wurde bewusstlos geschlagen. Während sich die Neonazis zu ihren Gesinnungsgenossen in die als „Nazibar“ verschriene Eisdiele Anni begaben, wurden die Verprügelten gefunden und ihre Freunde, die das Konzert besuchten, von dem Vorgefallenen in Kenntnis gesetzt. Nun startete eine Gruppe empörter Konzertteilnehmer in Richtung Dorf, um die Täter in der Eisdiele ausfindig zu machen. „Dort haben die restlichen Jungs dann Wind bekommen und haben sich hinter einem Zaun bei einem Haus verschanzt, Zaunlatten abgebrochen und auf die "Gegner" gewartet. Es war wie im Krieg. Dann sind die Leute aufeinandergeprallt und es gab wüste Schlägereien.“, berichtet eine Augenzeugin. Einer der Punks, die zuvor verprügelt worden waren, wurde beim Weißen Kreuz erstversorgt und folgte der Gruppe, dort wurde er ein weiteres Mal niedergeschlagen. Des Weiteren wurde ein italienisch sprachiger Konzertbesucher von einem erwachsenen Barbesucher mit den Worten „Scheiß Walscher“ verprügelt.
Die Carabinieri, die anfangs nur mit einer Streife vor Ort waren, rückten mit fünf Wagen an, um der Situation Herr zu werden. Die Barbetreiber nahmen die Neonazis in Schutz und beklagten, dass die Wahnsinnigen des noch wahnsinnigeren Festes im Juze auf „ihre“ Leute losgegangen und in einem Haus eingebrochen wären, obwohl Zeugen bestätigen können, dass es die Neonazis gewesen sind. Auch wurde Kritik am Vorgehen der Ordnungshüter laut, die „mit einer unglaublichen Präpotenz auftraten“ und „nichts anderes tun konnten, als nur die Ausweise abnehmen und irgendwelche unsinnige Sachen notieren,“ - so eine der Anwesenden – „nun bin ich neugierig, wie die offizielle Version dann lautet.“
Die Antifa Meran reagiert bestürzt auf die neuerlichen Gewaltausbrüche in Naturns. Wir fordern die lückenlose Aufklärung der Geschehnisse, um die Täter ausfindig zu machen. In Anbetracht des gebietsübergreifenden Phänomens Rechtsextremismus muss auch die Gemeinde Naturns konkrete Maßnahmen gegen Neonazis ergreifen und sich an der Vernetzung mit anderen Gemeinden beteiligen.
venerdì 23 maggio 2008
"Die braune Falle" - Ausstellung in Meran
Die Landesberufsschule "Savoy" Meran hat es geschafft, eine Ausstellung über die rechtsextreme Szene nach Meran zu holen: Anhand des (fiktiven) Fallbeispiels Mario S. sollen Ursachen, Hintergründe und Folgen aufgezeigt werden.Schulklassen und andere Gruppen werden ersucht, ihren Besuch anzumelden, und zwar in der LBS "Savoy" (Tel. 0473/205900).
Finis schwarze Vergangenheit
Auf der konstituierenden Sitzung der italienischen Abgeordnetenkammer am 30. April 2008 wurde Gianfranco Fini mit 335 von 611 Stimmen zu deren Präsidenten gewählt. Seine Vergangenheit ist tiefschwarz - in Europa störts niemand.Gianfranco Fini war schon mit 17 Jahren Mitglied der neofaschistischen MSI (Movimento Sociale Italiano). Geführt wurde diese Partei von Giorgio Almirante, eines ehemaligen Gefolgsmannes von Benito Mussolini. 1987 trat Fini als Nachfolger Almirantes an die Spitze der MSI.
Anfang der 90er beschloss die MSI unter Finis Führung die Wandlung zu einer gemäßigten Rechtspartei, was einige Abspaltungen zur Folge hatte (beispielsweise trat Alessandra Mussolini aus der Partei aus und gründete die Alternativa Sociale). Mit der Fusion von Alleanza Nazionale - so der neue Name - und Berlusconis Forza Italia im Jahr 2007 gelang der Gewinn der Parlamentswahlen im April 2008. Seitdem ist Fini Präsident der Abgeordnetenkammer.
Während die Koalition der ÖVP mit der Rechtsaußen-Partei FPÖ, die in Österreich 1999 zweitstärkste Kraft wurde, international heftige Kritik auslöste und sogar zu Sanktionen seitens der EU führte, scheint die Wahl Finis niemand in Europa zu stören. Ein Mann mit solch einer Vergangenheit repräsentiert nun die italienische Legislative.
«Per essere di nuovo determinante, il Msi deve saper essere anche figlio di puttana» [Luglio 1991].
«Non occorre impostare un rilancio del Msi su una operazione di ridefinizione ideologica: tutti quanti diciamo che siamo i fascisti, gli eredi del fascismo, i post-fascisti, o il Fascismo del Duemila» [Luglio 1991].
«Ai combattenti della Decima Mas, espressione più alta del valore dei nostri soldati, va il cameratesco saluto di tutto il Msi... Ognuno di voi, e con voi tutti i combattenti delle Forze Armate della Rsi, rappresenta la prova che chi è vinto dalle armi ma non dalla storia è destinato a gustare il dolce sapore della rivincita... Dopo quasi mezzo secolo, il fascismo è idealmente vivo...» [Maggio 1992].
«Mussolini è stato il più grande statista del Secolo» [Settembre 1992].
«Alleanza nazionale non è e non vuole essere un nuovo partito [ma] una confederazione di cui il Msi è il centro motore... L’identità è un passato che ha la capacità di diventare futuro, è memoria storica che costruisce l’avvenire» [Dicembre 1993].
«Mussolini è stato il più grande statista del Secolo... Ci sono fasi in cui la libertà non è tra i valori preminenti» [Giugno 1994].
Ein Artikel über das Chamäleon Fini:
http://www.zeit.de/2003/48/Fini_neu
Neonazis zeigen sich einsichtig
Für zwei von ihnen - Christian Goller (24) aus Kastelruth und Wolfgang Innerhofer (22) aus Schenna - könnten sich möglicherweise schon am Donnerstag die Zellentüren öffnen. Ihre Rechtsanwälte haben gleich nach der Einvernahme der beiden durch Staatsanwältin Donatella Marchesini im Gefängnis von Trient entsprechende Anträge gestellt. Bei der Einvernahme sollen sich die beiden Männer, denen Verstöße gegen das Mancino-Gesetz vorgeworfen wird, einsichtig gezeigt haben. Auch Tränen sollen dabei geflossen sein. Sie sollen erklärt haben, sich von dem extremen Gedankengut distanzieren zu wollen. Andere Werte wie Familie, Beziehungen und die Arbeit seien für sie wichtiger.
Die restlichen vier Verdächtigen, die noch in Bozen in Haft sind - Alexander und Patrick Ennemoser, Alexander Holzner und Martin Burger - dürften dann kommende Woche einvernommen werden.
quelle: stol.it
mercoledì 21 maggio 2008
Es braucht die Landesbeobachtungsstelle zur Einwanderung!
Wie in der Dolomiten heute berichtet wurde, droht der Landesbeobachtungsstelle für Einwanderung mit Ende Juni das Aus, sollte das Land nicht die Finanzierung übernehmen.(af) 2003 als ein Projekt des Europäischen Sozialfonds (ESF) ins Leben gerufen, beschäftigt sich die Beobachtungsstelle mit der zahlenmäßigen Erfassung der Einwanderung und seine Analyse. Außerdem leistet sie wichtige Sensibilisierungsarbeit vor allem in Schulen. Der Landesbeobachtungsstelle integriert ist die Antidiskriminierungsstelle, an die sich alle jene wenden können, die Opfer oder Zeuge von Diskriminierungen aller Art geworden sind. Mit 30. Juni 2008 aber läuft die ESF-Finanzierung aus und der Stelle droht das Aus. Landeshauptmann Durnwalder erklärte, dass alles noch in der Schwebe sei.
Die Antifa Meran fordert die Weiterführung der Landesbeobachtungsstelle durch das Land. Angesichts wachsendem Fremdenhass und steigender Immigration wäre es unverantwortlich, diese Brücke zwischen Einheimischen und Einwanderern abzureißen. Diskriminierung ist ein hochaktuelles Thema und bedarf eines wachsamen Auges. Gleichzeitig fordern wir die Einrichtung einer Extremismus-Beobachtung- und Beratungsstelle, da alle Formen von Extremismus dokumentiert und den Betroffenen geholfen werden muss. Diese könnte auch problemlos in die Landesbeobachtungsstelle integriert werden.
lunedì 19 maggio 2008
"Fuck Nazi Sympathy!" - concert
1. Juni 2008 - Juze Lengmoos/Ritten with: Neid, Headed Nowhere, Skandal, Indyus program: 17h movie (Die Utopie leben), 20h vegan dinner, concert
domenica 18 maggio 2008
10.000 in corteo a Verona per ricordare Nicola
«Nicola è ognuno di noi» è lo striscione che ha aperto la manifestazione veronese. Il ricordo di Nicola Tommasoli, picchiato a morte la notte tra il 30 aprile e il 1 maggio, e la richiesta di non minimizzare i troppi atti di violenza che avvengono in città.info: http://isole.ecn.org/antifa/article/2043/10000-in-corteo-a-verona-per-ricordare-nicola
giovedì 15 maggio 2008
Antifa mit dabei beim „Forum gegen Extremismus und Gewalt“
Der Meraner Bürgermeister Günther Januth hat seine Ankündigung wahr gemacht und als Reaktion auf die 16 Verhaftungen und 100 Hausdurchsuchungen im Burggrafenamt das „Forum gegen Extremismus und Gewalt“ einberufen.(af) Das Konzept, welches in Lana schon seit fünf Jahren angewendet wird, sieht vor, dass sich Vertreter aus Sozialeinrichtungen, der Jugendarbeit und Politik, von Schulen, Polizei und anderen Organisationen zusammensetzen, um einerseits einen Informationsfluss herzustellen, andererseits konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung von Extremismus und Gewalt auszuarbeiten.
Das erste Treffen fand am 15.05.08 im Meraner Rathaus statt, bei dem auch die Antifa Meran durch Andreas Fink vertreten war. Nach einführenden Berichten einiger Delegierten kam es zu einer angeregten Diskussion mit breitem Konsens: Um gegen Rechtsextremismus vorzugehen, braucht es die Zusammenarbeit aller Ebenen, von der Familie über die Schule bis hin zur Politik. Das nächste Treffen ist für Anfang Juni vorgesehen: Das Forum gegen Extremismus und Gewalt soll ein dauerhaftes Netzwerk schaffen und langfristig Früchte tragen – Ideen dafür gab es dafür genug, besonders interessant die Beiträge von Peter Enz, Professor am Savoy Meran, welcher vor 20 Jahren durch die Verhaftung einiger seiner Schüler, die als Mitglieder neonazistischer Gruppierungen Straftaten begangen hatten, die Initiative ergriffen hat. Seitdem startete er an seiner Schule immer wieder Projekte zur Prävention, Aufklärung und Sensibilisierung.
Das Forum kann als große Chance und – wenn es langfristig mit Engagement betrieben wird – effektives Mittel in der Bekämpfung der Wurzeln von Rechtsextremismus gewertet werden, der erste Eindruck war mehr als positiv. Das Lob gilt dabei in erster Linie den teilnehmenden Vertretern aus den verschiedenen Bereichen und nur begrenzt dem Bürgermeister Januth, der erst nach den rufschädigenden Verhaftungen zur Tat geschritten, dem Problem aber davor trotz ständigen Aufrufen der Antifa Meran keine Aufmerksamkeit gewidmet hat. Zumindest ist jetzt ein Stein ins Rollen gebracht, der weit rollen kann.
mercoledì 14 maggio 2008
Diese Tatenlosigkeit ist ein Verbrechen!
Schauplatz Bozen im Jahre 2008: Während man in Italien und Südtirol hoch und heilig die Gedenktage an die Opfer und die Feiertage zur Befreiung vom Faschismus mit zelebriert, hat man es bis heute nicht für nötig gehalten, das Mussolini-Relief am Bozner Finanzamt (immerhin eine öffentliche Institution des italienischen Staates!) zu entfernen.(af) Seit den 50er-Jahren grüßt so der Finanzer-Duce vom Ross herab, mit erhobener rechter Hand zum Faschistengruß, darüber die Fahne mit den Initialien des Partito Nazionale Fascista (P.N.F.) und darunter deren Slogan: Credere, obbedire, combattere.
Während man in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg alle Denkmäler, Aufschriften und sonstige NS-verherrlichenden Relikte entfernt hat, haben viele faschistische Relikte in Südtirol alle Machtwechsel überdauert und bestehen bis heute unverändert – es ist mehr als nur ein Skandal. Jedem vernünftigen Mensch, der die Geschichte kennt oder sogar selbst betroffen war, muss die Präsenz dieses Reliefs wie ein Stich in sein demokratisches, soziales und menschliches Herz vorkommen. Seit nun über 50 Jahren hat niemand den Mut zusammengenommen, den Finanzer-Duce abzuhängen und möglicherweise in ein Museum zu verfrachten, dorthin wo diese ganze Ideologie hingehört. Und die SVP, die Südtirol schon seit zig Jahren mit absoluter Mehrheit regiert und so alle weitreichenden Kompetenzen der Autonomie auszunützen, hat bis dato nichts unternommen! Es kann doch nicht sein, dass der Einfluss dieser Partei, die gegen den Willen der Bevölkerung milliardenteure Löcher gigantischen Ausmaßes in die Landschaft bohrt, bei einem alten Relief zu Ende ist! Eine solche Tatenlosigkeit ist ein Verbrechen.
Die Antifa Meran fordert vehement die unverzügliche Entfernung des Finanzer-Duce vom Bozner Finanzamt und des weiteren die Umgestaltung des Siegesdenkmals in ein Mahnmal zum Gedenken an die Auswirkungen faschistischer Assimilierungspolitik.
sabato 10 maggio 2008
Zu Ehren von Ada Buffulini
Schon einige Tage her ist die Benennung eines Straßenstücks in Bozen nach der Widerstandskämpferin Ada Buffulini (im Bild 1946): Am 30. April wurde ein Teil der Genuastraße nach ihr benannt.(af) „Maria im Lager“ und „unser Engel“, so beschrieben Zeitzeugen die Italienerin, die sich der antifaschistischen Bewegung angeschlossen hatte und deshalb im Bozner Durchgangslager inhaftiert worden war. Dort wurde sie zur tragenden Figur des Widerstandskomitees und schenkte hunderten Inhaftierten durch ihr Wirken Hoffnung. „Ada Buffulini “Maria“ nel Lager di Bolzano, fu un soffio di speranza per migliaia di uomini e di donne nell’orrore del Campo. Ricordarla ora significa per noi proteggere i valori di pace, libertà, giustizia e solidarietà frutto del sacrificio della Resistenza.”, schreibt der A.N.P.I., der die feierliche Enthüllung mit der Gemeinde, dem AGB/CGIL und der A.N.E.D. organisiert hatte.
Wer Ada Buffolini war:
http://www.anpi.it/uomini/buffulini_ada.htm
http://www.venegoni.it/fratelli/carlo/bolzano_resistenza_ada.htm
venerdì 9 maggio 2008
Manifestazione antifascista a Verona
Per sconfiggere insieme la paura scendiamo in piazza per svegliare la città che troppe volte ha girato la testa, non deve farlo anche questa volta e mai più.Mobilitiamoci e riprendiamo la parola prima che l’ipocrisia riscriva anche questa storia.
per una Verona libera dalla paura,per una Verona libera dall’odio,per un Verona libera da vecchi e nuovi fascismi, libera dall’intolleranza, dal razzismo, dall’ignoranzaperchè esiste una Verona coraggiosa, aperta, indignataperchè guardarsi all’interno, riconoscere il male profondo del nostrotempo e della nostra città.
Costruiamo assieme un corteo che attraversi e viva la città in una giornata apertaalle iniziative e ai contributi di tutte e tutti. Nel 2008 a Verona si muore ancora di fascismo. Al posto di Nicola poteva esserci ognuno di noi.
giovedì 8 maggio 2008
Bolzano: Cimeli del duce nell'ufficio del capitano
informazioni
mercoledì 7 maggio 2008
Neonazis in Verona töten jungen Mann
Zu dem folgenschweren Zusammenstoß war es in jener Nacht gekommen, als Tommasoli den Burschen eine Zigarette verweigert hatte. Eine Gruppe von Neonazis war mit Fußtritten und Faustschlägen auf ihn losgegangen.
Bereits 2007 wurde gegen den 19-jährigen Täter und 16 andere Neonazis ermittelt, weil sie sich zu einer kriminellen Vereinigung zusammengeschlossen haben sollen. Auch die vier anderen Täter sollen aus diesem Kreis kommen. Auf ihr Konto gingen Überfälle gegen Migranten, Linke, Skater und viele Andere, die ihrer Ansicht nach das Bild Veronas beschmutzen.
Mindestens einer der Täter hat Kontakte zu den "Veneto Fronte Skinheads", einer ultrarechten Gruppierung von Neofaschisten. Besorgniserregend anzumerken ist hierbei auch, dass auch Bozner Neofaschisten Kontakte zu dieser Gruppierung plegen.
Gianfranco Fini von der post-faschistischen Alleanza Nazionale und neuer Präsident der italienischen Abgeordnetenkammer verharmloste unterdessen die Tat, indem er öffentlich erklärte, dass die linksradikale erste Mai Demonstration in Turin, auf der Fahnen von Israel und den USA verbrannt wurden, viel schlimmer gewesen sei.
hier noch ein interessanter Artikel von Arnold Tribus: http://www.sunshine.it/index.php?option=com_content&task=view&id=8891&Itemid=1
weitere infos: http://isole.ecn.org/antifa/
domenica 4 maggio 2008
Fünf Neonazis in den Hausarrest überstellt
Der 20-jährige Patrick Klotz aus Mals konnte das Gefängnis schon vorgesgestern verlassen. In seinem Fall dürfte sich positiv ausgewirkt haben, dass er dank Einwirkung seiner Familie schon vor seiner Festnahme begonnen haben soll, sich von nationalsozialistischem Material zu trennen.
Vier weiteren Verdächtigen gestand die Richterin schon vorige Woche den Hausarrest zu:
- Alois Pircher (22) aus Schenna, der sich auch bereit erklärt hatte, Schadenersatz zu leisten
- sowie Robert Ebner (24) aus Meran, Ivan Prantl (24) aus Dorf Tirol und Helmut Müller (27) aus Algund.
Die Rolle in der Neonazi Gruppe der letzteren wurde als nicht so gravierend eingestuft. Kommende Woche werden weitere Verhöre stattfinden.
giovedì 1 maggio 2008
Deutsche Nazis solidarisieren sich
Auf der Seite einer deutschen Neonaziorganisation, welche sich für inhaftierte Gleichgesinnte einsetzt, ist eine Solidaritätsbekundung mit den 16 in Südtirol verhafteten Neonazis aufgetaucht.Besorgniserregend zwei Hinweise, welche eine Anspielung auf die Südtiroler Partei "Süd-Tiroler Freiheit" Nahe legen: So wird beklagt, dass deutschfreundliche Plakate zerstört wurden (die Plakate "Süd-Tirol ist nicht Italien" wurden mancherorts heruntergerissen), mit diesem Slogan endet das Schreiben dann auch: "Solidarität ist eine Waffe und Südtirol ist nicht Italien!"
Quelle: http://www.widerstand-cham.de/
Email aus Niederösterreich
Auch auf der Homepage www.altenburg.freies-netz.com, eine Seite nationaler Sozialisten wird von einer "Repressionswelle" in Südtirol gesprochen. Ein eingetragener Kommentar auf der Seite zeigt eine interessante Email von einem Neonazi aus Niederösterreich, bei dem die italienische Polizei eine Hausdurchsuchung machte:
"Heil Euch! Heute hatte ich gegen 06.00 Uhr unter anderem Besuch aus Südtirol!!!!! Eigentlich Grund zur Freude, jedoch waren es 7 Beamte aus Italien, Südtirol, Niederösterreich und laut meines Erachtens auch aus Wien, die mir einen Besuch zwecks einer Hausdurchsuchung abstatteten. Weiter gehe ich wohl recht in der Annahme, daß bei weiteren 64 Kameraden aus Nord- und Südtirol ebenfalls heute Hausdurchsuchungen stattfanden!Der Befehl für die Hausdurchsuchung wurde laut Schengenabkommen von der Staatsanwaltschaft Bozen ausgestellt.Hat dies etwa etwas mit der Wahl vom vergangenen Wochenende in Italien, sowie in Südtirol zu tun?Der Zeitpunkt paßt!Vorerst bin ich weder telefonisch, noch über das Weltnetz erreichbar.Gespannt warte ich auch auf weitere Schritte der Staatsbüttel, da bei mir zahlreiches, belastendes Material zur Südtirolthematik gefunden wurde!Auf jeden Fall haben die Beamten aus Italien und Südtirol einen weiten Weg von über 500 Kilometer zu mir her nach Niederösterreich nicht gescheut!Bis auf weiteres verbleibe ich mit den besten Grüßen: Andre"
mercoledì 30 aprile 2008
Tag der Befreiung vom Faschismus
Am 25. April feiert man den Tag der Befreiung vom Joch des Faschismus und Nazismus. Während dieser Tag in Italien Staatsfeiertag ist und dementsprechend begangen wird, halten sich die Feierlichkeiten bei den deutschsprachigen Südtirolern schon seit jeher bedenklich zurück.Was fehlt ist das Bewusstsein, dass Südtirol von zwei Diktaturen gebranntmarkt ist und sich glücklich schätzen kann, heute weder eine süddeutsche Reichsprovinz, noch ein assimiliertes Stück Italien zu sein, sondern einen eigenständigen Status eines selbstbewussten Völkchens mitten in Europa einzunehmen. Es mangelt hierbei am neuen, ehrlichen Begriff von "Antifaschismus", der sich gegen jede totalitäre Diktatur stellt und Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie umfasst und den wir zu vermittel versuchen.
Schlag gegen Neonazi-Szene
Der Polizei ist ein Schlag gegen die Südtiroler Neonazi-Szene gelungen. Am Donnerstag den 17.04.08 startete die Polizei landesweit eine Razzia mit dem Codenamen „Odessa“.In den frühen Morgenstunden durchsuchten die Sicherheitskräfte rund 50 Wohnungen von mutmaßlichen Neonazis. Für 16 Rechtsextrem klickten dabei die Handschellen. Ihnen wird rassistische und nationalistische Hetze, sowie Gewalt in 20 Fällen vorgeworfen. Insgesamt wird Südtirolweit gegen rund 100 Jugendliche und junge Erwachsene ermittelt. Der Schwerpunkt der Aktion lag im Burggrafenamt. Auffällig ist besonders die hohe Anzahl von Neonazis in der Gemeinde Schenna. Sichergestellt wurden, neben zahlreichem rechtsextremem Propagandamaterial, auch Waffen, wie Messer mit Nazisymbolen, Schlagstöcke und Schlagringe. In der Gemeinde Saltaus verfügte die Gruppe der Verhafteten nach Angaben der Staatsanwaltschaft auch über einen eigenen Treffpunkt in Form einer Hütte in einem abgelegenen Waldstück. Neben Aktionen in Südtirol, wie das Abhalten einer Sonnenwendfeier, beteiligten sich einige Südtiroler Neonazis auch an Aktionen im Ausland. So reisten einige zum Trauermarsch nach Dresden, einem der größten Naziaufmärsche in Europa. Die Festgenommen unterhielten auch Kontakte zu rechtsextremen Kreisen und Gruppen in der Schweiz, Österreich und Deutschland. Mittlerweile haben sich die Ermittlungen auf diese Länder ausgedehnt.
